Aktueller Channel Fokus:

Gaming & eSports

Data-Loss-Protection

McAfee bremst USB-Sticks aus

06.02.2007 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Bernd Schöne

Mit dem DLP Host zieht jetzt auch McAfee gegen den Datenverlust im Unternehmen zu Felde. Quelle: McAfee
Mit dem DLP Host zieht jetzt auch McAfee gegen den Datenverlust im Unternehmen zu Felde. Quelle: McAfee

Der Markt für so genannte Data-Loss-Protection-Lösungen (kurz: DLP) ist zwar noch jung, aber bereits heiß umkämpft. Zu den jungen Wilden wie Vontu und Websense gesellt sich mit McAfee jetzt ein erfahrenes Security-Firma. Für 40 Euro pro Angestellten bremst die Firma mobilen Speicher aus.

Mit DLP-Programmen können Anwender überwachen, welche User wann wo auf welche Daten zugreifen und diese beispielsweise auf mobile Datenträger kopieren oder per E-Mail verschicken. Je nach Firmenregelwerk und individueller Berechtigung lassen sich diese Vorgänge gestatten, protokollieren oder auch ganz unterbinden.

Damit soll der „unkontrollierte Abfluss“ sensibler Unternehmensinformationen verhindert werden, gegen den etwa gewöhnliche Firewalls keinen oder zumindest keinen umfassenden Schutz bieten. Der Markt wurde bisher von einer Gruppe kleinerer Spezialisten beherrscht, zu denen u. a. Oakley Networks, Vericept, Vontu und Websense zählen.

Größere Security-Anbieter hielten sich auf dem Feld bisher noch zurück – nicht zuletzt deshalb, weil die Entwicklung geeigneter Lösungen zeit- und kostenintensiv ist.

Verstößen gegen Compliance-Vorgaben

Mit dem Einstieg von McAfee hat sich das jetzt schlagartig geändert: Die Nummer 2 unter den Sicherheitsspezialisten bietet ihre neue Software Data Loss Protection Host (DLP Host) künftig als Teil ihres „integrierten Risk-Management-Portfolios“ an, das Anwender vor finanziellen Verluste, Beschädigungen des Markennamens und Verstößen gegen Compliance-Vorgaben bewahren soll.

Die Software besteht aus einem Agenten, der auf dem Desktop oder Laptop installiert wird, alle Dateioperationen überwacht und ggf. unterbindet, sowie einem Logging- und Management-Server, der die betreffenden Aktionen protokolliert, Berichte generiert und zentrale Sicherheitsvorgaben an die einzelnen Endpoints „verschickt“. Die Kopplung von Server- und Agenten-Software soll mehr Sicherheit bieten als DLP-Lösungen, die ausschließlich am Gateway operieren, heißt es im Erfahrungsbericht eines McAfee-Kunden aus Israel.

Happige Anforderungen an die Hardware

Allerdings sind die Hardware-Anforderungen ziemlich happig: Damit alles richtig funktioniert, sollte der Server mindestens mit einem 2,8-GHz-Pentium IV, einem GByte RAM und einer 80-GByte-Festplatte bestückt sein; auf den Client-Systemen sind ein 1-GHz-Pentium III und 512 MB RAM erforderlich. Außerdem müssen Windows 2003 Server Standard Edition bzw. SQL Server 2005 Express Edition (jeweils mit Service Pack 1) sowie Windows XP installiert sein – mit anderen Betriebssystemen kommt die Software (vorerst) nicht zurecht.

McAfee DLP Host ist ab sofort verfügbar. Die Preise richten sich nach der Nutzerbasis, Unternehmen mit 5.000 bis 10.000 Mitarbeitern zahlen umgerechnet etwa 40 Euro pro Kopf.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2002220 / Technologien & Lösungen)