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#ITfightsCorona Microsoft sucht Partner für das Education-Segment

Autor: Dr. Stefan Riedl

Die beiden Microsoft-Manager Robin Wittland und Jörg Kreykamp ziehen ein Zwischenfazit zur Covid-19-Thematik aus IT-Perspektive. Vor dem Hintergrund der Digitalisierungs­bestrebungen im ­Bildungssektor suchen sie Partner mit entsprechendem Profil.

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Unterricht findet zunehmend mit dem Einsatz von Whiteboards als Teil einer Collaboration-Lösung statt.
Unterricht findet zunehmend mit dem Einsatz von Whiteboards als Teil einer Collaboration-Lösung statt.
(Bild: © Photocreo Bednarek - stock.adobe.com)

„Keine Frage – das Covid-19-Thema hat die Nachfrage nach Home-Office-Umgebungen stark ansteigen lassen. Die Produkte und Lösungen dafür hatten wir bereits im Angebot, aber gleichzeitig haben wir versucht – zusammen mit unseren Partnern – die anstehenden Herausforderungen zu meistern“, sagt Robin Wittland, Director Business Group Surface bei Microsoft Deutschland.

Das Angebot an Digital Workplaces, „Secure Remote Work“ und digitalen Collaboration-Umgebungen lebt bei Microsoft vom Zusammenspiel von vier Business Groups, mit – wenn man so will – dem Channel als Bindeglied. So entstehen Lösungen, bestehend aus Surface-Hardware und Software-, beziehungsweise Cloud-Elementen aus den Bereichen Microsoft 365, Dynamics 365 und Azure, betont Wittland.

Covid-19-Thematik treibt Umsatz nach oben

In Deutschland vertreiben derzeit etwa 2.000 Partner Surface-Produkte. Jörg Kreykamp, Director Surface Commercial bei Microsoft Deutschland taxiert: „Zweistelliges Umsatzwachstum hatten die meisten bereits rückblickend die vergangenen vier Quartale, aber durch das Covid-19-Thema zog die Nachfrage in diesem Jahr ab Ende März stark an.“ Das Team, das die Distribution beziehungsweise Partner betreut, wurde in diesem Jahr um sieben Mitarbeiter aufgestockt. 2.500 Partner sei mittelfristig ein realistisches Ziel, lotet Kreykamp aus.

Digitalpakt und lokale Kontakte

Nachdem vor etwa einem Jahr der Digitalpakt zur Förderung der Digitalisierung von Schulen verabschiedet wurde, gab es zunächst einige Hemmschwellen aufgrund der föderalen Struktur im Bildungssektor, blickt Wittland zurück, „doch das löste sich mit der Zeit“. Inzwischen sei die Nachfrage – sicherlich auch getrieben von der Corona-Problematik – immens gestiegen. „Im Education-Umfeld wird naturgemäß mit Rahmenverträgen und Ausschreibungen gearbeitet“, weiß der Microsoft-Manager. Aufgrund dieser Struktur sind die Ansprechpartner weit gestreut und können auf Bundesland-, Stadt- oder Schul-Ebene angesiedelt sein. Hier hilft der Channel mit lokalen Kontakten. Kein Wunder also, dass sein Kollege Kreykamp ergänzt: „Wir suchen Partner mit Spezialwissen in praktisch jeder Branche, wobei das Education-Umfeld gegenwärtig selbstverständlich besonders reizvoll ist.“

Angebote für den Bildungssektor

Kreykamp erläutert: „Was die Hardware angeht, gibt es bei Microsoft ein spezielles Pricing für das Education-Segment, auf das Partner in solchen Projekten über unsere Distributionspartner zugreifen können. Letztendlich gilt es, dann ein gutes ­Gesamtkonzept aus Hardware, Support, Service und Austausch zusammenzuschnüren.“ Auf Surfaceclub.de finden Microsoft-Partner Informationen über die Möglichkeit kostenlose Teams-Workshops für Schulen anzubieten und mit in dieses Paket zu integrieren. Im kommerziellen Umfeld sind kostenfreie Schulungen für den Endkunden auch vorgesehen, wenn ein Projekt mindestens drei Surface Hubs oder 10 Devices umfasst.

Devices und Whiteboards

Was die Devices angeht, sieht Wittland seinen Arbeitgeber gut aufgestellt: „Insgesamt geht der Trend tendenziell weg vom Desktop und hin zu mobilen Geräten. Und dort weisen die Formfaktoren 2-in-1, Convertible und Ultra Slim das stärkste Wachstum auf.“

Kreykamp unterstreicht die Rolle des interaktiven Whiteboards „Surface Hub 2S“ in der Gesamtgemengelage samt der Dynamik im Education-Segment: „Gegenwärtig vertreiben in Deutschland rund 250 Microsoft-Partner das aktuelle Surface Hub 2S, das seit rund einem Jahr auf dem Markt ist.“ Bei der Vorgänger-Version, mit der Microsoft 2016 auf den Markt ging, waren es etwa halb so viele Partner.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur