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Arcserve Storage-Markttrends 2019

Kostenfalle Public Cloud hat zugeschlagen

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Verwaltung gegenwärtiger IT-Infrastrukturen gleicht bisweilen der Navigation durch ein Labyrinth. Nicht wenige Unternehmen greifen daher zur Sicherheit und aus Notwendigkeit auf zwei oder mehr Backup-Lösungen zurück, was die Komplexität aber nur weiter erhöht.
Die Verwaltung gegenwärtiger IT-Infrastrukturen gleicht bisweilen der Navigation durch ein Labyrinth. Nicht wenige Unternehmen greifen daher zur Sicherheit und aus Notwendigkeit auf zwei oder mehr Backup-Lösungen zurück, was die Komplexität aber nur weiter erhöht. (Bild: © jesussanz - stock.adobe.com)

Arcserve, Anbieter von Datenschutzlösungen, prognostiziert für 2019 vor allem drei Trends für den Backup- und Disaster-Recovery-Markt: Kostenprobleme in der Public Cloud, Künstliche Intelligenz und sich selbst verwaltende Service-Dienstleistungen. Die Komplexität von IT-Infrastrukturen und neue Cloud-Technologien werden demnach neue Herausforderungen mit sich bringen.

Das Jahr 2018 war geprägt von Ransomware-Attacken und von der neuen Datensicherungsregelung der DSGVO. Viele Cloud-First-Sicherungsstrategien endeten so mit unerwartet hohen Kosten und einem erhöhten Datenverlust-Risiko. Arcserve sieht die Verantwortlichen und den Markt für Datensicherung und -Wiederherstellungen vor den folgenden Herausforderungen:

Preisexplosion in der Public Cloud

Viele Unternehmen und Organisationen haben sich für Cloud-First-Strategien entschieden, um von mehr Agilität und höherer Skalierbarkeit zu profitieren. Diese sehen sich aber nun mit unerwartet hohen Kosten für die Bewegung und die Wiederherstellung von Daten in öffentlichen Clouds konfrontiert. Daher werden die meisten Unternehmen sich für das Disaster Recovery wieder aus Public Clouds zurückziehen. Stattdessen werden sie hybride Cloud-Strategien bevorzugen und sich für Cloud Service Provider entscheiden, die ein Private-Cloud-Modell mit kontrollierbaren Kosten anbieten, so Arcserve.

KI-basierte Lösungen

Im Umgang und bei der Sicherung von unternehmenskritischen Technologien kommt es immer noch zu Entwicklungssprüngen. In 2019 können Unternehmen mit Datensicherheitslösungen rechnen, die mehr als nur eine Echtzeitsicht auf die Verfügbarkeit von Systemen und Informationen bieten. Sie nutzen vielmehr Künstliche Intelligenz, um ungeplante, auf physikalischen Ursachen basierende Ausfallzeiten vorauszusehen, prognostiziert der Anbieter. Solche Lösungen sollen demnach in dreifacher Weise zu mehr Datensicherheit beitragen: Zum einem lassen sich Prozesse der Datenwiederherstellung automatisieren. Zum zweiten werden die am häufigsten aufgerufenen, für die Funktion verschiedener Anwendungen wichtigsten und unternehmenskritischen Daten intelligent als erste wiederhergestellt. Zum dritten werden Informationen proaktiv in einer Cloud gesichert werden, bevor es zum Systemausfall kommt.

Kostenaspekte fördern Wachstum im Channel

Das As-a-Service-Marktsegment wächst mit hoher Geschwindigkeit. Diese Entwicklung wird sich auch in den nächsten zwölf Monaten fortsetzen, so die Experten von Arcserve. Insbesondere sich selbst verwaltende Disaster-Recovery-as-a-Services werden wichtiger, weil viele Unternehmen den vollen Wert der Cloud als eine Option für die Datenwiederherstellung nutzen wollen – mit geringeren Investitionen als bei verwalteten DRaaS-Diensten. Um diese Nachfrage zu bedienen, sollten Vertriebspartner mehr Selbstbedienungsmöglichkeiten anbieten, um die wachsende Notwendigkeit nach vertraglich garantierten Recovery Time Objectives und Recovery Point Objectives zu bedienen. Zugleich können Vertriebspartner ihr Angebot um zusätzliche Self-Service-Optionen erweitern. So werden sie ihren potenziellen Kundenkreis erweitern – ohne Kundenumgebungen verwalten zu müssen.

Wachsende Nachfrage nach robusteren integrierten Technologien

Die Verwaltung gegenwärtiger IT-Infrastrukturen gleicht bisweilen der Navigation durch ein Labyrinth, so Arcserve. Nicht wenige Unternehmen greifen daher zur Sicherheit und aus Notwendigkeit auf zwei oder mehr Backup-Lösungen zurück, was die Komplexität aber nur weiter erhöht. Eine Umfrage von Arcserve und May Hill Strategies im September 2018 belegt das Problem: Zwei von fünf IT-Entscheidern glauben nicht, dass ihre Aufgabe, geschäftskritische Daten, Systeme und Anwendungen zu schützen, in den letzten fünf Jahren einfacher geworden ist – trotz der technologischen Fortschritte zur Vereinfachung des Datenschutzes.

„Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen sich ernsthaft um Datensicherheit kümmern werden. Und sie werden in gewichtigem Umfang Zeit und Geld investieren, um sicher zu sein, dass sie die richtigen Werkzeuge, Ressourcen und Dienste für den Schutz ihrer unschätzbar wertvollen Unternehmensdaten bereitstellen“, sagt Oussama El-Hilali, VP Products bei Arcserve. „Aber wenn uns 2018 etwas gezeigt hat, dann die Tatsache, dass Unternehmen immer noch besser lernen müssen, wie sie ihre Daten kosten- und arbeitseffizient verwalten. Es wird spannend sein, wie Entscheider die Herausforderungen angehen und stemmen werden, mit denen sie sich jetzt zum Jahresbeginn konfrontiert sehen.“

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