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Supply Chain
Wie auch immer sich die Produktpalette letztlich zusammensetzen wird – klar ist, dass sie reduziert und die Produktion nach Auftragseingang im Built-to-Order-Verfahren forciert werden soll, statt die Lager der Distributoren zu bestücken, ließ Ellison wissen. Deshalb will Oracle einen großen Teil des First-Tier-Geschäfts, das Sun bislang direkt mit den Partnern abgewickelt hat, in die Distribution geben.
Weltweit arbeitet Oracle aktuell mit rund 230 Distributoren zusammen. In Branchenkreisen wird spekuliert, dass diese Zahl auf etwa 40 reduziert werden könnte. Wenn dem so ist, dann liegt es auf der Hand, dass dann erstens vorwiegend jene Distributoren zum Zuge kommen werden, die in möglichst vielen Ländern aktiv sind, und zweitens diese ausgewählten Distributoren dann sowohl die Vertriebsrechte für Sun- wie auch Oracle-Produkte erhalten werden.
In Deutschland hat Oracle diesen Schritt bereits vollzogen: von den ehemals neun Oracle/Sun-Distributoren (Sun: Adiva, Arrow ECS, CPI, Eld, Tim und Infinigate (nur Sun-Software); Oracle-Software: Azlan, Actebis Peacock, Ingram Micro) sollen künftig nur noch Arrow ECS, Ingram Micro und Azlan an Bord bleiben. Sie werden das komplette Oracle/Sun-Portfolio anbieten.
Die Konfigurations-Dienste will Oracle will künftig selbst leisten und die Systeme dann direkt aus ihrem Lager zum Kunden senden.
Weshalb es dennoch für den Mitbewerb nicht ganz einfach ist, daraus Kapital zu schlagen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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