Azure kann nun auch von Partnern gehostet werden Live von der WPC 2010: Ballmer eröffnet Partnerkonferenz mit Cloud-Song

Redakteur: Sarah Gandorfer

Auf der Worldwide Partner Conference 2010 (WPC 2010) in Washington D.C., schwört Microsoft 9.300 Partner auf seine Unternehmensstrategie ein. An erster Stelle steht für Konzern-Chef Steve Ballmer die Cloud.

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Die weltweite Partnerkonferenz von Microsoft ist jedes Jahr ein großes Spektakel. Zur Microsoft WPC 2010 reisten mehr Teilnehmer denn je in die Hauptstadt nach Washington, um mit dabei zu sein: 9.300 Partner und 3.600 Microsoft-Mitarbeiter. Der Stundenplan für alle Anwesenden ist voll gepackt. Der Vormittag startet mit Keynotes, nachmittags geht es in Workshops oder in die Ausstellungshalle.

Fokusthemen auf dieser Veranstaltung sind Cloud, Windows Mobile 7, die neue Informations-Plattform mit dem Code-Namen „Dallas“ und die Desktop-Management-Software Intunes – nicht zu verwechseln mit Apples Multimedia-Management-Applikation Itunes. Außerdem wurden bereits die Beta-Versionen der ersten Service-Packs von Windows 7 und des Windows Server 2008 R2 verteilt. Auch die Service-Packs stehen ganz im Zeichen der Cloud: Sie haben neue Virtualisierungs-Werkzeuge an Bord, mit denen die Installation einer Private Cloud vereinfacht wird.

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Auf Wolke sieben

Wie wichtig für den Konzern die Wolke ist, zeigt folgende Szene: Kurz bevor Microsoft-Chef Steve Ballmer die Bühne betritt, schafft es der Moderator, die weit über 10.000 Anwesenden in Fußball-Fan-Manier „Cloud, oh cloud“ singen zu lassen. Das ist der richtige amerikanische „Yes-we-can-Spirit“.

Und dass alle gemeinsam das Geschäft mit der Wolke schaffen können, das betont Ballmer anschließend: „Die Cloud bietet neue Möglichkeiten, aber auch Verantwortung. Die Kunden vertrauen uns ihre Daten an, was bedeutet dass wir für die Sicherheit und operative Qualität sorgen müssen.“

Ballmer glaubt allerdings nicht daran, dass durch die Wolke auf der Hardware-Seite nur noch Thin Clients eingesetzt werden. Im Gegenteil: „Die Wolke will smarte Geräte. Das sieht man heutzutage beispielsweise an den neuen Fernsehgeräten, die weit mehr als nur reine Bildübertragung können.“ Ein weiteres Beispiel sei die Microsoft-eigene Spielekonsole Kinect, dem Nachfolger von Natal. Die Steuerung geschieht ohne Eingabegeräte wie Tastatur oder Joystick, rein über die Bewegungserkennung. „Künftig werden diese Smart Devices in der Cloud verankert sein“, ist sich der Konzern-Chef sicher.

Geschäftspotenzial bestätigt

Andreas Hartl, Director des Geschäftsbereichs Server & Tools, Microsoft Deutschland (Archiv: Vogel Business Media)

Was das unter anderem für den deutschen Markt bedeutet, führt Andreas Hartl, Director des Geschäftsbereichs Server & Tools bei Microsoft Deutschland, aus. „Die Anzahl der Kunden die Microsoft-Online-Services benutzen, hat sich innerhalb von drei Monaten auf mehr als 1.500 Unternehmen verdreifacht“, so Hartl in seinem Vortrag auf der Microsoft-Partnerkonferenz. Über die vergangenes Jahr angekündigte Entwickler-Plattform Azure kann er zudem berichten: „Azure wurde im Februar gelauncht und bis Juni konnten wir 130 zahlende Kunden gewinnen. Das zeigt, dass das Interesse da ist.“

Dementsprechend will sich der Konzern in Deutschland aufstellen und in den nächsten 12 Monaten personelle Umstrukturierungen in Richtung Cloud vornehmen. Mehr Mitarbeiter sollen sich damit beschäftigen, das komplette Potenzial auszuschöpfen. „Trotzdem wird unser On-Premise-Geschäft nicht darunter leiden“, verspricht er den Partnern auf der WPC 2010.

Details zu „Azure out of the Box“ und den Updates von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 finden Sie auf der folgenden Seite.

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