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Gateway-Software-Bundle

„Eine Plug-and-Play-­Umgebung für Sensorik“

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Sensorik ist keine Hexerei.
Sensorik ist keine Hexerei. (Bild: Autosen)

Nicht nur Homeoffices brauchen eine digitale Anbindung, sondern auch Maschinenparks, Gewächshäuser und Altöltanks. Eine Lösung für das Standard-Sensorik-Protokoll „IO-Link“ für rund 200 Hersteller und 6.000 Sensoren bringen die Software AG, JFM und Autosen.

Bernd Groß, CTO, Software AG
Bernd Groß, CTO, Software AG (Bild: Software AG)

Die Digitalisierung in den letzten 20 Jahren bezog sich in erster Linie darauf, CRM- und ERP-Systeme oder andere Geschäftsanwendungen einzuführen, SAP-Systeme anzubinden und Prozesse zu digitalisieren, führt Bernd Groß, CTO der Software AG, aus. „Uns treibt die nächste Version der Digitalisierung an, bei der es darum geht, die schon digitalisierten Systeme in die Cloud zu bringen, beziehungsweise hybride Systeme und dabei eine ganzheitlich vernetzte Welt zu schaffen“, so der Chief Technology Officer.

Vernetzen von Maschinen

Anders formuliert: Es geht darum, Mitarbeiter und Maschinen aus der physikalischen Welt digital anzubinden und zu vernetzten. So viel zum Leitmotiv. Kommen wir zur Praxis: ein Software-Hardware-Bundle rund um das Gateway „io-key“ von JFM beziehungsweise der Tochter Autosen. Eine Kooperation mit der Software AG, die – wie ihr Name nahelegt – die Software beisteuert, dreht sich um die Anbindung und Vernetzung von Maschinen.

Neue Geschäftsmodelle

Groß nennt als Beispiel aus der Praxis eine Kompressor-Firma, die sich mit dieser Herangehensweise neue Geschäftsmöglichkeiten beziehungsweise Business-Modelle erschlossen hat: „Vernetzte und mit entsprechender Sensorik ausgestattete Kompressoren können überwacht und der Einsatz der Geräte so protokolliert werden, dass sich As-a-Service-Modelle aufgetan haben, die auch die Hardware in einem Mietmodell umfassen, bei dem aber letztendlich nur flexibel der Einsatz bezahlt wird.“

Kooperation zwischen IFM, Autosen und Software AG

Das Gateway-Software-Bundle dahinter ist seit Mitte April auf dem Markt. Die Hardware stammt von dem Sensorikhersteller IFM und Autosen. „Die Software AG, als dritte im Bunde, kooperiert als Software-Partner mit den beiden Hardware-Lieferanten, die ein entsprechendes Gateway auf den Markt gebracht haben. Das Gateway namens io-key arbeitet mit dem Standardprotokoll aus diesem Umfeld, nämlich IO-Link, das rund 200 Hersteller mit etwa 6.000 verschiedenen Sensoren nutzen“, so Groß. Neben Sensorik für Temperatur – dem Klassiker – geht es hier um Füllstände, Feuchtigkeitsmessungen, Bewegungs- und Vibrationssensoren, Lichtschranken „und was man sich alles für Sensoren ausdenken kann.“

Sensordaten für die Cloud

IO-Link ist ein Kommunikationssystem zur Anbindung von Sensoren und Aktoren an ein Automatisierungssystem in der Norm IEC 61131-9 und unter der Bezeichnung „Single-drop digital communication interface for small sensors and actuators (­SDCI)“ normiert. Die Standardisierung umfasst dabei sowohl die elektrischen Anschlussdaten als auch ein digitales Kommunikationsprotokoll, über das Sensoren und Aktoren mit dem Automatisierungssystem in Datenaustausch treten.

Diese normierte Technologie nutzend wird „io-key“ als „Plug-and-Play-Umgebung vermarktet und zwar für Sensorik, bei der keine Software-Codierung nötig ist und die Sensordaten sofort über die Cloud – also auch in der Ferne – verfügbar sind.

Einsatzgebiete

Groß führt aus: „Das System wird beispielsweise in der Logistik eingesetzt, bei Supply Chains, im Manufacturing-Umfeld, dort speziell in der Predictive Maintenance, der Baubranche oder in der Landwirtschaft.“ Das Hauptsegment für den Einsatz der Technologie ist die Industrieautomation. „Auch im Smart-Building-Bereich, also dem Gebäudemanagement, spielt die Technologie eine große Rolle“, sagt Groß.

In der Praxis werden von Systemhäusern und IT-Dienstleistern häufig Ticketsysteme angebunden, die Event-basiert entsprechende Maßnahmen einleiten, wenn bestimmte Sensordaten bestimmte Werte erfüllen.

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