Tendenz zu mehr Direktvertrieb, auch bei Service-Verträgen, und kleineres Portfolio

Für Sun-Partner geht die Hänge-Partie weiter

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Hop oder Top für x86

Sun soll sich mit den großen Sparc-basierten SMP-Servern, die Teil der integrierten Storage-Lösung Oracle-Exadata sind, auf das High-End-Server-Segment fokussieren und den Commodity-Markt der Konkurrenz (HP und Dell) überlassen. Diese Aussage Ellisons könnte möglicherweise auch das Aus für die x86-Linien bedeuten, befürchten viele Sun-Partner. „Fakt ist, dass die Projekt-Konditionen im x86-Bereich für die Partner nicht mehr so ausgelegt sind, wie sie der Endkunde aus der Vergangenheit heraus gewohnt ist“, berichtet Erik Walter, Geschäftsführer von Arrow ECS, dem größten Sun-Distributor hierzulande.

Diese Entwicklung könnte allerdings auch der starken Margenorientierung geschuldet sein. Denn erfahrungsgemäß spielt das x86-Geschäft – nicht nur bei Sun – tendenziell niedrigere Margen ein als die High-End-Linien. „Sun hat einfach nicht das Wissen, wie man im Lowend-Markt mit hohen Volumen und niedrigen Margen erfolgreich ist, indem man einzelne Server mit Windows oder Linux drauf verkauft“, erklärte Ellison bereits im Januar 2010. Analysten hatten schon vor diesen Äußerungen die Zukunft von Suns x86-Linien bezweifelt: „Solaris auf x86 muss sich im Massenmarkt behaupten und mit wenig Marktanteil ist das Überleben sehr schwer. Linux hält 24 Prozent der Marktanteile auf x86-Servern, Solaris 10 auf x86 gerade einmal vier Prozent“, so der US-Analyst Bill Claybrook.

Aber es gibt auch Gegenstimmen: „Ellison wird weder das Sun-x86-Portfolio noch Solaris x86 aufgeben“, konterte beispielsweise der Solaris-Evangelist Ben Rockwood, Director of Systems bei einem Cloud-Computing-Unternehmen.

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