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Micron i300

MicroSD-Card mit einem TB für den Dauereinsatz

| Autor: Klaus Länger

Einen Einsatzzweck der MicroSD-Card i300 sieht der Hersteller Micron in Videoüberwachungskameras mit Cloud-Management. Hier dient die Karte als lokaler Speicher mit einer Kapazität von bis zu 1 TB.
Einen Einsatzzweck der MicroSD-Card i300 sieht der Hersteller Micron in Videoüberwachungskameras mit Cloud-Management. Hier dient die Karte als lokaler Speicher mit einer Kapazität von bis zu 1 TB. (Bild: Micron)

Laut dem Hersteller Micron ist dessen MicroSD-Card i300 die bisher einzige 1-TB-Karte, die industrielle Anforderungen erfüllt. Ihre Haltbarkeit soll sie vor allem für den Einsatz in Überwachungskameras qualifizieren.

Die MicroSDXC-Card i300 von Micron ist mit Kapazitäten zwischen 128 GB und ein 1 TB verfügbar. Das ist eine Vervierfachung gegenüber der bisher lieferbaren i200. Die Speicherkarte wird von dem Hersteller als „industrial grade“ MicroSD-Card klassifiziert und als erste Karte vorgestellt, die mit bis zu 1 Terabyte Kapazität aufwarten kann. Die Industrietauglichkeit ergibt sich aus der langen Lebensdauer und der robusten Bauweise. So soll die i300 eine Haltbarkeit von bis zu drei Jahren im 24/7-Dauerbetrieb aufweisen und in einem Temperaturbereich zwischen -25 und 85 Grad Celsius funktionieren.

Die i300 basiert auf Microns eigenem 3D-QLC-NAND. Sie soll beim Speichern kontinuierlicher Videoaufnahmen eine Haltbarkeit von bis zu drei Jahren bieten.
Die i300 basiert auf Microns eigenem 3D-QLC-NAND. Sie soll beim Speichern kontinuierlicher Videoaufnahmen eine Haltbarkeit von bis zu drei Jahren bieten. (Bild: Micron)

Die Karten erfüllen die SDA-3.0-Spezifikation. Ihre sequenzielle Schreibrate gibt Micron mit 20 bis 39 MB/s an, abhängig von der Kapazität. Die Leserate liegt generell bei 100 MS/s. Als Speicherchips werden die Micron-eigenen 3D-QLC-Bausteine mit 96 Layern eingesetzt.

Als mögliche Einsatzbereiche für die i300 nennt der Hersteller neben industriellen Edge-Anwendungen vor allem die Verwendung in professionellen Überwachungskameras.

Speicher für Videoüberwachung

Die i300 soll sich besonders für das kontinuierliche Speichern eines Videostroms eignen. Durch ihre hohe Kapazität, auf eine TB-Karte passen die Aufnahmen von drei Monaten kontinuierlicher Überwachung, werden zusätzliche Netzwerk-Videorekorder, NAS-Systeme oder PC-basierte Rekorder überflüssig, betont der Hersteller und stellt stattdessen die Kombination aus Edge-Storage in der Kamera und einem Cloud-basierten Remote-Management als zuverlässige und günstige Lösung in den Vordergrund. Der weltweite Markt für Videoüberwachung als Service soll in den kommenden Jahren rapide wachsen und 2022 ein Volumen von sechs Milliarden US-Dollar erreichen, so die Marktforscher von IDC.

Für den Einsatz in IP-Kameras hat der Speicherhersteller ein eigenes Tool für das Health-Monitoring der Karte entwickelt, das die Kamerahersteller in ihre Software integrieren können, um die Anwender bei technischen Probleme zu warnen oder bei dem sich nähernden Ende der Lebensdauer zu benachrichtigen. Ein Hersteller, der hier bereits mit Micron kooperiert ist Vivotek.

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