Ob Cybersecurity, Cloud-Migration oder einfach nur Expertise – Managed Service Provider (MSP) bieten eine Reihe von Services an. Schon jetzt sind sie vom Markt nicht mehr wegzudenken, doch noch lange nicht am Ende ihrer Reise.
MSPs konnten ihren Umsatz 2023 trotz Wirdigkeiten steigern, auch dem kommenden Jahr stehen sie positiv gegenüber.
(Bild: Canva/Magic Media/Lucas Schmidt)
Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Dennoch fehlen ihnen oft die Ressourcen, um eigene IT-Abteilungen aufzustellen. Einige Firmen haben sich genau darauf spezialisiert. Die Rede ist von Managed Service Providern (MSP), jene stellen genau diese benötigten IT-Services, extern, zur Verfügung. Bisher ein Erfolgsmodell, doch wie sieht die Zukunft aus? Eine Antwort darauf liefert„Datto's Global State of the MSP Report: Trends and Forecasts for 2024“.
Die Umsätze steigen
Die MSP-Branche ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und wird dieses Wachstum laut des Berichts trotz der schwierigen Wirtschaftslage im Jahr 2023 fortsetzen. In Europa steigerten fast zwei Drittel (64 %) der MSPs ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Bei 37 Prozent davon beträgt das Wachstum mehr als 10 Prozent. In Nordamerika ist die Situation ähnlich: 68 Prozent der MSPs verzeichneten hier ein Umsatzwachstum, 38 Prozent davon um mehr als ein Zehntel. Die am meisten nachgefragten Lösungen sind hierfür Cloud-Infrastruktur (83 %), Software-Services (81 %) und Networking (73 %).
Da sich aber die Anforderungen, die KMU an ihre IT stellen, kontinuierlich weiterentwickeln, haben sich in der Umfrage Prioritäten herauskristallisiert, die MSPs im kommenden Jahr im Auge behalten sollten.
Wettbewerb begünstigt Innovation
Die Umfrage verdeutlicht die Intensität des Wettbewerbs in der Branche. So geben mehr als ein Drittel (35 %) der MSPs weltweit an, den Wettbewerb als größte Herausforderung zu sehen. Im letzten Jahr lag dieser Wert noch bei 29 Prozent. Der Wettbewerb treibe allerdings die Innovationskraft der MSPs an, damit sie Lösungen anbieten können, die die Kundenwünsche optimal erfüllen. Ein Grund warum neun von zehn Unternehmen (91 %) die Customer Experience als eine hohe oder die höchste Priorität bewerten.
Zu viele Hersteller ermüden
Zwei von drei Befragten (74 %) geben an, dass sie es vorziehen, in der IT mit wenigen Herstellern zu arbeiten. Die Konsolidierung der Hersteller scheint somit unabdingbar. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 lag dieser Wert noch bei 64 Prozent. Weniger Hersteller bedeute eine kürzere Lieferkette, die die Beschaffung, die Bereitstellung, die Umsetzung, das Asset Management und den Service optimiert.
Stillstand bedeutet Rückschritt
Um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben, gehört die Ausweitung des Serviceportfolios laut Bericht zu den entscheidenden Maßnahmen. Zu den wichtigsten Services, die die Befragten in ihr Portfolio aufnehmen wollen, gehören Collaboration Software (27 %), Business Intelligence- oder Analysesoftware (22 %) sowie Incident Response und Forensik (22 %).
Cloud statt On-Premises
Ungefähr die Hälfte der Befragten gibt an, dass mindestens 50 % ihrer Kunden Workloads in die Cloud verlagern. Das Thema „Entwicklung der Cloud-Migration“ gewinnt so zunehmend an Bedeutung. Beispielsweise erwarten MSPs in Nordamerika in den nächsten drei Jahren die größte Nachfrage nach Cloud-Migration, vor allem aufgrund der Einführung von Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und der Verlagerung von Datenbanken und E-Mail-Servern in die Cloud. Fast die Hälfte der Befragten (47 %) geht davon aus, dass 75 bis 99 Prozent ihrer Kunden ihre Workloads in den nächsten drei Jahren in die Cloud verlagern.
Cybersecurity ist überall aktuell
Egal in welcher Branche oder welchem Unternehmen, die Sensibilisierung für Cybersecurity-Risiken betrifft uns alle. Auch für MSPs spiele jene eine zukunftsweisende Rolle. 28 Prozent der Befragten sehen dafür die größte Herausforderung in der Planung der Kunden. Risiken spielen hier oft nur eine untergeordnete Rolle. Diese Einschätzung verdeutlicht aber laut dem Bericht, wie wichtig es ist, dass MSPs mit den Tools und dem Wissen ausgestattet sind, um ihre Kunden effektiv aufzuklären. Die Beliebtesten Managed-Security-Services sind laut Umfrage Email-Security (75 %), Zwei-Faktor-Authentisierung (66 %) und Security Framework und Compliance Auditing (65 %). Als beliebtestes Abrechnungsmodell hierfür, hat sich die monatlich-wiederkehrende Zahlung etabliert, 59 Prozent der Befragten rechnen ihre Leistungen in dieser Form ab.
Herausforderungen = Chancen
Das die Branche noch nicht am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt ist, macht Holly Pateman, SVP of Product Marketing bei Kaseya, deutlich: „MSPs sind die Branche, die derzeit mehr Wachstumspotenzial als je zuvor hat.“ Als Angebote, die jene Wachstumschancen repräsentieren, nennen 23 Prozent der Befragten Collaboration-Software, 20 Prozent Storage Design und Implementierung, sowie 20 Prozent Self-Service-Capabilities. Die Studie gibt aber an, auch wenn die angebotenen Lösungen sich relativ konstant über alle Regionen erstrecken, so gibt es Themen die in Europa präsenter sind. Dazu zählen beispielsweise VoIP-Telefonie oder Incident Response und Forensik. So erwarten in Europa 78 Prozent der Befragten weitere Umsatzsteigerungen in den nächsten 3 Jahren. In Nordamerika sind es sogar 84 Prozent.
Stand: 08.12.2025
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Methodik
Datto's Global State of the MSP Report: Trends and Forecasts for 2024
durchgeführt von „Strategy Analytics", einer unabhängigen Forschungseinrichtung in Boston, Massachusetts.
15-minütige Online-Umfrage
1.575 Befragte, die in MSPs tätig sind.
465 davon aus Nordamerika, 728 aus Europa, sowie 382 aus APAC