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Juniper setzt auf Mist, Contrail Insights und im Partnerprogramm auf KI

| Autor: Sylvia Lösel

Das „selbstfahrende“ Netzwerk soll Realität werden, wenn es nach Juniper geht.
Das „selbstfahrende“ Netzwerk soll Realität werden, wenn es nach Juniper geht. (Bild: kinwun - stock.adobe.com)

Analyse- und Managementplattformen sind aus dem Netzwerkbetrieb nicht mehr wegzudenken. Dank KI und Cloud stehen vielfältige neue Möglichkeiten zur Überwachung und Problembehebung zur Verfügung. Juniper hat sein Portfolio nun um die KI-Funktionen von Mist erweitert und auch das Partnerprogramm angepasst.

Die Übernahme des KI-Experten Mist Anfang des Jahres führt bei Juniper nun zu Änderungen im Partnerprogramm sowie zu einigen Neuerungen auf der Produktseite. Denn mit intelligenten Tools und entsprechender Partnerunterstützung will der Hersteller am wachsenden Cloud-Markt ordentlich partizipieren. IDC prognostiziert ein Anwachsen der Cloud-Ausgaben von 229 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 500 Milliarden bis 2023.

KI vereinfacht Netzwerkbetrieb

Dank der KI-Engine sowie der Microservices-Cloud von Mist wird das Netzwerk zunehmend autonom. Juniper hat nun mit Wired Assurance Service und Marvis Actions zwei neue Komponenten auf den Markt gebracht, die die Entwicklung in diese Richtung vorantreiben – sowohl für kabelgebundene als auch für drahtlose Netzwerke.

„Der Schlüssel zum Erfolg im heutigen Netzwerkbetrieb – gemessen an reduzierten Betriebskosten, gesteigerter Mitarbeiterproduktivität, zuverlässiger Netzwerkleistung, einheitlichem kabelgebundenem und -losem Management – besteht darin, Fortschritte in die Management-Technologien zu integrieren. Mist und Juniper wenden für ihre skalierbare Cloud-basierte Plattform fortschrittliche KI-, Machine Learning-, Automatisierungs- und sogar natürliche Sprachfähigkeiten an. Die bedeutet, dass das Self-Driving Network endlich da ist,“ gibt Craig Mathias, Principal der Farpoint Group eine Einschätzung ab.

Der neue Cloud-Abo-Dienst mit dem sperrigen Namen Mist Wired Assurance Service transportiert die Messdaten der Junos Switches in die Cloud und dort zur KI-Engine, die diese analysiert. Das hilft im Bedarfsfall die Reparaturzeiten kurz zu halten, die Abläufe zu vereinfachen und für eine bessere Transparenz zu sorgen. Weitere Vorteile für die IT-Verantwortlichen sind:

  • anpassbare Servicelevel hinsichtlich der Leistungsmessung von IoT-Endpunkten
  • Anomalie-Erkennung und Benachrichtigung der Administratoren bei Auffälligkeiten
  • sprachgesteuerte Fragestellungen
  • automatisierte Gegenmaßnahmen nach Identifizierung von Fehlerursachen

Für mehr Übersicht sorgt das neue Dashboard der KI-Engine Marvis, auf dem Analysen und empfohlene Maßnahmen bei Problemen im Netzwerk angezeigt werden. Auch Switches von Drittanbietern können dort eingebunden werden.

Contrail Insights

Für Private-Cloud-Rechenzentren bietet Juniper nun mit Contrail Insights ebenfalls ein Dashboard an, das die Vorgänge in der Netzwerk- und Server-Landschaft sowie der Workloads darstellt. Zu den neuen Funktionen gehören:

  • Historische und Echtzeitdaten mit Blick auf das gesamte Rechenzentrum und Lokalisierung von Problemen
  • Fehlersuche und -analyse: Reduktion von Netzwerküberlastungen und Ressourcenkonflikten
  • Overlay- und Underlay-Korrelation: durch Abbildung der virtuellen Workload-Infrastruktur kann bis auf die physische Ebene Ursachenforschung betrieben werden

Ergänzendes zum Thema
 
Mist Systems

Änderungen im Partnerprogramm

Passend zu den Neuerungen im Produktportfolio hat Juniper das Partnerprogramm modifiziert beziehungsweise um einige Elemente ergänzt. Man wolle Partner dabei unterstützen, die Chancen zu nutzen, die KI für ihre Kunden bietet. Dazu legt der Hersteller den Fokus auf Software-basierte Umsatzmodelle, ein neues Managed-Services-Programm, neue Vertriebs- und Technikschulungen.

„Unser Plan ist es, durch unsere Investitionen auch im Jahre 2020 unseren Partnern zu helfen, das Wachstum durch Neugeschäft und die Erweiterung ihre Kundenbasis voranzutreiben und gleichzeitig auf Einfachheit zu achten“, erklärt Helda Lopes, Head of Global Partner Programs bei Juniper.

Folgende Änderungen sind vorgesehen:

  • Juniper-Mist-Spezialisierung: ermöglicht es Partnern, KI-Lösungen für Unternehmen in Form von SaaS- und Managed Services bereitzustellen. Partner können ihre Spezialisierung auf Basis ihrer Wettbewerbsdifferenzierung und ihrer Geschäftsmodelle auswählen.
  • Incentives und Rewards: Diese konzentrieren sich auf Mist und Juniper-Lösungen. Darüber hinaus bieten sie zweistellige Rabatte auf Wachstumstechnologien wie Software, Cloud und SD-WAN. Juniper investiert in Partner, die technisches, Vertriebs- und Services-Knowhow aufbauen. Beim Ausbau desselben, gibt es weitere Rabatte.
  • Demand Creation: Programme und Kampagnen sowie gemeinsame Marketingfonds, um die Neugeschäftsnachfrage zu steigern und bestehende Kunden-Accounts auszubauen. Juniper Partner erhalten Zugang zu On-Demand-, anpassbaren und komplett vorgefertigten Marketing-Kampagnen, die sich auf differenzierte Produktlösungen und gezielte vertikale Segmente im Enterprise-Markt konzentrieren.
  • Vertriebsaktivierung: Um Partner dabei zu unterstützen, ihre Expertise in Segmenten wie KI, Cloud und Managed Services auf- und auszubauen, bietet Juniper ein neues Curriculum für die Vertriebsunterstützung an, um so den Erfolg von Partnern zu beschleunigen.
  • Plattform-Verbesserungen: Eine neue Partner Relationship Management (PRM)-Plattform mit Onboarding-Funktionalität, Business- und Kontaktmanagement sowie Echtzeit-Compliance und Incentive-Status
  • Optimierter Prozess: neu gestaltetes Partnerportal, Vereinfachung des Marketing-Fond-Programmes sowie optimierte Anforderungen an die Weiterbildung der Partner
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