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„Es gibt nicht die eine Cloud“

| Autor / Redakteur: Michael Hase / Marisa Metzger

Häufig spielt bei der Wahl der Cloud-Technologie eine Rolle, welche Applikationen bereits im Unternehmen eingesetzt werden.
Häufig spielt bei der Wahl der Cloud-Technologie eine Rolle, welche Applikationen bereits im Unternehmen eingesetzt werden. (Bild: tovovan_Fotolia.com)

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Die Telekom setzt auf eine Multi-Cloud-Strategie, um Kunden bedarfsgerechte Lösungen anzubieten. Peter Kleimeier erklärt im Interview, wieso es „die eine Cloud“ nicht gibt.

Wo sehen Sie für IT-Dienstleister derzeit die größten Herausforderungen beim Einstieg ins Cloud-Lösungsgeschäft?

Ob Private, Public oder Hybrid: Systemhäuser und IT-Dienstleister müssen ihren Kunden bedarfsgerechte und passgenaue Cloud-Angebote machen können, um im Wettbewerb mit den großen Anbietern mitzuhalten. Unsere Erfahrung zeigt, dass es nicht „die eine Cloud“ gibt, sondern dass IT-Dienstleister in der Lage sein müssen, die Cloud-Plattform anzubieten, die den konkreten Bedarf ihres Kunden am besten erfüllt.

Durch welches Kriterium lassen sich Kunden nach Ihrer Beobachtung am stärksten bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters beeinflussen?

Häufig treffen Kunden die Auswahl der Cloud-Technologie danach, welche Technologien sie heute bereits einsetzen. Wer hier nicht eine breite Palette an Dienstleistungen anbieten kann, hat bereits am Anfang des Weges zur Digitalisierung aller Geschäftsprozesse – der Bereitstellung einer hochsicheren Infrastruktur – verloren.

Über welche Technologien reden wir konkret, und was heißt das für die Cloud-Entscheidung der Kunden?

Kunden, die beispielsweise ihre Server bereits mit einer Technologie von VMware virtualisieren, haben deutliche Vorteile bei der Migration von Workloads, wenn sie Cloud-Ressourcen aus einer VMware-basierten Cloud nutzen. Bei Microsoft-Applikationen kann der Einsatz von Microsoft Azure vorteilhaft sein. Für Kunden mit internationaler Ausrichtung könnte sich ein Blick auf die Möglichkeiten der Cisco Intercloud lohnen, und für Kunden, die eine Cloud-basierte Lösung für Apps und webbasierte Applikationen suchen, wäre möglicherweise OpenStack die geeignete Option. In bestimmten Fällen - wenn es zum Beispiel um die Entwicklung von Apps, Testing oder Backup geht – zählt dagegen neben der Sicherheit vor allem ein günstiger Preis.

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Mit welcher Strategie reagiert die Telekom auf diese heterogenen Anforderungen?

Vor dem geschilderten Hintergrund verfolgt die Telekom bewusst eine Multi-Cloud-Strategie. Das heißt: Neben der VMware basierten DSI vCloud erweitern wir unser Cloud-Infrastruktur-Portfolio um Microsoft Azure, um eine in Deutschland gehostete Plattform mit Verbindung zum internationalen Cisco-Intercloud-Netzwerk und um eine aggressiv gepreiste Public Cloud auf Basis von OpenStack – die Open Telekom Cloud. Letztere ist kompatibel mit Amazon Web Services. Dazu bieten wir umfassende Anbindungsoptionen aus dem besten Netz über Internet und private Leitungen auf Basis bewährter Technologien wie Ethernet, MPLS, IP-VPN et cetera.

Inwiefern können Vertriebspartner davon profitieren?

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Zur Person

Die Kundenbeziehung und das Vertrauen der Kunden in ihren IT-Dienstleister sind ein hohes Gut. Das soll auch so bleiben. Daher stehen der Partner und dessen Leistungen im Vordergrund. Er agiert als MSP für seine Kunden. Die Telekom agiert im Hintergrund als der Lieferant des Partners für die zugrunde liegende Cloud-Infrastruktur. So bieten wir Partnern ein Modell für die Vermarktung von IaaS- und PaaS-Lösungen, die sie auch als Whitelabel-Services vertreiben können.

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