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Gen Y bringt UC in Firmen
Das Highlight zum Tagesabschluss bildete jeweils der Vortrag von Dr. Wilhelm Bauer, stellvertretender Leiter des Frauenhofer IAO. Neben der Tatsache, dass künftig immer weniger Menschen fest an einem Standort arbeiten werden, führte er ebenfalls aus, wo die meisten Ideen sich bilden: „Einer Umfrage zufolge entstehen 24 Prozent der kreativen Ideen tatsächlich in der Firma. Die 28 Prozent kommen den Menschen irgendwo in der Natur, elf Prozent auf dem Arbeitsweg oder auf Geschäftsreisen.“
Ein weiterer Pluspunkt für UC kommt durch die „Generation Millennium“ auch Gen Y genannt, welche bald die Arbeitswelt erobern wird. Diese nutzt bereits jetzt die verschiedenen Möglichkeiten des Informationsaustausches privat und erwartet diese auch im Berufsleben, vor allem, wenn es um Team-Arbeit über mehrere Standorte hinweg geht.
Bauer zeigte anhand verschiedener Studien namhafter Analysten auf, inwiefern sich UCC auf die Profitabilität eines Unternehmens auswirken kann, aufgesplittet nach verschiedenen Branchen.
Neben den Keynote-Speakern gab es noch elf weitere Vorträge von Hersteller- und Distributionsvertretern.
Kreditkarten im Zehner-Pack
Darunter war auch der Vortrag von Martin Dombrowski von Entrada. Er referierte darüber, wie einfach Cyberkriminelle an Bankdaten kommen: „Der Datenklau ist professionalisiert. Kreditkarten werden quasi im Zehner-Pack verkauft.“ Das demonstrierte er eindrucksvoll mit einem gestellten Live-Hack auf einen virtuellen Windows-Desktop anhand der erst kürzlich gepatchten Sicherheitslücke bei der Nutzung von PDFs. Die Zuhörer waren sichtlich erstaunt, wie leicht es ist, im Internet Kreditkarten zu bekommen und wie ausgefuchst die Vertriebsstrukturen der Gauner sind.
Zum Thema Sicherheit fanden die Fachhändler ebenfalls weitere Informationen bei Computerlinks und RSA. Dr. Volker Strecke wies gleichfalls auf die Wichtigkeit des Identitätsschutzes sowie den mobilen Datenschutz hin.
Technik im Vordergrund
Andere Referenten gingen mehr auf die technischen Aspekte der von ihnen angebotenen Lösungen ein. Hierzu gehörte Actebis Peacock mit seinen Partnern Aastra, HP Procurve und NT Plus. Der Fokus lag bei der Integration oder der Virtualisierung von UC in Netzwerken.
Ferrari Electronics zeigte Wege zum Umstieg auf UC und fragte, groß geworden mit Fax-Software, dabei wohl nicht ohne leichte Ironie „Wer faxt den heute noch?“ Andere Referenten orientierten sich speziell an Lösungen für KMUs. Dazu trug Comstor mit Cisco an seiner Seite gleich in zwei Vorträgen bei. Aber auch Notebook-Hersteller Toshiba informierte über sein Partnerprogramm. Ein Microsoft-Sprecher legte den Teilnehmern zudem dar, welche Services aus der UC-Cloud schon heute funktionieren.
Networking neben UC
Zwischen den Vorträgen hatten die Teilnehmer genügend Zeit sich die Ausstellung anzusehen. Auch konnten sie sich bei zahlreichen Live-Demos bei den Herstellern noch einmal im Detail über die Produkte informieren. Das Feedback der Besucher belegt den Erfolg der Veranstaltung. ?
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