Kooperation zur Verbreitung der Handvenenerkennung Fujitsu und Siemens schließen Biometrie-Partnerschaft

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Siemens IT Solutions and Services und Fujitsu Limited kombinieren ab sofort die Biometriesoftware »ID Center« von Siemens und die Fujitsu-Hardware »Palm Secure«. Ziel ist, mit Hilfe von Resellern eine stärkere Marktdurchdringung von Lösungen zur biometrischen Erkennung des Venenverlaufs im Handinneren zu erreichen.

Anbieter zum Thema

Biometrische Lösungen zur Personenerkennung kranken bisweilen an der mäßigen Akzeptanz der Benutzer. Ein besonders hygienisches Verfahren hat Fujitsu Limited mit der biometrischen Erkennung »Palm Secure« entwickelt. Die Scan-Technologie erkennt den Venenverlauf in der Innenseite der Hand mit Hilfe eines Infrarotscanners.

Da die Technologie vollkommen berührungslos arbeitet, kommt sie derzeit vermehrt in Japan zum Einsatz, wo auf Sauberkeit sehr hoher Wert gelegt wird. Durch die Kooperation mit Siemens IT Solutions, die zur Hardware die Biometriesoftware »ID Center« beisteuert, soll jetzt der europäische Markt mit Hilfe von Resellern stärker erschlossen werden.

Für die Personenerkennung scannen Infrarotstrahlen in wenigen Zentimetern Abstand die Handfläche des Benutzers. Der Auslesevorgang der Handvenenmuster wird dabei – anders als bei der Fingerabdruckerkennung – nicht durch Verunreinigungen oder Verletzungen der Hautoberfläche irritiert. Die gewonnenen Informationen werden sodann mit dem gespeicherten Handvenenbild der Person verglichen.

Chance für Reseller

Die bei der Erkennung anfallenden Daten lassen sich jetzt von der Siemens-Biometriesoftware »ID Center« im großen Stil verwalten. Reseller können sich mit der Lösung daher auch an größere Institutionen wie Krankenhäuser oder Banken, die sie zur Ausstattung der Bankautomaten benötigen, wenden.

Alternative zu Hitachi

Ein weiteres Motiv der Kooperation mit Fujitsu könnte für die Siemens IT Solutions and Services der erst kürzlich erfolgte Eintritt von Hitachi auf dem europäischen Markt mit der Biometrie-Lösung »Finger Vein Authentication« sein. Für die ebenfalls berührungslose Fingervenenerkennung brachte Hitachi ein eigenes SDK (Software Development Kit) mit auf den Markt. Möglicherweise wollen sich Fujitsu und Siemens mit der Lösung frühzeitig Anteile in dem erfolgversprechenden Marktsegment der biometrischen Zugangskontrolle sichern.

Da der Einsatz der Lösung je nach Projekt stark variiert, sind die Preise direkt beim Hersteller zu erfragen.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2006614)