157 Millionen Dollar

Lenovo und Fujitsu gründen PC-Joint-Venture

| Autor: Sarah Böttcher

Lenovo und Fujitsu gründen ein Joint Venture.
Lenovo und Fujitsu gründen ein Joint Venture. (Bild: Lenovo)

Lenovo erwirbt für 157 Millionen Dollar die Mehrheit des PC-Geschäfts des japanischen Herstellers Fujitsu.

Lenovo übernimmt 51 Prozent des PC-Geschäfts des japanischen Herstellers Fujitsu für mindestens 157 Millionen Dollar. Die Vermutungen über die Übernahme stehen schon seit über einem Jahr im Raum.

Das Joint Venture wird weiterhin den Namen Fujitsu Client Computing Limited tragen. Der japanische Hersteller hatte die Client-Sparte bereits im Februar 2016 in eine eigene Firma ausgelagert. Fujitsu wird mit 44 Prozent und die Development Bank of Japan (DBJ) mit fünf Prozent an dem Joint Venture beteiligt sein. Im zweiten Quartal 2018 soll die Etablierung der Unternehmenskooperation abgeschlossen sein. Im Fokus der Zusammenarbeit wird die „Forschung und Entwicklung, das Design, die Herstellung und der Vertrieb von Client-Geräten für den weltweiten PC-Markt liegen“, so das Unternehmen. Beide Hersteller möchten durch die Zusammenarbeit ihr Wachstum, ihren Umsatz sowie die Wettbewerbsfähigkeit weltweit ausbauen.

Die Unternehmenskooperation betrifft nur Client-Geräte von Fujitsu. Hierzu zählen Notebook-PCs, Desktop-PCs, Thin Clients und damit zusammenhängende Peripheriegeräte, wie Displays, Mäuse und Tastaturen, so Fujitsu. Der japanische Consumer-Markt wird direkt durch das Joint Venture versorgt, der globale Corporate-Markt wird weiterhin durch Fujitsu bedient. Daher wird sich auch für die Fujitsu-Partner in Deutschland nichts ändern. Laut dem Hersteller bleiben das Angebot an Client-Rechnern der Marke Fujitsu, die damit verbundenen Dienstleistungen und auch die Ansprechpartner bei Fujitsu erhalten. Dazu gehöre auch die Verbesserung und Weiterentwicklung des Select-Partnerprogramms.

Augsburger Standort

Fujitsu wird auch weiterhin Eigentümer der Produktionsstätte in Augsburg bleiben, da sie ja neben Desktop-PCs, Notebooks und Thin Clients auch andere Produkte herstellt. Auch die Mainboard-Fertigung im Augsburger Werk verbleibt bei Fujitsu. Das Augsburger Werk wird Zulieferer und Dienstleister des Joint Ventures werden. Dem japanischen Unternehmen zufolge werden auch in Augsburg keine Veränderungen vorgenommen werden. Weder in der Produktion noch in der Mitarbeiterzahl.

Unruhe im weltweiten PC-Markt

Der PC-Markt macht seit Längerem eine Berg- und Talfahrt durch. Vor allem durch die Zunahme mobiler Devices schrumpft das PC-Geschäft. Im Hersteller-Ranking liegt Lenovo nach Stückzahlen mit einem Marktanteilen von 21,6 Prozent weltweit knapp hinter Spitzenreiter HP (22,8 Prozent), so das Marktforschungsunternehmen IDC. Der Hersteller musste jedoch in acht von zehn vergangenen Quartalen einen Wachstumsrückgang verzeichnen.

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