Gfu HEMIX 2020 Deutschland deckt sich mit Technik ein

Autor: Heidi Schuster

Das vergangene Jahr war geprägt von der Corona-Pandemie; das zeigen auch die Zahlen vom Gfu HEMIX 2020. Demnach hat der Home-Electronics-Markt einen unerwarteten Boom erlebt, der mindestens im ersten Halbjahr 2021 noch andauern soll.

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Weil 2020 ein großer Teil des Privatlebens, des Berufs und der Bildung in den eigenen vier Wänden stattfinden musste – und nach wie vor dort stattfindet – war entsprechende technische Ausstattung gefragt.
Weil 2020 ein großer Teil des Privatlebens, des Berufs und der Bildung in den eigenen vier Wänden stattfinden musste – und nach wie vor dort stattfindet – war entsprechende technische Ausstattung gefragt.
(Bild: oatawa - stock.adobe.com)

Die Bundesbürger haben die Pandemie genutzt, um das Zuhause aufzurüsten. So gab es einige unerwartete Verkaufsschlager im Home-Electronics-Markt, wie der Gfu HEMIX 2020 zeigt. So ist der Markt in 2020 um 11,6 Prozent auf mehr als 47,5 Milliarden Euro angestiegen.

Alles mit Bildschirm ist gefragt

Gerade Produkte mit einem Bildschirm verzeichneten 2020 teilweise zweistellige Steigerungen bei Umsatz und Stückzahl im Vergleich zum Vorjahr. Mit Fernsehgeräten konnte ein Umsatz von knapp 4,2 Milliarden Euro (+ 13,3 %) erzielt werden. Die verkaufte Stückzahl stieg um 11,2 Prozent auf 7,2 Millionen Geräte, der Durchschnittspreis um 1,9 Prozent auf 583 Euro.

Auch der Durchschnittspreis der Smartphones stieg an, um 1,5 Prozent auf 499 Euro. Beim Umsatz erzielten Smartphones 11,2 Milliarden Euro (+ 3,3 %) mit knapp 22,5 Millionen Stück (+ 1,8 %).

Die privat genutzten IT-Produkte wurden außergewöhnlich stark nachgefragt: PCs erhöhten die verkaufte Stückzahl um 10,7 Prozent auf rund 1,1 Millionen Stück und 916 Millionen Euro Umsatz (+ 11,1 %). Notebooks konnten ihren Umsatz um 26,8 auf knapp 3,6 Milliarden Euro und Tablet-PCs um 26,8 Prozent auf mehr als 1,7 Milliarden Euro steigern. Es wurden 23,9 Prozent mehr Notebooks als im Vorjahreszeitraum verkauft, nämlich knapp 4,9 Millionen Stück und die Anzahl der verkauften Tablets nahm um 12,9 Prozent auf knapp 4,6 Millionen Stück zu. Während der Durchschnittspreis der PCs annähernd stabil blieb (+ 0,4 %, 824 Euro), stieg er bei den Notebooks leicht (+ 2,4 %, 732 Euro) und bei Tablet-PCs zweistellig um 12,3 Prozent auf 378 Euro an. Besonders deutlich fiel die Umsatzsteigerung bei Monitoren aus. Sie erreichten einen Umsatzzuwachs um 64 Prozent auf 948 Millionen Euro. Die verkauften Stückzahlen erhöhten sich entsprechend auch deutlich um 59,7 Prozent auf knapp 4,2 Millionen.

Positive Entwicklung bei den Elektro-Hausgeräten

Die seit langem positive Entwicklung im Bereich der Elektro-Hausgeräte setzte sich 2020 verstärkt fort: Das Umsatzplus bei Elektro-Großgeräten betrug im Gesamtjahr 10,4 Prozent auf einen Gesamtumsatz von knapp 10 Milliarden Euro. Bei den Elektro-Kleingeräten fiel der Zuwachs mit 21,3 Prozent auf rund 7,1 Milliarden Euro Umsatz noch stärker aus.

Consumer Electronics

Mit einem Umsatz von knapp 30,5 Milliarden Euro weist die Consumer Electronics in 2020 ein Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zu 2019 auf. Dabei entwickelte sich vor allem das Segment der privat genutzten ITK-Produkte mit einem Umsatzzuwachs von 23,9 Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Euro äußerst positiv. Die privat genutzten Telekommunikationsprodukte verzeichneten ein Wachstum von 4,5 Prozent auf knapp 12,7 Milliarden Euro, was neben den Smartphones vor allem an einem erneuten Wachstum der Core Wearables (+ 20,4 % Umsatz) lag. Das Segment Unterhaltungselektronik konnte mit einem Umsatz von rund 9,3 Milliarden Euro ein Plus von 6,3 Prozent verbuchen.

Prognose für 2021

„Wir sind uns bewusst, dass uns das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie eine Sonderkonjunktur beschert hat. Dies wird im laufenden Jahr so nicht wiederholbar sein. Da aber für viele Home-Electronics-Produkte weiterhin eine große Nachfrage besteht, sind wir hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung vorsichtig optimistisch für den Gesamtmarkt der Consumer Electronics sowie der Elektro-Hausgeräte in 2021“, erklärt Kai Hillebrandt, Aufsichtsratsvorsitzender der Gfu.

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Redakteurin, Online CvD, Vogel IT-Medien