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HP Partnertag in München

HP vollzieht die Trennung

| Redakteur: Wilfried Platten

Durch Meg Whitman bleiben die neuen HP-Unternehmen in Personalunion verbunden.
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Durch Meg Whitman bleiben die neuen HP-Unternehmen in Personalunion verbunden. (Bild: HP)

Die Aufspaltung von HP in zwei eigenständige Unternehmen nimmt ihren Lauf. Auf dem Partnertag in München wurden jetzt die Reseller über die Separations- und Produktstrategie informiert.

Aus eins mach zwei: HP wird aufgespalten in Hewlett Packard Enterprise (für Cloud, Server, Storage, Software, Netzwerke, Services) und HP Inc. (Drucker und PCs). Als verbindendes Element fungiert dabei Meg Whitman. Sie wird CEO bei Hewlett Packard Enterprise und gleichzeitig Non-Executive Chairman im Board of Directors von HP Inc. Beide neuen Unternehmen machen aktuell jeweils etwa 57 Milliarden US-Dollar Umsatz. Hewlett Packard Enterprise ist etwas profitabler, aber auch HP Inc. macht Gewinn.

In Deutschland übernehmen Heiko Meyer (Enterprise) beziehungsweise Jochen Erlach (Inc.) die Geschäftsführung. Zum 1. August erfolgte nun der operationale Cut-Over in Deutschland.

Infos für die Partner

Über die neue Strategie und die daraus resultierenden Konsequenzen werden die Reseller auf den Partner Days informiert. HP rechnet bei den sechs Terminen mit insgesamt rund 1.000 Teilnehmern. Auf dem Partnertag in München waren 200 Händler vor Ort.

Wichtigster Punkt war natürlich das Partnerprogramm PartnerOne. Für Hewlett Packard Enterprise heißt es künftig Enterprise Partner Ready, bei HP Inc. Partner First. „Die Partner sollen keinen Aufwand haben. Heutige Partnerverträge sind für beide Firmen gültig. Unsere Partnerplattform Unison wird separiert zur Verfügung stehen. Ab August gibt es zwei Business Tools und ab 1. November zwei Unison-Zugänge. Einige Parameter werden sich ändern, deshalb haben wir ein deutschsprachiges Partner Playbook mit 40 Seiten gestaltet. Dies kann jeder Partner herunterladen“, erläutert dazu Gerry Steinberger, Channel Sales Manager HP Enterprise Group. „Es wird sich nicht viel ändern. Die Lager sind gefüllt und jeden Tag bestellt kann werden. Es gibt immer Phasen, in denen die Supply Chain überbrückt werden muss. Aber das sind wir gewohnt und entsprechend darauf vorbereitet.“

Die HP Discover in London Anfang Dezember wird die erste eigene Veranstaltung von Hewlett Packard Enterprise sein – mit neuer Corporate Identity samt neuem Logo. HP Inc. wird als Sponsor auftreten. „Wir rechnen in London mit 12.000 Teilnehmern aus EMEA. Es gibt eine wesentliche Neuerung. Bisher wurde es vom Partner Funding gesponsort, wenn ein Reseller drei Kunden mitbrachte. Jetzt genügt ein Kunde. Die Zahl der teilnehmenden Partner wird dadurch steigen“, erklärt Steinberger.

Angriff auf IBM und Lenovo

Unabhängig von der Separation zeigt sich HP angriffslustig. Das „Smart Choice“ Programm attackiert gezielt die Serversparte von IBM und Lenovo. „Wir wollen die Verunsicherung im Markt nutzen, um weitere Smart Choice Partner zu gewinnen. Seit dem Start am seit 1. Juni in Deutschland haben wir bereits erste Partner gewonnen. Darunter sind auch große Partner und wir haben so Umsatz in Richtung HP bewegt. Wir erhoffen einen Swing im Fiskaljahr 2016“, betont Steinberger.

Dabei sollen auch die Sales Plays helfen, ein lösungsorientierter Vertriebsansatz. Seit April werden Geschäftsführer, Führungskräfte, Vertriebs- und Servicemitarbeiter trainiert, als gesamtes Team zielführend und produktiv zusammenarbeiten um Geschäftschancen aufzudecken und umzusetzen. „Die Sales Plays sind nicht nur für Platinum Partner geeignet. Sie machen ab etwa einer Million Umsatz Sinn.“ Zwar sei eine Investition durch die Partner erforderlich, aber dies wird sich auszahlen, glaubt Steinberger.

Aruba wird integriert

HP hat sich vor kurzem mit den Wireless-Spezialisten von Aruba verstärkt. Im Mai wurde der Kauf offiziell abgeschlossen. „Wir sind jetzt in der Integrationsphase. Aruba hat Stärken im WLAN, HP im Netzwerk und der konvergenten Infrastruktur für den Campus“, erklärt dazu Thomas Peuthert, Channel Sales Manager HP Networking. „Wir wollen für Partner den Weg ebnen und starten Ausbildungsinitiativen.“ Für die Zusammenführung der beiden Partnerprogramme lässt sich HP viel Zeit. Sie soll erst am 1. November 2016 erfolgen.

In einem ersten Schritt werden die SMB Access Points von Aruba in der HP Preisliste geführt. Die Integration der Mitarbeiter wird noch stattfinden. „Die HP Partner warten auf Aruba. Wir bekommen neue Vertriebspower. Aruba hat eine exzellente Position und das wird sich entwickeln“, ist sich Peuthert sicher.

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