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Verstecktes Potenzial für den Channel Der deutsche Non-Profit-Sektor will investieren

| Autor: Melanie Staudacher

Im Digital-Report 2020 gaben rund 5.000 Non-Profit-Organisationen Auskunft über ihre technische Ausstattung, IT-Kosten und -Investitionen sowie digitale Kompetenzen und Strategien. Vier von zehn Organisationen wollen 2020 ihr IT-Budget erhöhen.

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Der Non-Profit-Sektor steht selten im Mittelpunkt der Digitalisierung, bietet aber jede Menge Potenzial für den ITK-Channel.
Der Non-Profit-Sektor steht selten im Mittelpunkt der Digitalisierung, bietet aber jede Menge Potenzial für den ITK-Channel.
(Bild: © Mykyta - adobe.stock.com)

Mit 3,7 Millionen Beschäftigten trägt der Non-Profit-Sektor 4,1 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und ist somit einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands. Im Digital-Report 2020 werden geplante IT-Investitionen und Wachstumspotenziale in Vereinen, Verbänden und Stiftungen, die sonst selten im Mittelpunkt der Digitalisierung stehen, genauer unter die Lupe genommen. Initiiert und herausgegeben wurde die Studie vom Haus des Stiftens in München und gefördert durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat.

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Der Non-Profit-Sektor ist digital

Auch im Non-Profit-Sektor ist die Digitalisierung, den Studienergebnissen zufolge, der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit. 96 Prozent aller Non-Profit-Organisationen (NPO) betreiben eine eigene Website. 85 Prozent nutzen Antiviren-Software, 74 Prozent Lösungen für die Mitgliederverwaltung und 65 Prozent webbasierte E-Maildienste. Auch Speziallösungen kommen zum Einsatz: Tools für Crowdfunding (14 %) und Fundraising-Software (11 %).

Potenzial für Hard- und Software

Im November 2019 wurden die Organisationen befragt, in welchen Bereichen Investitionen für das Jahr 2020 geplant sind. Das größte Stück vom Kuchen können in diesem Jahr Hardware-Hersteller bekommen. Insgesamt 42,2 Prozent der NPO streben moderate, hohe oder sogar sehr hohe Investitionen an. Auch in Software soll investiert werden: 29, 5 Prozent planen moderate, 8,2 Prozent hohe und 2,5 Prozent sehr hohe Investitionen. Überhaupt nicht investiert wird von den meisten in externe Dienstleister und IT-Personal (76 %) und in IT-Schulungen (54 %).

Vertrauen in Cloud-Lösungen

Den Studienergebnissen zufolge nutzt der Sektor zunehmend Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Cloud Computing. Derzeit hat etwa jede dritte NPO (34 %) mindestens eine dieser Technologien im Einsatz. Zum Teilen von Dokumenten werden Cloud-Lösungen am häufigsten verwendet (86,9 %), gefolgt von Lösungen zur Datensicherung (59,4 %) und E-Mail (45,3 %). Bis Ende 2021 wollten NPO massiv in diese Technologien investieren. Dementsprechend prophezeien sie einen deutlichen Rückgang von On-Premises-Lösungen. Aktuell werden diese nur noch von knapp der Hälfte der Organisationen genutzt. Der Anteil wird sich bis Ende 2021 wohl auf 24 Prozent reduzieren.

Aus den Antworten der Befragten, welche Zukunftstechnologien ihrer Meinung nach ein großes oder sehr großes Potential haben, ergibt sich folgendes Ranking:

  • Cloud-Computing (41 %)
  • Virtual Realtiy/Augmented Reality (15 %)
  • Künstliche Intelligenz (12 %)
  • 3D-Druck und Internet of Things (jeweils 11 %)
  • Chatbots (8 %)
  • Blockchain (4 %)

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Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH