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Notwendige Maßnahme Digitalisierung für Systemhäuser

Autor / Redakteur: Harald Knapstein / Sarah Böttcher

Bei den Systemhäusern herrscht die Meinung, die Digitalisierung betreffe sie nicht. Das Marktforschungshaus IQITS betont jedoch, dass Systemhäuser, die die eigene Digitale Transformation nicht aktiv angehen, einen folgenschweren Fehler begehen.

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Systemhäuser, die nicht auf den Digitalisierungszug aufspringen, werden schnell abgehängt werden.
Systemhäuser, die nicht auf den Digitalisierungszug aufspringen, werden schnell abgehängt werden.
(Bild: Pixabay)

Allerorten sorgt die Digitale Transformation für Diskussionen, erhoffen sich Unternehmer von der Digitalisierung der Produktions-, Logistik- und Vertriebsprozesse neue Geschäftsfelder und Umsatzpotenziale. Unter den Systemhaus-Entscheidern herrscht jedoch mitunter die Einstellung: „Dieser Wandel betrifft mich nicht, mein Kerngeschäft ist schon digital.“ Das kann sich als folgenschwerer Fehler erweisen.

In der Debatte erscheint die Digitale Transformation meist entweder als gesellschaftliches Phänomen oder aber als Wandel, der vorrangig die Industrie betrifft: Der Begriff bezeichnet dort den großflächigen Einsatz innovativer digitaler Technologien mit dem Ziel, bestehende Geschäftsprozesse zu optimieren und neue Prozesse zu etablieren – bis hin zum Entstehen von Geschäftsmodellen, die es vormals ohne digitale Technik noch nicht gab.

Ergänzendes zum Thema
Der IT-Reseller Experience (IT-RX) Index

Der IT-RX-Index ist eine herstellerunabhängige, ganzheitliche und einfach verständliche Analyse- und Bewertungsmethode für die Auswahl qualitativ ausgezeichneter IT-Lösungspartner in der Region. Der Schwerpunkt liegt dabei auf IT-Dienstleistern, die für kleine und mittelständische Unternehmen tätig sind.

Die vier Basiskriterien des IT-RX
Die vier Basiskriterien des IT-RX
( Bild: Harald Knapstein )

IQITS bewertet für die Ermittlung des IT-RX die Kundenerlebnisse in allen Phasen des Investitionsprozesses. Dazu werden zunächst die Internetpräsenz sowie die Informationsqualität des Partners analysiert. Über persönlich geführte Erstberatungsgespräche findet IQITS dann heraus, wie der Dienstleister sein Unternehmen positioniert und den Bedarf seiner Interessenten qualifiziert.

Im nächsten Schritt werden Gespräche mit den Kunden des Dienstleisters geführt, um die technische Expertise und die Umsetzungskompetenz einstufen zu können. Die Ergebnisse aller Kundenerfahrungen werden schließlich über den IT-RX Index bewertbar und vergleichbar gemacht.

Doch der digitale Wandel erfasst sämtliche Branchen – nicht zuletzt die IT selbst. „Es liegt in der Natur der Sache, dass die IT-Branche in Sachen Digitalisierung weiter vorn liegt als andere Industrien“, so die Einschätzung des IQITS. „Deshalb müssten Systemhäuser eigentlich am besten wissen: Der digitale Wandel schreitet immer schneller voran – und so muss man laufend Bestehendes hinterfragen, um es optimieren zu können.“

Transformation der Außendarstellung

Das Marktforschungshaus rät deshalb: „Systemhäuser sollten die Möglichkeiten digitaler Technologien nutzen, um ihre Außendarstellung und vertriebsunterstützenden Prozesse zu transformieren.“ Ein Systemhaus, so das Unternehmen weiter, sollte mittels moderner Technik zum Beispiel seinen Webauftritt aktualisieren (etwa auf ein responsives Design umstellen oder Multimedia-Material wie Animationsfilme einbinden), die Auffindbarkeit der eigenen Angebote durch SEO-Maßnahmen verbessern, verstärkt Social Media für die Kundenansprache nutzen und Kontaktmöglichkeiten nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch auf Business-Portalen wie Xing oder LinkedIn bereitstellen. „Digitalisierung bedeutet auch, Mundpropaganda durch effektive Inbound-Marketing-Aktivitäten zu ergänzen“, so IQITS. „Und mit automatisiertem Call Routing finden Anrufer auch außerhalb der Geschäftszeiten den bestmöglichen Ansprechpartner.“

Systemhäuser können laut IQITS dank der Digitalisierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: „Smarte Kommunikationstechnik macht nicht nur die eigenen Büroabläufe effizienter, sondern man betreibt zugleich eine Live-Demo, die den Kunden aufzeigt, was heute alles technisch möglich ist.“ Beim digitalen Wandel, müssten Systemhäuser deshalb schon aus Eigeninteresse mit leuchtendem Beispiel vorangehen.

Ausgezeichneter IT-Lösungspartner Region München: Capcad

Mehr als 30 Jahre Erfahrung in der turbulenten IT-Branche bringt die Capcad Systems AG mittlerweile mit – aber sich auf vergangenen Erfolgen auszuruhen, ist nicht die Sache des Münchner Dienstleisters. Das Unternehmen entwickelt sich permanent weiter und greift neue Digitalisierungstrends frühzeitig auf. „Nur so können wir wirklich ‚Navigator‘ für unsere Kunden sein und ihnen Orientierung in einer immer komplexeren IT-Welt bieten“, so Erol Serter, Vorstandsvorsitzender der Capcad.

Das 1987 gegründete Unternehmen betreibt neben dem Hauptsitz in München-Ismaning fünf weitere Niederlassungen in Bad Hersfeld, Hamburg, Landshut, Lüneburg und Regensburg. So kann der IT-Dienstleister mittelständische Kunden im gesamten Bundesgebiet direkt betreuen. Auch das Partnernetzwerk ist in den vergangenen drei Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Capcad arbeitet unter anderem eng mit Cisco, Citrix, Microsoft, Veeam und VMware zusammen und deckt damit ein breites Themenspektrum ab.

Erol Serter, Vorstandsvorsitzender bei der Capcad Systems AG
Erol Serter, Vorstandsvorsitzender bei der Capcad Systems AG
(Bild: Capcad Systems AG)

Das Lösungsportfolio war einer der Gründe für die Top-Platzierung im regionalen IT-RX-Ranking. Von Analyse und Beratung bis zum Outsourcing kompletter IT-Infrastrukturen bietet Capcad Leistungen, die für eine zukunftsfähige IT im Mittelstand heute wichtig sind, so IQITS. Durch die Digitalisierung kommen laufend neue Anforderungen hinzu – beispielsweise beim Datenschutz. Capcad agiert bei Bedarf als externer ­Datenschutzbeauftragter, führt Audits und Datenschutz-Checks durch und unterstützt Organisationen bei der Umsetzung der EU-DSGVO.

„Informationssicherheit und Datenschutz sind aus unserer Sicht – neben der notwendigen Standardisierung von Prozessen – die größten Herausforderungen der Digitalen Transformation“, sagt Serter. Deshalb möchte sich Capcad 2018 nach ISO 27001 zertifizieren lassen, um hier „mehr Knowhow für zukünftige Projekte aufzubauen.“

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