Fujitsu bringt mit dem Eternus NU200 ein flexibles Entry-Level-Storage-System, das Block-, File- und Object-Storage beherrscht. Kleinere und mittlere Unternehmen können so mit einer resilienten Plattform unterschiedliche Speicheranforderungen abdecken.
Das Fujitsu Eternus NU200 ist ein Unified-Storage-System, das mit SAS-SSDs und HDDs bestückt werden kann. Der Hersteller hat für das System einen neuen Software-Stack entwickelt, der eine hohe Flexibilität und Storage-Effizienz ermöglicht.
(Bild: Daniel Schrock)
Unterschiedliche Anwendungen im Rechenzentrum erfordern eigentlich unterschiedliche Storage-Systeme wie Blockspeicher für Datenbanken oder VMs, File-Storage für Netzwerk-Shares und Object Storage für unstrukturierte Daten, Backup und Archivierung. Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet das oft, dass sie unterschiedliche Systeme nutzen und verwalten müssen. Dazu kommt noch, dass diese dezidierten Systeme in der Praxis häufig entweder zu klein oder zu groß dimensioniert sind, was den Aufwand und die Kosten in die Höhe treibt.
Das ab Ende Juni verfügbare Fujitsu Eternus NU200 basiert dagegen auf eine flexiblen Architektur, die mit einem System gleichzeitig Block-, File- und Object-Storage abdeckt und dabei ohne Gateways auskommt. Laut dem Hersteller ist es zudem schneller als marktübliche Systeme und es soll Verwaltungsfunktionen bieten, die sonst nur bei Enterprise-Lösungen üblich sind.
Das 2U-System mit Active-Active-Controller kann von 12 TB mit sechs SAS-SSDs bis hin zu 3,5 PB mit bis zu sieben Drives Enclosures skaliert werden. Dabei kommt ein Mix aus SAS-SSDs und Nearline SAS-HDDs zum Einsatz. Dafür bietet der Hersteller auch SSDs in 3,5-Zoll-Einschüben an. Die neu entwickelte Storage-Engine im NU200 nutzt dabei virtuelle Storage Container mit Drive-Pools die aus mindestens sechs Laufwerken bestehen und theoretisch bis zu 500 Drives umfassen können. Unterstützt werden reine SSD-Pools, reine HDD-Pools und gemischte Pools. Da Fujitsu nicht mit RAID arbeitet, sondern mit Erasure Coding, können Medien unterschiedlicher Größe gemischt werden und es sind keine Hot-Spare-Laufwerke nötig. Der Speicherplatz in den Pools wird vom Erasure-Coding-Algorithmus in Chunks aufgeteilt, aus denen dynamische unterschiedliche Volumes für unterschiedliche Aufgaben zusammengesetzt werden. Diese werden via Host-LUN, File-Share oder S3-Bucket die jeweiligen Hosts zugeteilt. Werden SSDs und HDDs verwendet, dann kümmert sich die Storage-Engine selbstständig um die optimale Platzierung der Daten. Alle Anwendungen greifen dabei zunächst auf den schnellen Flash-Tier zu, der nicht als Cache genutzt wird, sondern für Schreib- und Lese-Operationen zuständig ist. Nicht ständig benötigte Daten werden erst bei geringer Auslastung des Systems mit hoher Performance in den HDD-Tier verschoben. Das Verhältnis von SSD- und HDD-Tier ist dynamisch regelbar. Diese Entwicklung soll eine hohe Performance bei gleichzeitig niedrigen Kosten sorgen.
Das System operiert dabei mit unterschiedlichen Volumes für verschiedene Aufgaben mit individueller Datenverteilung, Protokollen und Einstellungen für Tiering, Replikation, Snapshots und Performance. Zudem hat Fujitsu ein Container Storage Interface (CSI) implementiert, um die Einbindung des Systems in Kubernetes oder andere Orchestrierungssysteme für Container zu erleichtern.
Das Eternus NU200 arbeitet mit zwei Controllern, die auf bis zu 512 GBRAM zugreifen können. An Netzwerkschnittstellen stehen zunächst vier Ethernet-Ports mit bis zu 25 GbE sowie optional FibreChannel mit 16 Gbit/s bereit. Später wird der Hersteller als Optionen noch 100 GbE und FibreChannel mit 32 Gbit/s nachreichen. Als interne Boot-Drives dienen zwei NVMe-SSDs im M.2-Format.
Schutz der Daten vor Ransomware
Immutable Snapshots mit einfachem Management schützen die auf dem Eternus NU200 gespeicherten Daten vor Ransomware-Angriffen. Zudem soll das System verdächtige Zugriffe automatisch entdecken und unterbinden. Die Datensicherheit wird durch vielfältige Optionen für Datenreplikation auf verschiedene Speicherorte und Desaster Recovery erhöht. Transparente Failover-Cluster sollen per Software-Update später nachgereicht werden, verspricht Stefan Roth, Head of Storage Platforms CE bei Fujitsu. Sie erfordern allerdings eine zusätzliche Lizenz. Eine Cloud-Anbindung sei in Planung. Das Management der Systeme erfolgt über ein Web-Interface, per Kommandozeile und über eine REST API.
Nachhaltiger und günstiger Betrieb
Durch die Verwendung von Standard-Komponenten und die Möglichkeit, Speichermedien unterschiedlicher Größe im Mix zu verwenden, soll sich das Eternus NU200 länger nutzen lassen, als andere Systeme. Zudem soll bei dem Storage-System laut Fujitsu nutzbare Kapazität pro Speichermedium bei fast 100 Prozent liegen, ohne dass die Performance beeinträchtigt wird. Auch das erhöht die Nachhaltigkeit, da weniger Hardware benötigt wird. Mit dem verbrauchsbasierten uScale-Angebot können die kleinen und mittelständigen Unternehmen, die Fujitsu als Kunden anpeilt, ihre Kosten an die tatsächliche Nutzung anpassen. Zudem soll bei uScale auch eine vorübergehende Verminderung der genutzten Kapazität möglich sein, verspricht Roth.
Stand: 08.12.2025
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Die Eternus-NU200-Systeme sollen ab dem 28. Juni 2024 bei Fujitsu und den Partnern bestellbar sein.