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GfK: ITK-Umsatz macht Sprung nach oben

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IT-Umsatz steigt

Der IT-Markt verzeichnete im Juli ein Umsatzplus von 15 Prozent. Dies ist aber nicht auf das Konsumentengeschäft zurückzuführen, das vier Prozent unter dem Vorjahreszeitraum lag. Die Entwicklung ist in diesem Jahr ähnlich wie 2006 und verdeutlicht den „Fußball-Effekt“, der aber für IT – im Gegensatz zu CE – negativ ausfällt. Budget-Konzentrationen vor allem für TV-Geräte führten zu verhaltener B2C-IT-Nachfrage. Betroffen war vor allem der Preisbereich über 200 Euro bei Druckern, Monitoren, Desktop- und Mobile-PCs. Zur „Fußball-Zeit“ war auch das Interesse an erklärungsbedürftigen Produkten wie Routern, die oft die Modifikation des Netzwerkes nach sich ziehen, gemäßigt.

Der Umsatzrückgang mit mobilen PCs von minus einem Prozent im Jahresvergleich zeigt jedoch, dass die Fußball-WM nicht der einzige Einflussfaktor ist. Die Ankündigung und die verzögerte Einführung des iPads scheinen bewirkt zu haben, dass zahlreiche Konsumenten ihre Entscheidung für einen mobilen Rechner zunächst nach hinten stellten, um nicht im letzten Moment ein falsches Produkt zu ordern. Da sich das abwartende Kaufverhalten mit der Verfügbarkeit etlicher Slate- und Tablet-Rechnern überholt hat, dürften im verbleibenden Jahr keine weiteren Auswirkungen dieser Art auf die Nachfrage stattfinden.

Begehrte Desktop-Rechner

Der Umsatz mit Desktop-Computern legte im Juli im Jahresvergleich um zehn Prozent zu. All-in-One-Rechner (AiO-Rechner), die mittlerweile auch attraktive Preise haben, trieben die Nachfrage besonders stark an. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung auch in den beiden verbleibenden Quartalen des Jahres fortsetzt. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: AiO-Geräte werden Desktop-Replacement-Notebooks zum Teil kannibalisieren.

Beim Zubehör konnten einige Produkte deutlich gewinnen. So wirkte sich die Fußball-WM auf den Absatz von TV-Sticks, der im Juli um 64 Prozent wuchs, positiv aus. Mobiles Entertainment stellt einen hohen Nutzwert dar, für den Konsumenten auch Budgets breitstellen. Neben TV-Sticks wuchsen auch andere IT-Segmente wie Mini-Lautsprecher für PCs oder MP3-Player, kabellose Mäuse und Media Devices.

Für das dritte und vierte Quartal ist davon auszugehen, dass sich die Nachfrage weiter auf stabilem Niveau bewegen wird. Innovative Produktsegmente werden wachsen und dadurch voraussichtlich zu einem positiven Jahresendgeschäft führen.

Im Detail: Server

Der Server-Markt verzeichnet von Januar bis Juli im Jahresvergleich einen Absatzzuwachs von vier Prozent. Neben SMBs sind auch Großunternehmen verstärkt an Systemverbesserungen interessiert, um die wachsende Informationsflut handhaben zu können. Der Trend geht zu mehr Performance, was Replacement begünstigt. Die Virtualisierung steht nach wie vor am Anfang ihres Lebeszyklusses, so dass sich die Auswirkungen auf die Server-Nachfrage in Grenzen halten. Die GfK sagt für die zweite Jahreshälfte ein Nachfragewachstum im einstelligen Bereich vorher.

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