Wachsende Umsätze sind auch im Jahr 2009 machbar

Komplexität spielt der IT-Branche in die Hände

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Der nächste Schub

Nun klopft der nächste Trend an, der die Bildschirmarbeit im Unternehmen für den User einfacher und effizienter, die Implementierung aber erneut komplexer macht. Wieder einmal sind es die Systemhäuser, die aufgrund dieser Entwicklung tendenziell mehr Beraterstunden abrechnen werden. Von den wirtschaftlichen Problemen anderer Branchen ist in diesem Umfeld nichts zu spüren. Dieser Trend besteht darin, dass Product Lifecycle Management (PLM) im Mittelstand Fuß fasst, die Kundenbasis größer wird und gleichzeitig auch hier immer komplexere Gesamtlösungen entstehen.

Bei Product Lifecycle Management (PLM) werden alle Daten aus der Entwicklung, Produktion, Lagerhaltung und dem Vertrieb eines Produkts einheitlich gespeichert, verwaltet und abgerufen. Die gemeinsame Datenbasis beeinflusst wiederum jeden einzelnen Wertschöpfungsprozess rund um das Produkt. In der Planung beeinflusst das PLM die Bereiche PPS (Produktionsplanungs- und Steuerungssystem) sowie ERP.

In Sachen Konstruktion wird CAD (Computer Aided Design) eingebunden, bei der Berechnung spielt die Software für CAE (Computer Aided Engineering) mit hinein. Und in der Fertigung greift das CAM-System (Computer Aided Manufacturing) auf die gemeinsame Datenbank im PLM zu. Außerdem werden noch die Daten aus dem Controlling, dem Vertrieb und dem Service eingebunden, für die Gesamtschau vom Entstehen bis zum Recycling eines Produktes. So merken Konstrukteure beispielsweise aufgrund gehäufter Service-Fälle, wenn es immer wieder Probleme bei einem bestimmten Bauteil gibt. Grund genug, sich diesen Abschnitt bei der Folgeversion noch einmal genau anzuschauen. »Vorhandene Informationen auch nutzen« lautet also die Devise.

Kompleität nimmt zu dank PLM

PLM-Lösungen scheinen sogar einen noch größeren Hunger nach Insellösungen zu haben: Mechanical CAD, Belastungstests, Digital Factory Design, Handbucherstellung, Anforderungsmanagement, Projekt-, Portfolio-, Komponenten-, Anbieter-, Produktdaten-, Konfigurations-, Content-, Workflow- und Quality-Management sowie System Engineering wurden bereits ins PLM integriert.

Wer denkt, das wäre doch nur etwas für die großen Player vom Schlage einer EADS, MAN oder BMW, der irrt inzwischen. Langsam aber sicher rutschen PLM-Strategien die Kundenpyramide von der Zielgruppe der Großunternehmen herunter zu den Mittelständlern.

Ein Indikator dafür ist beispielsweise, dass Microsoft den PLM-Ansatz in seine »Infrastruktur für Collaboration«, die Windows Sharepoint Services integriert hat. Die Sharepoint Services, die über einen Sharepoint Server abgebildet werden, sollen damit auch im Rahmen der Produktentwicklung nach einem PLM-Ansatz nutzbar werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der PLM-Anbieter PTC, der nach und nach mehr Mittelständler als Kunden gewinnt.

PTC hat vor zwei Jahren ein Pilotprojekt mit Microsoft gestartet, bei dem dessen so genannte Windchill-Technologie in das Sharepoint-Konzept eingebunden wird. Konkret geht es um den Zugang zu den strukturierten Daten aus der Entwicklung, wie sie im Rahmen einer PLM-Strategie gehortet werden. Aus dem Piloten wurde ein breit angelegtes Entwicklungsprojekt »in sehr enger Abstimmung mit Microsoft«, wie man bei PTC betont. Das Produkt »Windchill Productpoint« ermöglicht es, via Sharepoint strukturierte Daten verschiedener CAD-Systemen zu verwalten.

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