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Checkmk von Tribe29

Monitoring für Bienen und das Datacenter

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Checkmk ist originär im Rechenzentrums-Monitoring beheimatet.
Checkmk ist originär im Rechenzentrums-Monitoring beheimatet. (Bild: © pavelvinnik - stock.adobe.com)

Ursprünglich war Checkmk eine Erweiterung des Open-Source-Tools Nagios, ist aber seit 2013 eine eigenständige Monitoring-Lösung. Beheimatet ist es im Monitoring- und Diagnose-­Umfeld im Rechenzentrum; es findet jedoch auch weitere überraschende Einsatzgebiete.

Tribe29 ist aus der Mathias Kettner GmbH heraus entstanden, die bis heute das All-in-One-Monitoring-Tool „Checkmk“ entwickelt und vermarktet. Das Tool ist aus dem Open-Source-Projekt Nagios heraus entstanden, ist längst eigenständig und steht unter der GPL-V2-Lizenz. So wie es im Open-Source-Umfeld keine Seltenheit ist, ist die kostenfreie Community-Version komplett Open-Source und frei. Die kostenpflichtige Enterprise Edition enthält zusätzliche Features und folgt einem Open-Core-Ansatz. Neben den erweiterten Funktionalitäten beinhaltet die Enterprise Edition optional auch Support mit Tickets und vereinbarten Service Level Agreements. „Vermarktet wird eine jährliche Subskription für den Zugang zum Software-Download, Updates und Bugfixes. Support muss nicht zwingend mit ins ­Paket genommen werden, denn viele Unternehmen können sich – auch dank der guten Community-Arbeit – selbst helfen oder nehmen die Dienste von einem unserer Partner aus dem Channel in Anspruch“, erläutert Elias Völker, Director Business Development & Strategic Projects bei Tribe29.

Die Ursprünge: On-Premises-Umgebungen

Elias Völker, Director Business Development & Strategic Projects, Tribe29
Elias Völker, Director Business Development & Strategic Projects, Tribe29 (Bild: Tribe29)

„Checkmk kommt aus der Überwachung von On-Premises-Umgebungen, also Server, Datenbanken, Storage-Systemen, Netzwerkkomponenten, aber auch Sensorik für Wärme, Kälte, CO2, Sauerstoff et cetera“, sagt Völker. Dann hat das Produkt eine Cloud-Transformation durchgemacht und monitort nun auch hybride Umgebungen, also auch virtualisierte, containerisierte oder Cloud-Komponenten. Was zum Beispiel das Application Monitoring ­angeht, lassen sich andere Anbieter integrieren. Zu den Standard-Use-Cases zählen beispielsweise das Monitoring von Server­infrastrukturen in Rechenzentren oder das Überwachen von Unternehmensnetzwerken. „Wir haben aber auch einige exotische Use Cases, beispielsweise das Überwachen von Impfmittelkühlschränken, die Überwachung via Sensorik von Bienenstöcken oder ein Netzwerk von Klimamessstationen vom Pazifik bis zur Arktis“, verrät der Monitoring-Experte. Neben dem Monitoring ist die Nutzung von Checkmk als ­Diagnosetool zur Identifikation von anderen IT-Problemen ein wichtiges Einsatzgebiet für viele Partner. So war bei einem Kunden aus unerklärlichen Gründen das SAP-System sehr langsam, auch nachdem neue Server angeschafft wurden. „Einer unserer Partner fand mit Checkmk heraus, dass es letztendlich an einem abgeknickten Patchkabel lag“, erzählt Völker. Außerdem lasse sich mit dem Tool prüfen, welche Ports offen sind, wo Traffic fließt oder ob beispielsweise irgendwo im System noch eine alte Windows-XP-Kiste im Einsatz ist.

Wachstum über den Channel

Völker fällt es im Gespräch schwer, die ­genaue Anzahl der Mitarbeiter anzugeben, „weil wir von Monat zu Monat wachsen und fast alle Mitarbeiter wegen des Coronavirus von zuhause aus arbeiten. Im März und ­April kamen jeweils vier neue Kollegen an Bord. Inzwischen sind wir auf jeden Fall mehr als 50 Mitarbeiter und stellen auch weiter ein.“

Für das weitere Unternehmenswachstum suchen Tribe29 Partner aus dem Monitoring-Umfeld. „Checkmk verkauft sich gut und der Dienstleistungsanteil am Umsatz ist sehr hoch, sowie auch die dahinterstehenden Tagessätze. Ich würde diese in Deutschland meistens zwischen 1.200 und 1.600 Euro verorten, sicherlich gibt es aber Abweichungen nach unten oder oben“, verrät Völker. Tribe29 baut auf ein dreistufiges Partnerprogramm, das ganz klassisch auf Umsatzziele für Bestands- und Neukunden sowie erforderlichen Qualifizierungen basiert. Auch für MSPs gibt es eine spezielle Lösung. „Insbesondere Partner mit Knowhow in vertikalen Märkten – beispielsweise der Finanzdienstleistungsbranche – werden gesucht“, sagt Völker.

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