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Enterprise+-Programm für ausgewählte Partner Juniper will mit Unternehmenskunden wachsen

Autor: Sylvia Lösel

Das Enterprise-Segment steht bei Juniper im Fokus. Der Netzwerkspezialist, der vor allem im Carrier-Bereich groß geworden ist, setzt auch hierzulande auf neue Anreize im Partnerprogramm und weitet seine Distributionslandschaft aus.

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Weniger Nebel im Netzwerk – mit der „Mist“-Plattform bringt Juniper Licht ins Dunkel.
Weniger Nebel im Netzwerk – mit der „Mist“-Plattform bringt Juniper Licht ins Dunkel.
(Bild: Peter - stock.adobe.com)

Knapp 100 Partner weltweit und bislang sechs aus der DACH-Region sind Teil des neuen Enterprise+-Programms von Juniper. Mit SVA, Bechtle und Axians gehören auch drei Schwergewichte dazu, aber auch kleinere Select- und Elite-Partner sind mit an Bord. Dazu zählen HCD, Circular und in der Schweiz NGworx. „Wir haben die Partner danach ausgewählt, ob sie das Potenzial haben, den Markt zu bedienen und von der Geschäftsführung der Wille da ist, in Juniper zu investieren“, erläutert Marcus Ulonska, Channel-Chef der DACH-Region die Auswahlkriterien. Mit im Bunde sind auch Partner, die einen starken regionalen Auftritt haben. Ziel des Programms sei es, die Positionierung und den Vertrieb im Enterprise-Segment zu erleichtern. „Noch vor drei Jahren hatten wir weniger als eine Hand voll Partner, die vor allem die großen TK-Anbieter bedient haben“, führt der Manager weiter aus. Um das Momentum zu verstärken, hat Juniper in Deutschland auch in das eigene Team investiert und die Mitarbeiterzahl dort verdoppelt. „Gerade in der Krise jetzt ist deutlich geworden, dass es Investitionslücken gibt – bei Unternehmen, aber auch bei öffentlichen Auftraggebern. Das ist ein wachsender Markt und hier sehen wir für unsere Partner noch große Wachstumschancen“, ist Ulonska überzeugt.

Partnerunterstützung fußt auf mehreren Säulen

Im Rahmen des Programms startet Juniper beispielsweise in Kürze eine Marketingkampagne zum Thema Thema „AI-driven Enterprise“ zur Leadgenerierung. Zudem hat der Hersteller erkannt, dass Schulungen und Trainings essenziell sind. „Wir müssen die Partner mit auf den Weg nehmen. Wir haben Schulungen aufgesetzt, es gibt Best Practices, Dokumentationen, Präsentationen und Handreichungen, wie man beispielsweise bei Kunden den Bedarf ermittelt“, führt der Channel-Chef aus. Zudem hat jeder Enterprise+-Partner einen ausgewiesenen Ansprechpartner bei Juniper. So soll eine intensivere Vernetzung möglich werden, in die auch die Distribution eingebunden ist.

Auch Westcon vermarktet nun „Mist“

Und auch hier hat Juniper jetzt nachgelegt und Westcon die Vermarktung des Lösungsportfolio von Mist Systems in der EMEA-Region übertragen. Bislang war in diesem Segment der Distributor Nuvias alleine unterwegs. „Man muss sich ja immer überlegen, ob man mit einem Standbein richtig aufgestellt ist“, kommentiert Ulonska die Erweiterung der Juniper-Distributionslandschaft. „Der Netzwerkmarkt ist im Umbruch. Der Traffic nimmt rasant zu, immer mehr Dienste werden drahtlos bereitgestellt – und die Unternehmen müssen feststellen, dass sich die Anforderungen von heute nicht mit zehn Jahre alten Konzepten abbilden lassen“, erklärt Jörn Kraus, Manager Presales bei Westcon Security. „Mist Systems beantwortet diese Herausforderungen mit einer lernenden, KI-basierten Cloud-Plattform. Die Lösung ist in der Lage, Traffic über alle drahtlosen und drahtgebundenen Endpunkte hinweg granular zu monitoren – und nutzt agile Mikroservices und anonymisierte Analysen, um das Netz dynamisch zu optimieren. Das ist eine extrem spannende Technologie, und wir freuen uns sehr darauf, mit unseren Partnern in die Vermarktung zu starten.“ Westcon hat weltweit seit Jahren Juniper-Lösungen im Portfolio. In Deutschland managt der VAD das Juniper-Geschäft mit einer fünfköpfigen Mannschaft unter Leitung von Stefan Bontenackels. Dieses Team zeichnet nun auch für die Vermarktung von Mist Systems verantwortlich. Die Sales- und Technikexperten stehen Channelpartnern in allen Phasen der Projekte zur Seite. Dabei bietet der VAD ein breites Portfolio, das neben klassischen und logistischen Dienstleistungen auch maßgeschneiderte Finanzierungsservices umfasst.

Was ist „Mist“?

Mist Systems wurde 2014 gegründet und 2019 von Juniper gekauft. Seitdem integriert Juniper die Cloud-basierte KI-Engine in sein Portfolio und entwickelt sich vom Carrier-zentrischen Hersteller immer mehr in Richtung Unternehmenskunden. Die Mist-Engine analysiert anonymisiert das Verhalten von Benutzern, Geräten und Anwendungen und passt die Konfiguration sowie die Prozesse anhand dieser Ergebnisse an. Auf diese Weise ist Mist in der Lage, Netzwerk-Abläufe dynamisch zu optimieren, Probleme aktiv zu beheben sowie Trends und Anomalien frühzeitig zu identifizieren. Sämtliche Analysen und Anpassungen erfolgen dabei in Echtzeit, da die gesamte Plattform auf einer Mikroservices-Architektur basiert. Mit Marvis stellt Juniper Mist darüber hinaus einen virtuellen, KI-gestützten Netzwerkassistenten für Helpdesks und Netzwerkadministratoren zur Verfügung.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin