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Digitalisierung, IoT, 5G, Security Kleine Unternehmen rücken bei Cisco in den Fokus

Autor: Sylvia Lösel

„Zwischen heute und morgen, zwischen Technologie und Menschen spannen wir die Brücke“. Dieser Slogan von Cisco spiegelt wider, wohin sich das ehemals reine Netzwerk-Unternehmen entwickeln möchte. Da spielen Software und Services eine große Rolle, aber auch kleine Unternehmen und die Digitalisierung als übergeordnete Instanz.

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Bei der Digitalisierung von Unternehmen möchte Cisco eine gewichtige Rolle spielen.
Bei der Digitalisierung von Unternehmen möchte Cisco eine gewichtige Rolle spielen.
(Bild: by-studio - stock.adobe.com)

Kleine Unternehmen rücken in den Fokus von Cisco. Auf seinem Partnersummit hat der Netzwerkriese zahlreiche Investitionen für diese Zielgruppe angekündigt. Mit den neuen Produkten unter der Marke „Cisco designed for Business“ hat das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco ein Portfolio speziell für Kleinunternehmen geschaffen. Zu den Neuzugängen gehören hier zum Beispiel Wireless Access Points, ein Meraki Go Full-Stack und ein neuer Catalyst 1K Switch, der einen erschwinglichen Einstieg in die Netzwerkinfrastruktur möglich machen soll. Aber es sind nicht nur die Produkte, sondern auch zahlreiche andere Investitionen, die diese Zielgruppe für Partner attraktiv machen soll.

Neue Zielgruppe

„Das Ziel von Cisco ist es, kleinen Unternehmen Zugang zu den gleichen Technologiefunktionen zu ermöglichen, wie unseren Konzernkunden, aber auch ein Gleichgewicht zwischen Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit herzustellen“, erläutert Marc Monday, Global Head of Small Business bei Cisco. Und um diese zu erreichen, braucht man die Partner, die durch neue Bausteine im Partnerprogramm Anreize erhalten, verstärkt die Zielgruppe der kleinen Unternehmen zu adressieren.

Neue Bausteine sind:

  • Virtual Demand Center: schnellere Reaktionszeiten und direkter Zugang zu Fachwissen
  • Perform Plus Incentive: vierteljährliche Rabatte für Partner, deren Fokus auf KMUs liegt
  • Cloud- und Managed-Services-Express-Programm: richtet sich an MSPs, die an Kleinunternehmen verkaufen
  • X-Sell: Vertriebsgemeinschaft von Partnern mit Schulungsmöglichkeiten
  • Optimierte Deal-Registrierung: verkürzte Genehmigungszeiten für Geschäftsabschlüsse

Das Potenzial für diesen Markt beziffert die deutsche Channel-Chefin Jutta Gräfensteiner auf rund eine Milliarde Dollar. Anreiz genug, hier aktiv zu werden. Daher fokussiert sich Cisco nun verstärkt auf den Small-Business-Bereich. Speziell dafür habe man das richtige Produktportfolio, den richtigen Marketing-Ansatz, vereinfachte Prozesse, die richtigen Partner und eine dedizierte Vertriebs-Organisation ist sich Gräfensteiner sicher. „50 Prozent der Programminvestitionen gehen in das Small- und Mittelstands-Segment“, betont sie die Wichtigkeit, die dieser Markt für Cisco habe.

Die eigene Transformation

Doch es ist nicht nur eine neue Zielgruppe, die Cisco im Visier hat. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren, wie so viele andere auch, von einer reinen Hardware-Company hin zu einem Anbieter von Software und Services entwickelt. Zwar betont der Deutschlandchef Uwe Peter, dass „wir auch zukünftig Hardware verkaufen werden“, doch die Schwerpunkte setzt man auf Applikationen, Security, Collaboration und die Transformation der Infrastruktur – Stichwort: Multicloud.

Alles Themen, die im Rahmen der Digitalisierung unverzichtbar sind. Und diese, so Peter, sei „ein Muss für Deutschland. Wenn wir die Digitalisierung nicht hinbekommen, wird die Wirtschaft Schaden nehmen“, ist der Manager überzeugt. „Die Chance für Deutschland liegt darin, heute verfügbare Technologie zu nutzen, um unsere Weltmarktführer in ein neues Zeitalter zu führen. Wir brauchen mehr Vorstellungskraft, wie das gelingen kann.“ Untrennbar mit der Digitalisierung verbunden sind Themen wie eine durchgängige Security-Strategie, die Vernetzung über 5G oder WiFi, die Automatisierung der Netze sowie die Zusammenführung aller vorhandenen Systeme mittels Managementplattformen. „Die Industrie muss IT denken und bereits Vorhandenes zusammenführen“, so Peter.

Damit Partner für diesen Weg gut gerüstet sind, hat Cisco weitere Schwerpunkte im Partnerprogramm gesetzt:

  • DevNet-Zertifizierung: honoriert Erfolge bei Automatisierung und digitaler Transformation
  • DevNet-Career-Zertifizierung: zusätzlicher Gold-Status
  • Honorierung für Partner, die Lösungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg umsetzen
  • Solution-Starter-Programm: soll Partner dazu motivieren, Software-Aktivierungen besonders im Bereich Security bei den Kunden umzusetzen
  • Solution Support: Kundenservice auf Lösungs- statt auf Produktebene
  • drei neue Managed Services: Managed Detection and Response, Managed Secure SD-WAN und UC Manager Cloud
  • Business Critical Services 3.0: Knowhow, Analysen und Insights, um Kunden bei ihrer Transformation zu unterstützen

Und so spiegelt sich nun auch im Partnerprogramm das wider, was auch im Portfolio zu finden ist: die Hinwendung zu Software und Services.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin