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Studie von Eco und ADL Industrial-IoT-Umsatz lässt Deutschland glänzen

Autor: Sarah Nollau

In Sachen Industrie 4.0 liegt Deutschland im internationalen Vergleich vorne. Die Automobilindustrie verzeichnet das größte Wachstum. Wichtig für die Zukunft ist es, in Industrial-IoT-Ökosysteme einzusteigen, um voneinander profitieren zu können.

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Eine hohe Roboterdichte und die breite Industriestruktur sind laut Studie hervorragende Voraussetzungen für die Etablierung des Industrial IoT.
Eine hohe Roboterdichte und die breite Industriestruktur sind laut Studie hervorragende Voraussetzungen für die Etablierung des Industrial IoT.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Eine aktuelle Studie von Eco und Arthur D. Little (ADL) prognostiziert eine Verdoppelung des Industrial-IoT-Umsatzes bis zum Jahr 2022. Der Umsatz würde mit einem jährlichen Wachstum von 19 Prozent 2022 16,8 Milliarden Euro erreichen.

Podiumsplatz für Deutschland

Unter den sieben untersuchten Marktsegmenten kann den größten Anstieg pro Jahr die Automobilwirtschaft mit 20,2 Prozent verzeichnen. Einen weiteren Löwenanteil macht der Maschinen- und Anlagenbau mit 18,9 Prozent aus. Beide Segmente bilden damit die Hälfte des kompletten deutschen Industrial-IoT-Marktes.

Im internationalen Vergleich kann sich Deutschland sehen lassen. Laut Studie reiht es sich in die größten Industrie-4.0-Märkte weltweit ein. Zwei Gründe dafür sind die hohe Roboterdichte und die breite Industriestruktur. In den kommenden Jahren steht die Industrie vor der Aufgabe, analoge Produktions- und Lieferprozesse weiter zu digitalisieren. Dies mag für Industrie und den Mittelstand unbequem und schmerzhaft sein, so Lars Riegel, Principal bei Arthur D. Little. „Industrial IoT erfordert ein Neudenken der zentralen Wertschöpfungsprozesse oder gar des gesamten Geschäftsmodells. Langfristig sichern diese Maßnahmen aber die Position der deutschen Industrie im globalen Wettbewerb.“

Kooperationen bilden

Eine Auswirkung, die Industrial-IoT-Lösungen mit sich bringen, ist die Flexibilität für Unternehmen. Diese erhöht sich mithilfe von IoT bis zur Auslieferung. Auch As-a-Service-Geschäftsmodelle sind weiterhin stark im Kommen: „Unternehmen wünschen sich individuell zugeschnittene Lösungen mit niedrigem Investitionsbedarf“, so Lars Riegel. Er rät Anbietern, eine klare Strategie in Bezug auf Portfolio-Tiefe und Kooperation mit geeigneten Partnern festzulegen.

Wichtig für Unternehmen ist allerdings ebenfalls, industrieübergreifende Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen und so ein Industrial-IoT-Ökosystem aufzubauen. Nur so wären sie in der Lage, die rund 30 Kompetenzen, die die IoT-Lösungen erfordern, abzudecken. Ein weiteres Stichwort soll dabei Security sein. Um Datenmengen für die Zusammenarbeit austauschen zu können, bedarf es des richtigen Schutzwalls, um Sicherheitslücken zu schließen und Fernzugriffe zu kontrollieren.

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Über den Autor

 Sarah Nollau

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Redakteurin