Fujitsu wickelt europäisches Client-Business ab Fujitsu stellt Client-Business in Europa ein

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Bis zum April 2024 beendet Fujitsu das Client-Business in Europa, die CCD-Sparte wird aufgegeben. Service und Ersatzteile sollen für weitere fünf Jahre zur Verfügung stehen. Das Geschäft mit Services und Datacenter-Produkten wird weiterlaufen.

Bei den Experience Days in Bonn, hatte Fujitsu Client-Geräte wie Lifebooks und Esprimo-PCs noch mit in der Ausstellung. Ab April 2024 wird es sie nicht mehr auf dem deutschen Markt geben.(Bild:  Fujitsu)
Bei den Experience Days in Bonn, hatte Fujitsu Client-Geräte wie Lifebooks und Esprimo-PCs noch mit in der Ausstellung. Ab April 2024 wird es sie nicht mehr auf dem deutschen Markt geben.
(Bild: Fujitsu)

Abschied auf Raten: Zunächst beendete Fujitsu die Fertigung von Mainboards und Rechnern in Augsburg und wickelte das Werk im September 2020 ab. Nun kommt das Ende für das komplette Client-Business in Europa. Der Hersteller hatte hier schon seit Jahren zu kämpfen und war ein Joint Venture (Fujitsu Client Computing Limited) mit Lenovo eingegangen, um das Geschäft mit Notebooks, PCs, Workstations und Thin Clients durch Synergien bei Einkauf und Entwicklung profitabler zu machen. Die Produktion wurde komplett nach Asien verlegt, die Endmontage wird beim Dienstleister Inventec in Tschechien erledigt.

Genutzt hat das auf dem europäischen Markt alles nichts. Der Konzern hat beschlossen, das Geschäft mit Client Computing Devices in Europa aufzugeben. Ab April 2024 werden also keine Lifebooks, Esprimo-PCs, Celsius-Workstations und Futro-Thin-Clients mehr in Deutschland verkauft. Auch das Geschäft mit Displays und Zubehör gehört dann der Vergangenheit an.

Offenbar sieht man bei Fujitsu auch mit modernen Geräten wie dem Lifebook U9413 keine Zukunft auf dem Client-Markt in Europa.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Offenbar sieht man bei Fujitsu auch mit modernen Geräten wie dem Lifebook U9413 keine Zukunft auf dem Client-Markt in Europa.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Der Hersteller erklärt dazu: „Unsere Strategie bei Fujitsu besteht darin, den Wandel zur Nachhaltigkeit durch digitale Innovation voranzutreiben.

Um diese Strategie zu verfolgen, hat Fujitsu einen umfassenden strategischen Wandel eingeleitet, um ein „DX-Unternehmen“ zu werden, das die digitale Transformation unserer Kunden unterstützt und ein Geschäftsmodell aufbaut, das Nachhaltigkeits-Transformation zum Kerngeschäft macht.

Vor diesem Hintergrund und nach sorgfältiger Abwägung beabsichtigt Fujitsu, aus dem Geschäft mit Client Computing Devices (CCD) in Europa auszusteigen, um sich auf plattformbezogene Data-Center-Technologien und On-Premises-Infrastrukturdienste zu konzentrieren. Alle bestehenden Support-Verträge rund um das CCD-Portfolio werden erfüllt, und CCD-Produkte bis April 2024 ausgeliefert. Der Zeitplan und die Umsetzung hängen von den lokalen Konsultationen mit den Mitarbeitervertretern sowie von den lokalen Regularien ab.“

Die Garantieleistungen und Wartungsverpflichtungen für alle CCD-Produkte werden selbstverständlich eingehalten, so Fujitsu. Ersatzteile sollen für fünf Jahre nach der letzten Lieferung bereitstehen.

Welche Auswirkungen das CCD-Ende auf die Beschäftigten haben wird, wir noch mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen diskutiert. Offen ist auch, ob und wie es mit FCCL in Augsburg weitergeht, die als eigenständige Firma innerhalb der Fujitsu Client Computing Limited für die Anpassung der Client-Geräte an die europäischen Märkte zuständig ist.

Weiter mit Services und Datacentern

Die Platform Business Group von Fujitsu in Europa konzentriert sich zukünftig auf das plattformbezogene Data Center Technology Business (Server und Storage) und auf On-Premises-Infrastrukturservices, so der Hersteller. „Wir werden weiterhin Lösungsangebote für unsere Kunden in strategischen Anwendungsbereichen wie Next Generation SAP, Hybrid Cloud Innovation, Resilient Data Platforms, und Data-Driven-Transformation bereitstellen. Dies wird durch kommerzielle Angebote für Verbrauchsabhängige As-a-Service-Preisgestaltung komplementiert”, erklärt Fujitsu dazu.

Die künftige Gestaltung des Partnerprogramms wird dieser Ausrichtung „auf Data Center Technology Business sowie On-Premises-Infrastructure-Services“ folgen.

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