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HSP Summit 2019 Die Cloud erfordert völlig neue Skill-Profile

Autor: Michael Hase

Erfahrung aus dem klassischen Infrastrukturgeschäft nützt Systemhäusern in IaaS-Projekten wenig, beobachtet Markus Vogt, BU Manager Microsoft & Cloud bei Tech Data. Kunden setzen bei ihren Dienstleistern aber zunehmend Cloud-Skills voraus.

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Markus Vogt, BU Manager Microsoft & Cloud bei Tech Data, sieht Bedarf an zusätzlichem Cloud-Knowhow im Channel.
Markus Vogt, BU Manager Microsoft & Cloud bei Tech Data, sieht Bedarf an zusätzlichem Cloud-Knowhow im Channel.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Was treibt Unternehmen dazu an, ihr Datacenter zu transformieren und Systeme wie beispielsweise ihre SAP-Anwendungen in die Azure-Cloud zu migrieren?

Vogt: Bei der Motivation, solche Systeme auf einer Cloud-Infrastruktur zu nutzen, spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Ein Aspekt sind die Kosten. So entfällt das Vorabinvestment in Hardware, die zudem für Spitzenlasten ausgelegt sein müsste. In Azure lassen sich dagegen die Ressourcen flexibel an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Auch für Development- und Testsysteme, die nur zeitweise laufen, muss keine Hardware vorgehalten werden. Eine weitere Triebfeder bei Kunden ist das Thema Security: Ein Mittelständler wird niemals in der Lage sein, ein Rechenzentrum so sicher und zuverlässig zu betreiben wie Microsoft. Hinzu kommen die globale Verfügbarkeit von Azure und das Thema Ausfallsicherheit: In der Cloud lassen sich völlig neue Disaster-Recovery-Szenarien realisieren, die On Premises nicht möglich wären.

Inwiefern unterscheiden sich IaaS-Projekte aus Sicht eines Systemhauses vom klassischen Infrastrukturgeschäft?

Vogt: In der Regel sind völlig neue Skill-Profile erforderlich. Die Erfahrung, die Systemhäuser im Sizing und in der Konfiguration von Hardware besitzen, können sie im Cloud-Geschäft nur eingeschränkt nutzen. Es liegt sogar eine Gefahr darin, diese Erfahrung einfach zu übertragen: Gerade beim Sizing und Prizing von virtuellen Server-Instanzen werden aktuell eklatante Fehler begangen, die teilweise zum Stopp von Projekten führen, da die falsche Auslegung einer Cloud-Umgebung für den Kunden zu viel zu hohen Kosten führt.

Wie lauten die bisherigen Erfahrungen aus Cloud-Projekten? Verändert sich das Verhältnis zwischen Systemhäusern und Kunden?

Vogt: Das Verhältnis ändert sich hauptsächlich dann, wenn Systemhäuser nicht in der Lage sind, die Nachfrage ihrer Kunden nach Cloud-Lösungen zu erfüllen. Die Projekte, bei denen wir als Distributor die Partner begleitet haben, sind insgesamt allerdings gut gelaufen.

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