NTT Data-CEO Norbert Rotter Erfolgreiche IT-Operation am offenen Herzen

Von Dr. Dietmar Müller 4 min Lesedauer

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NTT Data Business Solutions feiert in diesem Jahr das 35-jährige Jubiläum. Gerade hat CEO Norbert Rotter das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr ausgewiesen und verspricht Anwendern, Partnern und natürlich für NTT Data weiterhin mehr Erfolg.

Norbert Rotter, CEO von NTT Data Business Solutions, will weiter auf der Erfolgsspur bleiben.(Bild:  NTT Data Business Solutions)
Norbert Rotter, CEO von NTT Data Business Solutions, will weiter auf der Erfolgsspur bleiben.
(Bild: NTT Data Business Solutions)

NTT Data Business Solutions, der IT-Dienstleister im SAP-Umfeld mit Hauptsitz in Bielefeld, feiert dieses Jahr sein 35-jähriges Jubiläum. Eigentlich handelt es sich um ein deutsches Software-Schwergewicht, das wie so viele andere lange Zeit dem amerikanischen Marketing-Getöse wenig entgegenzusetzen hatte.

Dabei war das 1989 von Herbert Vogel und Wolfgang Schmidt als S&P Consult gegründete und später unter dem Namen Itelligence AG geführte Unternehmen ziemlich erfolgreich. 2007 stieg NTT Data zum Hauptanteilseigner auf. Die vollständige Übernahme erfolgte 2013. Seit Anfang dieses Geschäftsjahres gehört es zur NTT Data Corporation mit einem weltweiten Umsatz von über 30 Milliarden US-Dollar. Die deutsche Tochter bleibt weiterhin fokussiert auf den Mittelstand, SAP und andere Business-Anwendungen wie ServiceNow und Microsoft.

2008 wurde Norbert Rotter zum Finanzvorstand des Unternehmens ernannt, seit 2016 fungiert er als Geschäftsführer. Unter seiner Ägide hat sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt, der Umsatz wird mit über 1,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Darüber hinaus kletterte das EBITA-Resultat auf den historischen Höchstwert von 103,4 Millionen Euro – das Geschäftsjahr 2023/24 war damit das bisher erfolgreichste.

Nicht genug, Rotter möchte seine Firma wieder zurück ins Rampenlicht führen – doch speziell Anwender, die sich zu „Intelligent Enterprises“ transformieren wollten, wüssten oft nicht, dass die NTT Data Business Solutions mit einer Präsenz in über 30 Ländern sehr international aufgestellt sei. Dort verfüge man über Projektmanagern und Teams direkt vor Ort, egal ob im In- oder Ausland – „das ist für Kunden, die ebenfalls international aufgestellt sind, oft ein entscheidender Faktor. Mit unserer Muttergesellschaft NTT Data bieten wir zudem organisationsübergreifende Kooperationen. Dadurch können wir noch mehr Branchen und deren Big Player ansprechen.“

Partner & Portfolio als Erfolgsgaranten

Hinzu geselle sich ein Portfolio, das alle vernetzten End-to-End-Prozesse aus einer Hand abdecken könne, von Vertriebs-, über HR- bis hin zu Logistik-Prozessen. Fachexpertise werde in sogenannten Centers of Excellence (CoE) organisiert, die sich auf Fokus-Branchen wie Life Sciences und Automotive oder auf strategische Ziele wie Innovation/KI ausrichteten: „In Dänemark haben wir beispielsweise Ende letzten Jahres gemeinsam mit IBM ein CoE gegründet, in dem wir an KI-Lösungen auf Basis von WatsonX arbeiten“, erläutert Rotter.

„Wir sind seit 35 Jahren erfolgreich im SAP-Umfeld tätig, verfügen über fundiertes Knowhow und wissen, worauf es bei der Digitalen Transformation ankommt. Vor allem aber sind wir ein vertrauenswürdiger Partner für unsere Kunden weltweit. Das ist entscheidend, denn wir arbeiten mit sensiblen Kundendaten und müssen sicherstellen, dass Abläufe wie Bestellung, Einkauf, Produktion und Logistik während des gesamten Prozesses reibungslos funktionieren.“

Die digitale Transformation ist wie eine Operation am offenen Herzen. Einen solchen Eingriff überlässt man nur den erfahrensten Experten, denen man voll und ganz vertraut – und wir haben seit 35 Jahren die Expertise und den Fokus auf SAP-Lösungen für den Mittelstand.

Norbert Rotter, CEO von NTT Data Business Solutions

Neue und alte Allierte

Der Channel ist für Rotter und seine NTT dabei selbstredend überlebenswichtig. Strategische Partner kooperieren langfristig zu Themen wie Nachhaltigkeit, während Technologiepartner NTT mit oft gemeinsam weiterentwickelten Lösungen unterstützen. „Einige Unternehmen, die heute zu uns gehören, waren früher langjährige Partner von uns, so zum Beispiel Natuvion“, so Rotter. Zukünftige Partner müssten grundsätzlich SAP-Profis sein, diese dürften dafür ein internationales Netzwerk und namhafte Großkunden im Mittelstand erwarten.

Aber nicht nur neue Partnerschaften würden Rotter erfreuen, er sucht zudem auch nach 150 frischen Arbeitskräften, gerne für das Consulting. „Für junge Talente und Quereinsteiger haben wir das JET-Programm etabliert und bieten unseren Mitarbeitenden neben vielen Benefits auch attraktive Karrierechancen. Als SAP Platinum Partner sind wir eng mit SAP verbunden und können unseren Mitarbeitenden über das Partnerprogramm viele, insbesondere auch internationale, Möglichkeiten bieten.“

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Erzwungener Trend hin zum Hyperscalern und KI

Apropos SAP: Diese verdient dank dem Geschäft mit und in der Cloud seit neustem wieder blendend. Auch alliierte Partner wie NTT partizipieren an diesem Erfolg – der Umsatz mit Cloud Subscriptions stieg laut Rotter zuletzt um 42,7 Prozent auf 128,4 Millionen Euro, bereits im Vorjahr wuchs dieses Segment um 57,1 Prozent. Kein Wunder: Da die SAP die Wartung für ihre Altsystem 2027 beendet, sind die Kunden zum Umstieg auf SAP S/4HANA gezwungen. Rotter macht damit Verbunden einen Trend hin zur Integration von SAP in Hyperscaler-Clouds wie Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud. „Auch wir haben unser Angebot in Randbereichen erweitert und bieten ergänzende Anwendungen von Microsoft oder ServiceNow an“, so der Manager. Programme wie RISE with SAP und GROW with SAP seien für NTT sehr wichtig, suchten Unternehmen beim Umstieg auf die für sie passenden Cloud-Lösungen doch zunehmend die Unterstützung von Dienstleistern.

Ein weiterer Trend, nämlich der Einsatz von Künstliche Intelligenz, ist für den Geschäftsführer der „derzeit wohl spannendste Wachstumstreiber in der IT“. Rotter verspricht sich erhöhte Qualität, verbesserten Support und hilfreichere Anwendungen davon: „Ein Beispiel ist die Automatisierung von Geschäftsprozessen oder das Erkennen von Anomalien, die dank KI schnell und gezielt korrigiert werden können.“ Klar sei aber auch, dass die KI kein Allheilmittel sei, sie berge auch Herausforderungen. Rotter rät zur sorgfältigen Planung, qualitativ hochwertigen Daten, kontinuierlicher Pflege und „einer klaren ethischen Orientierung“.

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