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SAP- und Nicht-SAP-Systeme auf Blades umgestellt
Die SAP-Datenbank- und –Zentralinstanz-Server laufen jetzt auf 32 Integrity-Blades. Parallel dazu wurden die Nicht-SAP-Systeme von 196 älteren HP-Servern, die meisten davon Rack-Server, auf 131 Blades der neusten HP Proliant-Generation migriert und mit weiteren SAP-Applikationsservern auf Basis Proliant/Linux in die gemeinsame Blade-Landschaft integriert (siehe: Abbildung 2).
Das BayWa-SAP-Retail-ERP-System, von den Lastanforderungen her eines der größten SAP-DB2-Retail-Systeme weltweit, wurde ebenso wie das Business Warehouse auf zwei hochverfügbar ausgelegte High-end-Maschinen der Baureihe HP Superdome 2 installiert. Wegen der extrem großen Workloads und der immensen Mengen zu verarbeitender Daten bot sich in beiden Fällen das Unix-Flaggschiff des Herstellers an.
Problem mit DB2
Verunsichert hat das Migrationsteam allerdings die verspätete Einführung der „Itanium“-Prozessoren von Intel, die unter dem Codenamen „Tukwila“ bekannt sind. Bei RI-Solution fragte sich so manch einer, ob die Entscheidung für HP wohl die richtige gewesen war. Weber bekräftigt, dass die jetzige Roadmap von Intel für Itanium und von HP-für Itanium-basierte Rechner und Unix ihn beruhige.
Als Zeitpunkt für die Migration wählte das Projektteam die Feiertage, weil zu dem Zeitpunkt nur etwa 40 Prozent der üblichen Last auf dem BayWa-System liegen. Eine sehr große Herausforderung meisterte dabei eine Taskforce aus SAP, HP, IBM und RI-Solution, als es nach dem Produktivstart der größten SAP-DB2-Datenbank-Instanzen auf HP-UX zu massiven Performance-Einbrüchen und zeitweise sogar zu Stillständen kam.
Obwohl die IBM-DB2-Datenbank auf HP-UX mit SAP zertifiziert ist, gab es unter Hochlastbedingungen diese unerwarteten Probleme. Die Ursachen für die Leistungseinbrüche wurden schließlich in den Labors gefunden und in zahlreichen SAP-Hinweisen veröffentlicht.
weiter mit: Verspätung und endlich Einheit
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