Channel Fokus: Digital Learning Geld allein reicht nicht

Von Ann-Marie Struck

Mit dem DigitalPakt Schule sollen deutsche Schulen ins Digitale Zeitalter geführt werden. Doch reichen die Fördermittel aus? Und was kommt danach? Thomas Reichwein, Produktmanager bei Kern & Stelly gibt im Interview einen Ausblick.

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6,5 Milliarden Euro stellt der Bund für die Digitalisierung der deutschen Schulen bis 2024 zur Verfügung.
6,5 Milliarden Euro stellt der Bund für die Digitalisierung der deutschen Schulen bis 2024 zur Verfügung.
(Bild: Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)

Was hat sich durch den DigitalPakt in Schulen geändert? Sind Schulen nun bereit für eine digitale Zukunft? All diese Fragen beantwortet Thomas Reichwein, Produktmanager bei Kern & Stelly im Interview mit IT-BUSINESS,

Thomas Reichwein, Produktmanager Interactive Solutions bei Kern&Stelly
Thomas Reichwein, Produktmanager Interactive Solutions bei Kern&Stelly
(Bild: Malina Ebert Photography)

Wie hat sich die „Digitalisierung in Schulen“ in den vergangenen Jahren entwickelt, und welchen Beitrag leistet der DigitalPakt Schule dabei?

Reichwein: Das Problem ist, dass Schulen lange nicht mit Technik konfrontiert waren. Mit dem DigitalPakt soll eine Basis an Infrastruktur und Ausstattung der Klassenräume gelegt werden. Das kann man mit Geld lösen, und der DigitalPakt zeigt die Bereitschaft Gelder zur Verfügung zu stellen. Anders sieht es mit dem Unterricht aus. Interaktive Medien sind keine eierlegende Wollmilchsau. Die Pädagogen müssen lernen damit zu lehren. Das wurde bisher verschlafen. Jetzt müssen regelmäßige Schulungen für Lehrkräfte stattfinden.

Das heißt, Schulen brauchen nicht nur Geräte, sondern ein Umdenken aller Beteiligten. Wie macht das der DigitalPakt?

Reichwein: Durch die Medienentwicklungspläne. Ich sehe die Pläne als eine Chance für Nachhaltigkeit. Die Schulen mussten sich durch die Vorgabe erst einmal Gedanken machen, für was sie die Mittel einsetzen, bevor sie das Geld bekommen. Es ist ihr Leitfaden, mit welchen digitalen Mitteln sie den Unterricht künftig gestalten möchten. Das regt zum Nachdenken an. Das wäre bei Unternehmen ähnlich: Wenn ich eine Firma gründen möchte, dann möchte die Bank, bevor sie mir den Kredit gibt, auch nach einem Fünfjahresplan, wissen, wofür ich das Geld brauche und wie sich das ­Geschäft entwickeln wird. Wenn man Geld vom Staat will, ist es sein Recht danach zu fragen, wofür ich es ausgeben möchte.

Wie sehen Ihrer Meinung nach die nächsten Schritten aus?

Reichwein: Ich würde mir wünschen, dass die Auflagen des Medienentwicklungsplans für Schulen ausgearbeitet werden, dass die Digitalisierung nachhaltig wird. Mit dem Medienentwicklungsplan hat man erst einmal das Konzept, mit dem man künftig arbeiten möchte. Doch die digitale Welt ist nicht statisch. Es kommen ständig neue Möglichkeiten hinzu, und da muss man am Ball bleiben und als Schule sich kontinuierlich neue Ziel setzen.

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