Netze im New Normal Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen

Autor: Ann-Marie Struck

Dass eine globale Pandemie einmal Geschäftsprozesse in Unternehmen grundlegend verändern wird, hätte wohl niemand vorhersehen können. Jetzt ist die Zeit den Grundstein für das „New Normal“ zu legen – und dieses beginnt mit dem Netz.

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Die Zukunft der Arbeitswelt ist hybrid. Grundlage dafür ist eine sichere und stabile Infrastruktur.
Die Zukunft der Arbeitswelt ist hybrid. Grundlage dafür ist eine sichere und stabile Infrastruktur.
(Bild: Peera - stock.adobe.com)

Die derzeitige Coronakrise wird schon jetzt von vielen Experten als ein Katalysator für die Digitalisierung bezeichnet. Immerhin hat sie einige Prozesse in Unternehmen beschleunigt, wie beispielsweise die Einführung des modernen Arbeitsplatzes. Und laut der „Workforce of the Future“ von Cisco soll der Modern Workplace auch nach der Pandemie bleiben. Mitunter waren Netzwerke von einer erhöhten Auslastung durch den Umzug von tausenden von Mitarbeitern in das Homeoffice sowie die vermehrte virtuelle Kommunikation ausgelastet.

Nach Angaben der Deutschen Telekom stieg der Datenverkehr im März und April massiv an, sei aber jederzeit stabil geblieben. Falko Binder, Head of Enterprise Networking bei Cisco Deutschland, sieht als Grund dafür vor allem die gestiegene Nutzung von Videokonferenzen und erzählt: „Für unsere Collaboration-Plattform Cisco Webex haben wir im April eine massiven Nutzeranstieg verzeichnet, von insgesamt 25 Milliarden Minuten weltweit.“

Falko Binder, Head of Enterprise Networking bei Cisco Deutschland
Falko Binder, Head of Enterprise Networking bei Cisco Deutschland
(Bild: Cisco)

Herausforderungen an Unternehmensnetze

Dabei waren nicht alle Unternehmen gleich gut auf den Umzug der Belegschaft an den heimischen Schreibtisch ausgerüstet. Die Bilanz sei laut Binder gemischt. Diejenigen Firmen, die sich schon vor der Krise mit Automatisierung und ortsunabhängigem Zugang zum Firmennetzwerk beschäftigt hätten, kamen mit der kurzfristigen Umstellung deutlich besser zurecht. Andere Unternehmen wurden jedoch „kalt“ erwischt, wie Binder berichtet, da ihre Remote-Infrastruktur nur bis zu einem geringen Prozentsatz der Mitarbeiter auf die neue Situation vorbereitet waren.

Folglich ist nun die Zeit zu handeln, denn eine Rückkehr zum alten Status Quo wird es dem Manager zufolge nicht geben. Schließlich haben sich hybride Arbeitsmodelle als funktional erwiesen und werden sich nun auch langfristig durchsetzten. „Die größte Herausforderung für Unternehmen liegt also darin, Remote Work fest im Arbeitsleben zu implementieren – weg von halbfertigen Übergangslösungen“, erklärt Binder.

Jedoch werden Netzwerke dadurch immer komplexer, sodass manuelle Prozesse zunehmend abgeschafft werden sollten. Demnach sind Binder zufolge neue Kernanforderungen an Netzwerke die Automatisierung, die zentralisierte Steuerung der Security-Infrastruktur sowie die Erweiterung von Video- und Collaboration-Lösungen.

Netze jetzt aufrüsten

Das Angebot von Cisco umfasst alle Bereiche, um Netzwerke fit für das „New Normal“ zu machen, vom Netzwerk über Collaboration bis hin zur Security. Letzteres war schon vor der Krise für viele Unternehmen eine Herausforderung. Doch spätestens jetzt ist eine sichere Netzwerk-Security zwingend notwendig, wie Binder berichtet: „Der klassische Perimeterschutz, in dem sich Sicherheit ausschließlich darauf fokussiert, die Außengrenze durch Firewall & Co. zu schützen, hat endgültig ausgedient. Die Erkennung und Nachverfolgung von Anomalien muss daher für IT-Verantwortliche ein größeres Gewicht erhalten: E-Mails abzusichern und DNS-Resolver einzusetzen, um schädliche Domains zu erkennen und verdächtige Bewegungen aufzudecken.“

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

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Redakteurin, Vogel IT-Medien