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Stellungnahme von Elmar Ewaldt, Geschäftsführer der TYR Holding GmbH:
„Microsoft Deutschland veröffentlichte heute über deren hauseigenes Newsportal Microsoft Newsroom eine Meldung Softwarebilliger.de betreffend. In dieser Meldung ist wortwörtlich von dem Verkauf von gefälschten Datenträgern, welche Microsoft Windows-Betriebssysteme enthalten sollen, die Rede.
Dieser Vorwurf entspricht, auf den Punkt gebracht, nicht der Wahrheit.
Zwar ist es richtig, dass wir, die Betreiber der Marke Softwarebilliger.de, einen Rechtstreit mit der Firma Microsoft führen und Microsoft eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Frankfurt gegen uns erwirkt hat, in dessen Rahmen bei einer Durchsuchung 73 Datenträger beschlagnahmt wurden. Besagte Datenträger wurden jedoch zu keinem Zeitpunkt als Fälschung identifiziert.
Microsoft wirft uns, wie unserem Vorgänger, Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen vor, da wir mit gebrauchten OEM-Recovery-Datenträgern handeln, welche in Namen und Rechnung des jeweiligen OEM-Partners in den Vertrieb gebracht worden sind. Diese Datenträger enthalten unter anderem auch Microsoft-Betriebssysteme und sind somit, so Microsoft, streitgegenständlich. Aufgrund des laufenden Verfahrens halten wir uns mit weiteren Details, das Verfahren betreffend zurück, eines möchten wir jedoch klarstellen:
Der Wiederverkauf von Recovery-Datenträgern ist laut Rechtsprechung des BGH im Urteil vom 06. Juli 2000 (Aktenzeichen I ZR 244/97) ausdrücklich für legal befunden worden. Dieses Urteil wurde am 06. Oktober 2011 (Aktenzeichen: I ZR 6/10) dahingehend bestätigt, dass sogar der Einzelverkauf von Recovery-CDs ohne Echtheitszertifikat legal sei.
Wir, als seriöses Software-Reseller-Unternehmen, distanzieren uns selbstverständlich vom Handel mit gefälschten Datenträgern und möchten mit aller Klarheit festhalten, dass wir mit Original-Produkten handeln.
Die von Microsoft veröffentlichte, verleumderische und rufschädigende Mitteilung lassen wir von unseren Anwälten überprüfen.
Die besagte falsche Darstellung aus der [...] Pressemitteilung von Microsoft […] zeigt, dass der Softwarehersteller aus Redmond keine Mühen scheut, den Gebrauchtsoftware-Markt mit allen Mitteln zu behindern.“
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