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ITB: Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihren Partnern?
Wortmann: Wir haben eine klare Ausrichtung auf langjährige Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten. Unser Fokus richtet sich deutlich auf den Fachhandel als Partner auch in schweren Zeiten. Deshalb vertreiben wir seit jeher indirekt. Über qualifizierte Fachhändler und Systemhäuser sichern wir die Beratungs- und Service-Qualität für verschiedene Branchen. Zudem kann nur so eine hohe Marktdurchdringung realisiert werden.
ITB: Bei Ihnen existiert seit langem ein Service-Angebot, von dem die Reseller profitieren. Wie sieht das aus?
Wortmann: Bereits 1995 haben wir uns entschieden, den Service für die Terra-Produkte unsere Vertriebspartner machen zu lassen. Heute gibt es über 800 Service-Partnerunternehmen. Diese sind in Deutschland flächendeckend zu finden, aber es gibt sie auch in einigen anderen europäischen Ländern.
ITB: Was sind die Kennzeichen dieser Dienstleistungen?
Wortmann: Das Terra-Servicenetz ermöglicht eine sichere Ausführung überregionaler Großprojekte. So können Reseller beispielsweise ihren Kunden einen vier-Stunden-vor-Ort-Service für Server in Deutschland und der Schweiz verkaufen. Sollte der Kunde die Dienstleistung tatsächlich in Anspruch nehmen müssen, bezahlen wir den durchführenden Partner von Hüllhorst aus für seine erbrachte Leistung. Die Händler können bei jedem einzelnen Auftrag die Service-Produkte individuell wählen.
ITB: Ist die flache Hierarchie manchmal auch hilfreich für die Partner?
Wortmann: Natürlich. Wenn der Reseller beispielsweise ein größeres Projekt an der Angel hat, das jedoch sein Limit übersteigt, wird das direkt an mich weitergeleitet. Da hängen keine weiteren Abteilungen bei der Entscheidung dazwischen.
ITB: Stimmt es, dass es in der Wortmann-Geschichte noch nie einen Rechtsstreit mit einem Kunden gab?
Wortmann: Ja, denn bei uns wird Kulanz groß geschrieben. Das Meiste lässt sich regeln, indem man mit den Menschen spricht. Das geht umso leichter, weil unsere Kunden langfristig immer die gleichen Ansprechpartner bei uns haben. Und wenn es wirklich einmal hart auf hart kommt, sollte man sich besser überlegen, ob man sich von diesem Kunden nicht besser trennt. Aber prinzipiell gilt der Grundsatz: Kulanz geht vor Konfrontation.
ITB: Auch innerhalb des Unternehmens geht es sehr kollegial zu. Was ist das Geheimnis?
Wortmann: Die Firmenkultur ist offen und freundschaftlich. Wie Sie auf der Hausmesse vielleicht schon mitbekommen haben, geht es hier nicht so steif zu wie bei anderen, ähnlichen Veranstaltungen.
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