Endpunktsicherheit Die Zukunft heißt Zero Trust Network Access

Von Bernhard Lück

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VPNs waren lange fester Bestandteil von Cybersicherheitsstrukturen. Doch in hybriden Arbeitsumgebungen ist es leichter, den VPN-Schutzwall zu durchdringen. BlackBerry erklärt: Optimale Endpunktsicherheit gibt es nicht mehr per VPN, sondern nur noch mit Zero Trust Network Access (ZTNA).

Bei Zero Trust wird jedem Standort und jedem von externen Mitarbeitern verwendeten Gerät standardmäßig null Vertrauen entgegengebracht.
Bei Zero Trust wird jedem Standort und jedem von externen Mitarbeitern verwendeten Gerät standardmäßig null Vertrauen entgegengebracht.
(Bild: © – ArtemisDiana – stock.adobe.com)

Die Ursprünge der VPN-Technologie gehen bis ins Jahr 1996 zurück. Seitdem blieb das Funktionsprinzip trotz einiger Weiterentwicklungen im Kern unverändert. Ein VPN gewährt einem Nutzer Zugang zu einem Unternehmensnetzwerk, indem es dieses – und damit auch den Sicherheitsbereich – auf den Benutzer ausweitet. Das Hauptproblem sei, dass allen Personen innerhalb der Grenze dieses Sicherheitsbereichs Vertrauen gewährt werde. Wie gefährlich das sein kann, zeigt der erfolgreiche Angriff auf den US-Konzern Colonial Pipeline im vergangenen Jahr, der u.a. auf ein veraltetes VPN zurückzuführen war.

Mit der zunehmenden Verbreitung virtueller Infrastrukturen und von Cloud-Lösungen können Unternehmen die Grenzen ihrer Sicherheitsbereiche jedoch nicht mehr einfach und scharf definieren. Erschwerend kommt der durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste und weiter anhaltende Trend zu Remote Work hinzu – und mit ihm viele neue Endpunkte.

Genauso wie die Arbeitswelt sich weiterentwickelt hat, müssen das auch Unternehmen tun. Sie müssen ihre Herangehensweise an die Netzwerküberwachung überdenken und die Grundlagen der Benutzerverwaltung, der Endpunktsicherheit und der Zugriffskontrolle neu konzipieren.

Ein entscheidender Schritt bei der Netzwerkabsicherung moderner, hybrider Arbeitsumgebungen besteht darin, die Prinzipien des Zero Trust Network Access anzuwenden. Zero Trust ist ein Sicherheitsmodell bei dem jedem Standort und jedem von externen Mitarbeitern verwendeten Gerät standardmäßig Zero Trust, also null Vertrauen entgegengebracht wird. Durch bestimmte Nutzerinteraktionen steigt oder fällt der Vertrauenswert in Echtzeit, was sich wiederum auf Zugriffsbereiche des Nutzers auswirkt.

Produkte, die auf der Grundlage von ZTNA aufbauen, können Unternehmen daher effektiv bei der Sicherung von Abläufen jenseits der Unternehmensgrenzen unterstützen, z.B. eine Lösung wie CylanceGateway von BlackBerry. Diese, so der Hersteller, durch künstliche Intelligenz erweiterte, cloudnative Lösung ermögliche einen skalierbaren, nur nach außen gerichteten Zugriff auf kritische lokale Anwendungen und Ressourcen. Dabei sorge sie für eine vereinfachte Richtlinienautomatisierung und fortschrittlichen Endpunktschutz. Moderne auf ZTNA basierende Produkte seien zudem nutzbar, um hybride Umgebungen für verteiltes Arbeiten zu optimieren und gleichzeitig einen stärker cloudzentrierten Ansatz für den Betrieb und die Sicherheit zu verfolgen.

Moderne Unternehmensnetzwerke sind durch die Vielzahl von Remote Workern und das Internet der Dinge so groß und komplex, dass eine lückenlose Überwachung aller verwendeten Geräte nahezu unmöglich ist. Auch dabei kann der Zero-Trust-Ansatz helfen, weil die Sicherheit auf den Endpunkt ausgeweitet werden und potenzielle Vorfälle besser untersucht werden können.

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