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Igel Technology ist jetzt Software-Hersteller

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Igel Technology begreift sich selbst als Software- statt Hardware-Hersteller.
Igel Technology begreift sich selbst als Software- statt Hardware-Hersteller. (Bild: © DragonImages - stock.adobe.com)

Projekte gewinnen Igel-Partner nicht über die Hardware, sondern über die Software. Daher will man sich bei dem Unternehmen sukzessive als Software-Hersteller aufstellen. Channel-Chefin Patrizia Fioretti erläutert, was das konkret für Igel, Distributoren und den Channel bedeutet.

80 Prozent der Umsätze von Igel Techno­logy sind Hardware-Umsätze. „Allerdings geht diese Rechnung so nur auf, weil wir bislang die Software einfach als Bestandteil der Hardware ausgeliefert haben. Die Entkopplung von Soft- und Hardware wird dies ändern“, so Patrizia Fioretti, Director Channel Sales, Igel Technology. Auf der hauseigenen Messe für Reseller und Endkunden, der Disrupt, wurde das neue Konzept ­vorgestellt (siehe Bildergalerie). Das Prinzip: Künftig kaufen Igel-Kunden Hardware in Form von Thin Clients – die Range reicht im Portfolio von UD2 bis UD7 – oder Produkte von einem anderen Hersteller. Darauf setzt das Igel-Betriebssystem in Form der Workspace-Edition als Kauflizenz auf, mit einem, drei oder fünf Jahren Maintenance.

Igel OS 11

Die Workspace-Edition enthält neben dem Igel OS unter anderem auch Multimedia Codecs und das Igel Management Interface. Im Subscription-Modell gibt es auf dieser Grundlage darüber hinaus eine Enterprise-Edition. Darin enthalten sind Tools wie das Igel Cloud Gateway zur Cloud-Orchestrierung oder der Asset Inventory Tracker, zur Geräteverwaltung über die Igel-Management-Konsole, Custom Partitions, Shared Workplace und weitere MDM-Funktionalitäten. Die auf Igel OS 11 basierende Workspace Edition soll Enduser-Computing-Umgebungen standardisieren, verwalten und schützen. Die Hardware ist von der Software auf Basis flexibler und transferierbarer Software-Lizenzierungsoptionen entkoppelt.

So gewinnt man Deals

Patrizia Fioretti, Director Channel Sales, Igel Technology
Patrizia Fioretti, Director Channel Sales, Igel Technology (Bild: Igel Technology)

„Software war schon immer unser Alleinstellungsmerkmal“, so Fioretti und erläutert diese Aussage: „Wir gewinnen die Deals realistisch betrachtet nicht mit Hardware, sondern mit Software. In der Praxis sind große Endkunden häufig mit Rahmenverträgen an Hardware-Hersteller wie Dell oder HP et cetera gebunden, die unsere Partner dann softwaremäßig in eine Igel-Umgebung einbetten.“ Vor diesem Hintergrund will man sich künftig folgerichtig als Software-Anbieter aufstellen und löst im Rahmen des neuen Lizenzmodells die Hardware von der Software. „Software first“, lautet die firmenweite Devise.

Erste Änderungen

Die Neuaufstellung als Software-Company mit MSP-Fokus wird auch in der Partnerlandschaft viel verändern, weiß die Channel-Chefin. „Vor diesem Hintergrund finden derzeit viele Gespräche mit Partnern statt.“ Im Rahmen eines Partner-Panels will man herausarbeiten, wie Igel als Unternehmen selbst sowie die Distributoren und die Channel-Partner in die neue Zeit überführt werden können.

Eine Neuerung steht schon fest: „Bisher mussten sich unsere AIPs, die Authorized Igel Partner, einmal im Jahr rezertifizieren. Künftig fahren wir den Ansatz, dass die ­Rezertifizierung nur noch dann nötig ist, wenn es echte inhaltliche Veränderungen gab“, so Fioretti.

Der Igel-Channel

Hierzulande hat Igel circa 1.300 kaufende Partner. Etwa 350 davon sind zertifizierte AIPs, und rund 20 Partner fallen in die ­Kategorie Gold- oder Platin-Partner. Die Platin-Partner sind Bechtle und Cancom. Eine Neuerung für die Distributoren ADN, Arrow und Vanquish steht auch schon fest. Sie werden künftig mehr in die die Schulung der Partner eingebunden.

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