Island, Chromium, Citrix Enterprise Browser und Edge for Work Igel: Dokumenten- und Rechtemanagement per Enterprise Browser

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Neues Logo, neues Lizenzmodell, neue technologische Ansätze – bei Igel Technology tritt man nicht auf der Stelle. Konstant bleibt man beim Grundsatz, Angriffsflächen zu minimieren. Der CTO und Managing Director Matthias Haas erläutert die Marschroute des Enterprise-OS-Herstellers.

Igel reagiert auf den Höhenflug der Enterprise-Browser.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Igel reagiert auf den Höhenflug der Enterprise-Browser.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Kaum ein Markt ist so schnelllebig und ständigen Änderungen unterworfen wie die IT-Branche. Auch Igel beschreitet stets neue Wege, wie Matthias Haas, CTO und Managing Director bei Igel Technology, subsumiert. „Zum einen haben wir 2024 ein Rebranding vorgenommen, mit einem neuen, klareren Logo. Zum anderen tut sich auch technologisch sehr viel“, so Haas. So komme Igel klassisch aus dem VDI-­Umfeld, bespielte aber stets die Segmente Desktop as a Service und Windows 365. In letzter Zeit – teilt der Igel-Chef seine Beobachtungen – reift der Trend hin zu SaaS-Lösungen, also zu einem Browser-­basierten Arbeiten, der auch an Igel nicht spurlos vorbei geht. Vor diesem Hintergrund werden starke Partnerschaften mit Anbietern von Enterprise-Browsern geschlossen und gepflegt.

Enterprise-Browser werden wichtiger

„Neben Chromium, dem Citrix Enterprise Browser und Edge for Work von Microsoft ist das auch der Anbieter Island mit seinem auf das Enterprise-Segment ausgelegten Browser“, so Haas. Hier spielen on Top zu den herkömmlichen Browser-Funktionen verschiedene Berechtigungs- und Dokumentenmanagement-Funktionen für das Geschäftsumfeld eine Rolle, aber auch das Thema ­Eingabekontrolle. Beispielsweise können personenbezogene Informationen wie eine Sozialversicherungsnummer per Pattern Matching erkannt und verhindert werden, dass diese per Copy-and-Paste – beispielsweise an ChatGPT – gesendet werden.

Dieser Trend sei kein Entweder-oder-Trend, es gebe nur zunehmend moderne Browser-Applikationen. „Allgemein könnte man vielleicht formulieren, dass bestehende Windows-Applikationen im Geschäftsumfeld zunehmend ins Datacenter wandern und in SaaS-Manier ausgespielt werden. Neue Apps hingegen werden zunehmend als native SaaS-App entwickelt“, so der Manager.

Mictosofts „Akzeptanzerhöhungsmaßnahmen“

Microsoft reagiere auf diesen Trend, beispielsweise mit Windows in der Cloud, also Windows 365. Igel reagiert darauf, indem den Kunden Wahlfreiheit ermöglicht werden soll. „Um die Akzeptanz von SaaS Applikationen bei den Usern zu erhöhen, haben unsere Kunden die Möglichkeit, die Nutzung dieser Applikationen vom Browser zu entkoppeln und als sogenannte Progressive Web-Apps zu verteilen. Dadurch erzeugen wir eine User Experience ähnlich der von nativen Apps“, sagt Haas. „Letzten Endes entscheidet der Kunde, wohin die Reise geht.“

Validierter Code

Matthias Haas, CTO und Managing Director, Igel Technology(Bild:  Igel)
Matthias Haas, CTO und Managing Director, Igel Technology
(Bild: Igel)

Igel hat sich auf ein Enterprise-OS für Geschäftsapplikationen spezialisiert. Dieser Ansatz – konsequent umgesetzt – hat aus der Perspektive von Haas viele Vorteile für die Unternehmen, beispielsweise im Sicherheitssegment. „Ransomware-Attacken sind in der Regel auf Windows-Strukturen ausgerichtet und was Ransomware auf Linux angeht, booten wir in unseren Systemen ausschließlich Code, den das System validieren kann.“

Read-only-Betriebssystem

Es handelt sich zudem um ein reines Read-only-Betriebssystem. Bei einer Infrastruktur, die auf Igel OS aufbaut, können die Endpoints weiterarbeiten, während Server neu aufgesetzt werden, betont Igel in der Kundenkommunikation. Dieser Ansatz ist Teil der Lösung diverser Disaster-Recovery und Business-Continuity-Fragestellungen. Laut Haas führe dieser technologische Ansatz im Hintergrund häufig dazu, dass sich in Projekten in der Abwägung letztendlich für Igel entschieden wird.

Reduzierte Angriffsflächen

„Einer der Igel-Grundsätze ist es, Angriffsflächen zu reduzieren“, postuliert der Chief Technology Officer und Managing Director. „Das sieht man allein schon an der Tatsache, dass ein Igel OS 12 mit zwei Gigabyte Größe inklusive der Funktionen zu Buche schlägt, während Windows etwa 20 Gigabyte in der Minimalinstallation benötigt.“ IT-Administratoren verteilen dabei lediglich die Applikationen, die für den User auch wirklich notwendig sind, was das gesamte System schlank, sicher und einfach verwaltbar macht, ist Haas überzeugt.

Neue Channel-Lizenzmetriken

Ein wichtiges Thema im Igel-Channel ist, dass das Unternehmen sein Lizenzmodell geändert hat. „So verfolgten wir früher den Ansatz, dass bei drei Softwarepaketen verschiedene Supportlevel dazugebucht werden mussten“, beschreibt Haas. Neben drei Standard-Paketen, die gezielt auf Kundenanforderungen im SMB, Corporate und Enterprise-Segment zugeschnitten sind, werden auch zwei dedizierte Lizenz-Pakete angeboten, die die Anforderungen der Segmente Healthcare und Öffentlicher Sektor bedienen. Kunden mit speziellen Peripheriegeräten können zusätzlich ein Advanced Redirection Add-on erwerben, was Peripheriegeräte in virtuellen Sitzungen nutzbar macht. „Für alle Lizenzen sind bereits passende Supportlevel im Paket inkludiert“, sagt Haas.

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