Strategie „Mission 2025“ Materna übernimmt Radar Cyber Security

Von Ira Zahorsky

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Neun Kerngeschäftsfelder bedient der ITK-Dienstleister Materna. Cybersecurity ist eines davon. Bereits im Februar hat die Gruppe den Sicherheitsanbieters Virtual Solution aus München zugekauft. Nun wurde ein weiteres Unternehmen aus diesem Sektor übernommen.

(v. l.) Eugenio Carlon (Materna), Uwe Scariot (Materna) und Dr. Christian Polster (Radar) bei der Vertragsunterzeichnung in Wien(Bild:  Daniel Auer)
(v. l.) Eugenio Carlon (Materna), Uwe Scariot (Materna) und Dr. Christian Polster (Radar) bei der Vertragsunterzeichnung in Wien
(Bild: Daniel Auer)

Ehrgeizige Ziele hat sich die Materna-Gruppe nicht nur mit der „Mission 2025“ gesetzt: Bis dahin will das Unternehmen seine Umsätze auf 700 Millionen Euro verdoppeln und die Zahl der Mitarbeitenden auf mehr als 5.000 weltweit erhöhen. Ambitioniert ist auch das Ziel, einer der führenden Cybersecurity-Anbieter im DACH-Raum zu werden. Im Februar dieses Jahres legte Materna bereits einen Grundstein durch die Akquisition des Security-Anbieters Virtual Solution. Nun forciert der ITK-Dienstleister sein Ziel: Am 23. September 2022 hat Materna mit Radar Cyber Security einen der führenden europäischen SOC-Anbieter zu 100 Prozent übernommen.

Basis für ein SOC

Die Cybersecurity-Plattform von Radar integriert die Technologie für Security Detection und Response sowie alle nötigen Komponenten und bildet damit eine Basis für den Aufbau eines Security Operations Center (SOC) für Unternehmen und Managed Security Service Provider (MSSP). Seit mehr als zehn Jahren bietet das Unternehmen ein SOC as a Service „Made in Europe“ und agiert damit als Ende-zu-Ende-Anbieter sowohl für die Ausstattung von SOCs als auch für die Erbringung von SOC Services.

Cybersecurity-Services und -Beratung aus einer Hand

Mit dem Zukauf von Radar Cyber Security erweitert Materna die Kapazitäten sowie die Lieferfähigkeit in diesem Wachstumsmarkt, erläutert Martin Wibbe, CEO der Materna-Gruppe. „Wir komplettieren unser Portfolio und werden zum End-to-End-Anbieter für Cybersecurity-Services und -Beratung“, so der CEO. „Damit können wir unseren Kunden alle Leistungen aus einer Hand liefern, die sie für die Etablierung einer Cyber-Resilience-Strategie benötigen: Beratung, Analyse, Lösungen und Services“, ergänzt Eugenio Carlon, der bislang den Bereich Cybersecurity bei Materna leitete und nun gemeinsam mit Radar-Mitgründer Dr. Christian Polster die Geschäftsführung übernimmt.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, erklärt Wibbe die Strategie, will Materna „Beratung und Services zunehmend auch mit eigenen Software-Assets“ anbieten. „Ebenso ist es unser Ziel, den Umsatzanteil der Managed Security Services deutlich zu steigern.“ Verschiedene Regularien fordern ausdrücklich die Einrichtung eines SOC beziehungsweise die Nutzung von SOC-Services. Demzufolge ist auch eine starke Nachfrage nach den entsprechenden Managed Security Services zu erwarten. Da trifft es sich gut, dass Radar an seinem Hauptstandort in Wien bereits seit 2016 ein Cyber Defense Center für Managed Services hat, in dem Fachkräfte aus aller Welt zusammentreffen. „Die Kombination des Lösungsangebots aus Cybersecurity und Service-Management ist ein Alleinstellungsmerkmal der Firmen Radar und Materna“, ist Uwe Scariot, der im Vorstand von Materna für die Cross Market Services verantwortlich ist, überzeugt.

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