Grafikkarten mit Nvidias Geforce GTX 960 Geforce GTX 960: Maxwell 2.0 für die Mittelklasse

Redakteur: Klaus Länger

Mit der Geforce GTX 980 und 970 hat Nvidia die zweite Maxwell-Generation bei Oberklasse-Karten eingeführt. Nun folgt mit der Geforce GTX 960 ein Mittelklasse-Chip auf Basis der neuen Architektur. Die Karten kosten um die 230 Euro und sollen auch bei aktuellen Spielen in Full-HD-Auflösung 60 fps liefern.

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Der Aufbau der MSI GTX 960 Gaming: Unter dem leistungsfähigen Heatpipe-Kühler sitzt mit dem Nvidia Geforce GTX 960 der erste Maxwell-2.0-Grafikprozessor für die Mittelklasse.
Der Aufbau der MSI GTX 960 Gaming: Unter dem leistungsfähigen Heatpipe-Kühler sitzt mit dem Nvidia Geforce GTX 960 der erste Maxwell-2.0-Grafikprozessor für die Mittelklasse.
(Bild: MSI)

Nvidia hat mit der Maxwell-2.0-Architektur nicht nur die Basis für schnelle und trotzdem verhältnismäßig sparsame Grafikchips geschaffen, sondern auch noch eine ganze Reihe neuer Features eingeführt. Dazu zählen etwa mit DSR (Dynamic Super Resolution) ein intelligentes Downsampling für eine bessere Bildqualität bei Full-HD, mit MFAA (Multiframed Sampled Anti-Aliasing) ein schneller Kantenglättungsalgorithmus mit hoher Qualität oder mit VXGI (Voxel Global Illumination) ein dynamisches Rendern indirekten Lichts. Bisher bekam man diese Techniken nur bei kostspieligen Karten mit Geforce-GTX-980- oder 970-GPUs. Nun bringt Nvidia die Maxwell-2.0-Architektur auch in Mittelklasse: Grafikkarten mit dem neuen Geforce GTX 960 kosten zwischen 215 und 260 Euro.

Geforce GTX 960: Die technischen Daten

Im Prinzip ist der neue Geforce GTX 960 ein halbierter GTX 980. Der neue Chip besteht aus 1.024 CUDA-Recheneinheiten und greift auf maximal 2 GB GDDR5 als Grafikspeicher zu. Das Speicherinterface ist mit 128 Bit halb so breit wie bei der GTX 980. Die direkten Konkurrenzmodelle von ATI verfügen dagegen über Speicherschnittstellen mit 256 (Radeon R9 280) oder 384 (Radeon R9 285) Bit Breite. Allerdings arbeitet der Nvidia-Chip mit einer Speicherkomprimierung, die den Nachteil durch das schmälere Speicherinterface ausgleichen soll. Der GTX 960 soll auch das mit Windows 10 kommende DirectX 12 komplett unterstützen. Insgesamt reicht die Leistung des neuen Mittelklassechips wohl für Full-HD-Gaming gut aus, wenn man die Qualitätssettings der Spiele nicht komplett ausreizt. Im Vergleich zum Vorgänger GTX 760 ist die Leistungsaufnahme mit 120 Watt gegenüber 170 Watt deutlich geringer.

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Im Referenzdesign: PNY GTX 960

Die GTX-960-Karte von PNY folgt exakt dem Referenzdesign von Nvidia. Bei ihr arbeitet der Maxwell-2.0-Chip mit einem Basistakt von 1127 MHz und einem Boost-Takt von 1178 GHz. Die GeForce GTX 960 ist ab sofort für 279 Euro (UVP) erhältlich, PNY gewährt für die Karte eine Garantie von 36 Monaten.

Übertaktet ab Werk: Die GTX-960-Karten von Asus und MSI

Asus und MSI bringen ihre GTX-960-Karten bereits mit ab Werk erhöhten Taktfrequenzen und mit eigenem Design auf den Markt. Die Asus Strix GTX 960 OC arbeitet im Overclocking-Modus mit einem Basistakt von 1291 MHz und einer Boost-Frequenz von 1317 MHz. Sie ist im Gegensatz zum Referenzdesign mit zwei Lüftern ausgestattet und soll so deutlich leiser und unter Last um 30 Prozent kühler arbeiten. Im Desktop-Betrieb und bei wenig anspruchsvollen Spielen schalten sich die Lüfter komplett ab. Zudem soll ein 5-Phasen-Design der Spannungsversorgung für eine geringere Leistungsaufnahme sorgen. Die Strix GTX 960 OC kommt mit einem einzigen 6-Pin-Stromanschluss aus. Asus gibt für die Karte einen empfohlenen Endkundenpreis von 230 Euro an.

MSI bringt gleich zwei GTX-960-Karten auf den Markt: Die GTX 960 2GD5T OC für 215 Euro (UVP) und die GTX 960 Gaming für 229 Euro (UVP). Beide Karten sind mit Doppellüftern ausgestattet und sind ab Werk übertaktet. Die GTX 960 2GD5T OC operiert mit bis zu 1241 MHz im Turbo-Modus, die GTX 960 Gaming mit 1279 MHz und erweiterten Übertaktungsfunktionen. Daher kommen hier auch eine 8-Pin-Spannungsversorgung und ein effizienterer Kühler zum Einsatz. Die MSI-Karten arbeiten ebenfalls mit einer Lüfterabschaltung bei niedriger Last.

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