Lenovo Thinkstation P350 Desktop-Workstations mit Intels Rocket Lake

Autor Klaus Länger

Mit der P350-Familie bringt Lenovo die Thinkpad-Desktop-Workstations der Einsteigerklasse auf den technisch aktuellen Stand. Die unterschiedlichen Modelle von Tiny bis Tower basieren nun auf Intels Rocket-Lake-Plattform mit PCIe 4.0 und Thunderbolt 4.

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Lenovo setzt in den Thinkstations der P350-Serie Intel-Core- oder Xeon-W-Prozessoren der 11. Generation mit bis zu acht Prozessorkernen ein. Die Tower- und SFF-Varianten der Workstations bieten zusätzlich Raum für Nvidia-Grafikkarten.
Lenovo setzt in den Thinkstations der P350-Serie Intel-Core- oder Xeon-W-Prozessoren der 11. Generation mit bis zu acht Prozessorkernen ein. Die Tower- und SFF-Varianten der Workstations bieten zusätzlich Raum für Nvidia-Grafikkarten.
(Bild: Lenovo)

Desktop-Workstations der Einsteigerklasse wie die Thinkstation-P350-Familie von Lenovo sind dort gefragt, wo es nicht auf eine absolute Höchstleistung ankommt, sondern auf ISV-Zertifizierung und Zuverlässigkeit. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Thinkstation-P350-Workstations langsam wären. Schließlich kommen hier die aktuellen Intel-Desktop-Prozessoren der 11. Generation mit bis zu acht Kernen zum Einsatz und, je nach Formfaktor, Nvidia-Grafikkarten bis hin zur RTX A5000. Je nach Aufgabe stehen drei verschiedene Formfaktoren und damit auch Leistungsklassen zur Wahl: Die Thinkstation P350 Tiny mit unter einem Liter Gehäusevolumen, die immer noch sehr kompakten SFF-Modelle und die auf Erweiterbarkeit ausgelegte Midi-Tower-Variante.

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Thinkstation P350 Tiny

Die ultrakompakte Tiny-Version der Thinkstation P350 misst nur 17,9 x 18,3 x 3,65 cm. Trotzdem können in dem winzigen Rechner Core-Prozessoren bis hin zum Core i9-11900 mit acht Kernen und 5,2 GHz Turbo-Takt verwendet werden. Das kleine Mainboard mit Q570-Chipsatz kann bis zu 64 GB RAM in Form von zwei SODIMMs und zwei M.2-SSDs mit insgesamt bis zu vier TB Speicherplatz aufnehmen. Bei höheren Anforderungen an die Grafikleistung kann zusätzlich zur im Rocket-Lake-Prozessor integrierten UHD-750-GPU eine Nvidia-T1000 oder P600-Grafik eingesetzt werden. Damit sind bis zu sechs Displays möglich. Thunderbolt 4 unterstützt der Tiny nicht, dafür aber optional WLAN. Eine ebenfalls optionale VESA-Halterung ermöglicht die Montage der winzigen Workstation an der Rückseite eines entsprechend ausgestatteten Monitors.

Thinkstation P350 SFF und Tower

Die Thinkstation-Modelle P350 SFF und TWR nutzen beide Mainboards mit Intels W580-Chipsatz. Damit unterstützen sie neben den Core-Prozessoren die Xeon-W-CPUs der Rocket-Lake-Familie. Letztere ermöglichen den Einsatz von ECC-Speicher. Mit vier UDIMM-Slots sind bei beiden Modellen maximal 128 GB RAM möglich. Während das Small-Formfactor-Modell maximal mit einem Core i9-11900 oder einem Xeon W-1390 bestückt werden kann, erlaubt die leistungsfähigere Prozessorkühlung des Towers darüberhinaus den Einsatz der K- beziehungsweise P-Version der Prozessoren mit höherem Takt. Zudem bietet der Tower mehr Platz für 3,5-Zoll-HDDs und 2,5-Zoll-SSDs oder HDDs. Bei beiden Modellen kann das Mainboard bis zu drei M.2-SSDs aufnehmen. Maximal sind allerdings auch beim Tower sieben Laufwerke möglich. Das kompakte SFF-Gehäuse bietet Platz für eine Grafikkarte bis zur Nvidia T1000 mit 4 GB VRAM, im Tower können leistungsstärkere Karten bis hin zur RTX 5000 mit 16 GB GDDR6 arbeiten. Beide Workstations verfügen über eine PCIe-4.0-x16-Slot für die Grafikkarte und sind damit auch für zukünftige Kartentypen gerüstet. Für den Anschluss schneller externer SSDs steht ein Thunderbolt4-Port bereit. Als Betriebssystem stehen neben Windows 10 Pro oder Pro für Workstation auch Ubuntu Linux oder Red Hat Enterprise Linux zur Wahl.

Die Thinksation-Modelle P350 Tower, P350 SFF und P350 Tiny sind laut Hersteller ab Herbst 2021 verfügbar. Die Preise gibt Lenovo derzeit noch nicht bekannt.

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