Smartphone-Innovationen Mi Mix Fold: Xiaomi launcht Klapp-Smartphone

Autor: Ann-Marie Struck

Der chinesische Hersteller Xiaomi präsentiert auf seinem zweiten Launch-Event sein erstes Klapp-Smartphone. Das Mi Mix Fold ist mit seinem 8 Zoll großen Bildschirm aufgeklappt so groß wie ein Tablet. Der Marktstart in Deutschland ist noch nicht bekannt.

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Das Mi Mix Fold besteht aus zwei Displays, die mit einem U-förmigen Schanier verbunden sind.
Das Mi Mix Fold besteht aus zwei Displays, die mit einem U-förmigen Schanier verbunden sind.
(Bild: Xiaomi)

Klapp-Smartphones erleben seit Jahren ein Comeback. Jetzt erscheint mit dem Mi Mix Fold ein Foldable von Xiaomi. Das Falthandy hat zwei Bildschirme. Ein 8,01 Zoll großes internes Display und ein 6,52 externes Display, die über eine U-förmiges Scharnier verbunden sind. Das Smartphone lässt sich somit wie ein Buch aufklappen. Der Faltmechanismus soll laut Xiaomi über 200.000 Biegungen stand halten.

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Bei beiden Bildschirmen handelt es sich um ein OLED-Panel. Die Auflösung beträgt 2.520 x 840 Pixel. Ausgeklappt misst das Mi Mix Fold 8 Zoll und verfügt über ein Seitenverhältnis von 4:3. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 90 Hz. Der zweite Bildschirm ist 6,5 Zoll groß. Wie bei einem Tablet sind vier Lautsprecher verbaut. Trotz seiner Größe von 173,27 x 133,39 x 7,62 Millimetern im ausgeklappten Zustand wiegt das Device nur 332 Gramm.

Flüssiglinsentechnologie

Xiaomi setzt bei der Kamera des Mi Mix Fold gleich auf zwei Neuheiten. Der hauseigene Chip Surge C1 soll eine außergewöhnlich hohe Leistung bei geringem CPU- und Speicherplatzbedarf haben. Zudem verfügt das Klapp-Smartphone über eine Flüssiglinse (Liquid Lense) und soll damit „die Ära der bionischen Fotografie“ bei Smartphones einläuten. Die Flüssiglinse nutzt das Prinzip der Bionik des menschlichen Auges und bildet eine linsenähnliche Struktur mit einer transparenten Flüssigkeit, die von einer Folie umhüllt ist. Der Krümmungsradius der sphärischen Oberfläche kann dank eines Motors präzise verändert werden, was einen 3-fachen optischen Zoom, ein bis zu 30-faches Teleobjektiv und einen minimalen Fokusabstand von 3 Zentimetern ermöglicht. Folglich deckt ein Objektiv die Funktionen von zwei Objektiven ab. Dies ermöglicht die Aufnahme von Mikrodetails aus der Nähe sowie die Betrachtung von weit entfernt liegenden Objekten. Neben der Flüssiglinse besteht das Kamerasystem aus einer 108-MP-Haupt- sowie eine 13-MP-Ultraweitwinkelkamera mit 123 Grad Sichtfeld. Die Front-Cam löst mit 20 Megapixel auf.

Prozessor und Akku

Angetrieben wird das Klapp-Smartphone von Qualcomms Snapdragon 888. Um die Fläche des faltbaren Gehäuses effizient zu nutzen, verwendet das Mi Mix Fold ein eigens entwickeltes Kühlsystem namens Butterfly, das großflächige VC-Flüssigkeitskühlung, thermisches Gel, mehrschichtige Graphitplatten und andere Wärmeableitungsmethoden integriert. An Speicher stehen entweder 12 oder 16 GB RAM sowie 256 oder 512 GB internen Speicher zur Verfügung. Als Betriebssystem ist MIUI 12 auf Basis von Android 10 aufgespielt.

Die nötige Energie liefert der 5.020-mAh-Akku. Er nutzt die Dual-Akku-Parallelarchitektur von Xiaomi, die aus zwei Akkus mit einer Kapazität von 2.460 mAh und 2.560 mAh besteht. Darüber lässt er sich per Kabel mit 67 Watt schnellladen. Zudem lässt sich das Smartphone über einen Fingerabdrucksensor im Power-Button entsperren.

Preise und Verfügbarkeit

Das Mi Mix Fold soll in zwei Editionen auf den Markt erscheinen. Die Standardedition verwendet vorne und auf der Rückseite Corning Gorilla Glass, die Sonderedition nur vorne. Die Rückseite besteht aus schwarzer Keramik. Zudem verfügt die Keramik-Sonderedition über einen goldfarbenen Mittelrahmen und Lautstärketasten.

In China erscheint das Foldable in drei Varianten mit entweder 12 GB RAM + 256 GB internen Speicher, 12 GB RAM + 512 GB internen Speicher sowie 16 GM RAM + 512 GB internen Speicher. Verkaufsstart ist Mitte April. Ab wann und in welchen Ausführungen das Mi Mix Fold in Deutschland auf den Markt kommt, ist noch unklar.

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 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin, Vogel IT-Medien