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SThree-Studie „So arbeitet Deutschland“

Geld macht also doch glücklich

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Mehrheit der Arbeitnemer will ihren Job nicht wechseln – außer es kommt ein besseres Angebot.
Die Mehrheit der Arbeitnemer will ihren Job nicht wechseln – außer es kommt ein besseres Angebot. (Bild: strichfiguren.de - stock.adobe.com)

Die aktuelle „So arbeitet Deutschland“-Studie von SThree zeigt: Den „Gender Pay Gap“ gibt es nach Ansicht der Befragten immer noch – was sich laut einigen Studienteilnehmern auch nicht ändern muss. Zudem sind viele bereit, ihren Arbeitgeber zu wechseln, wenn ein besseres Angebot kommt.

Die Personalberatung SThree hat in Zusammenarbeit mit YouGov im Rahmen der Studie „So arbeitet Deutschland“ 1.515 Angestellte und Selbstständige in Deutschland zu ihrem Arbeitsplatz befragt. Dabei zeigt sich, dass 88 Prozent der Befragten aktuell nicht auf Jobsuche sind. Allerdings: Wenn das Konkurrenzangebot stimmt, würde knapp die Hälfte (42 %) trotzdem den aktuellen Arbeitgeber verlassen.

„Die Entwicklung hin zu einem Bewerbermarkt, bei dem ein Kandidat aus mehreren attraktiven Jobs den besten auswählen kann, ist eine große Herausforderung für Unternehmen. Zum einen müssen sie für nachhaltige Mitarbeiterbindung sorgen, zum anderen Recruiting-Prozesse strategisch und effizient gestalten – es reicht nicht mehr aus, nur auf passende Bewerbungen zu warten“, sagt Timo Lehne, Geschäftsführer von SThree. „Vielmehr ist Active Sourcing gefragt, also das gezielte Suchen und Ansprechen von geeigneten Kandidaten.“ Wie aber lassen sich potenzielle Bewerber überzeugen? Zu den drei Top-Kriterien für einen Jobwechsel zählen ein besseres Gehalt (55 %), stärkere Vereinbarkeit mit dem Privatleben (24 %) und zufriedenstellendere Aufgaben (21 %).

„Als Experte für Festangestellte und Freelancer interessiert uns aber nicht nur die generelle Wechselbereitschaft des Jobs“, so Lehne. „Wir wollten auch wissen, ob Mitarbeiter eines Unternehmens freiberuflich arbeiten würden und umgekehrt.“ Hier zeigt sich: 25 Prozent der Angestellten sowie 30 Prozent der Freiberufler und Selbstständigen würden nicht in das jeweils andere Modell wechseln.

Der „Gender Pay Gap“ klafft

Frauen verdienen noch immer weniger als Männer – so denken zumindest 77 Prozent der Studienteilnehmer. Alarmierend dabei ist: Insgesamt 13 Prozent sehen in der Stagnation beziehungsweise Vergrößerung des „Gender Pay Gaps“ in Zukunft kein Problem. Doch liegt die Lohnlücke auch im Verhandlungsgeschick begründet? Auf jeden Fall ist für 71 Prozent der Befragten klar: Wer gut verhandelt, verdient am Ende bei gleicher Leistung mehr Geld.

Bei der Frage, ob Frauen oder Männer erfolgreicher bei Gehaltsgesprächen sind, gehen die Meinungen auseinander. Laut 41 Prozent können Männer besser verhandeln, nur wenige denken Frauen seien hierbei erfolgreicher (8 %), mindestens genauso viele sehen aber keinen Unterschied bei den Geschlechtern (42 %). Interessant ist hier die Selbsteinschätzung: Männer und Frauen beurteilen das Verhandlungsgeschick des eigenen Geschlechts signifikant schlechter, als das des anderen. So glauben lediglich 5 Prozent der weiblichen Befragten, dass Frauen besser verhandeln, im Gegensatz dazu schätzen Männer das weibliche Verhandlungsgeschick mit 10 Prozent als besser ein. Das männliche Verhandlungsgeschick wird von Frauen mit 46 Prozent als besser eingestuft, von den Männern selbst mit 36 Prozent.

Sich Unterstützung in diesem Bereich zu holen ist allerdings kein No-Go – ganz im Gegenteil: 56 Prozent glauben, die Gehaltsverhandlungen würden mit einem Experten, wie einem Coach oder Personalberater, für sie noch besser laufen.

Die Bezahlung

Welche Kriterien laut der Befragten über das Gehalt entscheiden und welche ausschlaggebend sein sollten, klaffen auseinander. Momentan werden 36 Prozent nach Tarifeinstufung bezahlt, 29 Prozent nach Berufserfahrung und 25 Prozent nach Position. Die Mehrheit wünscht sich stattdessen Gehalt nach Leistung beziehungsweise Erfolg (66 %). Als weitere Kriterien für den Lohn sollten laut Studie die Berufserfahrung (30 %) und die zu tragende Verantwortung (27 %) eine entscheidende Rolle spielen. Und auch wenn Soft Skills in der heutigen Arbeitswelt immer wichtiger werden, zeigt sich das nicht beim Gehalt – lediglich bei zwei Prozent der Befragten wirken sich diese Eigenschaften auf ihre Bezahlung aus.

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