Komsa feiert den Handel und investiert in die Zukunft „Das Jahrzehnt der Möglichkeiten“

Von Sylvia Lösel

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Große Umbrüche, große Veränderungen beschäftigen die Unternehmen in Deutschland. Für die ITK-Distribution und Systemhäuser ergeben sich aber gerade deswegen viele Chancen. Davon sind Pierre-Pascal Urbon und Steffen Ebner überzeugt. Die beiden Komsa-Manager sehen vier Megatrends.

Komsa hatte nach Hartmannsdorf zum 30-jährigen Firmenjubiläum eingeladen und über 800 Händler waren gekommen.
Komsa hatte nach Hartmannsdorf zum 30-jährigen Firmenjubiläum eingeladen und über 800 Händler waren gekommen.
(Bild: Vogel IT-Medien )

„Das Jahrzehnt der Möglichkeiten“, kündigt Pierre-Pascal Urbon in seiner Keynote vor rund 800 Partnern an. Mit diesem Mut machenden Satz eröffnet er die Jubiläumsveranstaltung von Komsa in Hartmannsdorf. Wie kommt er darauf, in Zeiten von Energiekrise, Lieferkettenschwierigkeiten und Fachkräftemangel? Die IT-Branche könnte der große Gewinner dieser massiven Umbrüche sein, die gerade passieren. Digitalisierung ist einer der Schlüssel, um

Pierre-Pascal Urbon, CEO bei Komsa.
Pierre-Pascal Urbon, CEO bei Komsa.
(Bild: Komsa )

mit zahlreichen Herausforderungen umzugehen und Komsa hat sich in den vergangenen beiden Jahren für die Zukunft aufgestellt. „Wir sind durch eine raue See gesegelt“, gibt Vertriebsvorstand Steffen Ebner auch ganz offen zu. „Auch wir hatten Lieferkettenprobleme, mussten Preise anheben.“ Doch all das geschah transparent und im permanenten Austausch mit den Partnern. Und genau das führte dazu, „dass unser Verhältnis zu den Partnern eher noch enger geworden ist“, so der Manager. Dass gesamtwirtschaftlich harte Zeiten bevorstehen und die Herausforderungen vor denen Unternehmen stehen, groß sind, bezweifeln weder Urbon noch Ebner. Aber: „Wir sind in einer megacoolen Branche“, schwört Ebner die Partner darauf ein, die Herausforderungen als Chance zu sehen. „Die Digitalisierung geht weiter, der Hang nach Technik ist ungebrochen. Und wir haben die Kompetenzen, die Lösungen und die Vertriebsunterstützung für die Partner“.

Die Digitalisierung und Klimaziele treiben das Wachstum

Pierre-Pascal Urbon, CEO Komsa

30 Jahre Komsa: Wir feiern den Handel!
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Verzahnung von Online- und Offline-Handel

Leicht hat es sich der Distributor dabei in den vergangenen beiden Jahren nicht gemacht, seit Pierre-Pascal Urbon seine Aufgabe als neuer CEO antrat. In Hartmannsdorf blieb kein Stein auf dem anderen, Geschäftsbereiche wurden zusammengelegt, sämtliche Prozesse überdacht. All dies, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Denn, ist sich Urbon sicher, „in Deutschland geht an Komsa kein Weg vorbei“, und auch nicht an der Distribution. Denn Beratung für den Handel „wird noch viel wichtiger“. Insbesondere wenn es um Omnichannel-Modelle, also die Verzahnung von Online- und Offline-Handel geht, ist viel Beratung und Unterstützung nötig, die die Hartmannsdorfer bieten können. Mit 30 Jahren Erfahrung, 20.000 Handelspartnern, über 200 Herstellern und Netzbetreibern im Portfolio sowie 35.000 Point of Sales ist die Kompetenz groß. „Unsere Spezialisierung ist die TK, dort haben wir Mehrwertleistungen ausgebaut. Die Akademie, das Marketing sowie den technischen Support – all dies dient als Fundament für die Zukunft. Gleichzeitig kündigt Urbon weitere massive Investitionen an, beispielsweise in Vertrieb oder in KI für die Logistik, „um die Abwicklung von Aufträgen noch schneller zu machen“.

Gerade erst wurde auch ein neuer Logistikstandort in Erfurt eröffnet. „Wir wollen wachsen“, ist das klare Bekenntnis von Urbon. „Und das geht nur, wenn wir noch besser werden und den Kompetenzaufbau für die Zukunft vorantreiben“. Wichtig für ihn ist dabei, den Partnern zuzuhören und so flexibel wie möglich zu sein. Gerade der flächendeckende Glasfaserausbau eröffne zahlreiche Möglichkeiten, da neue Anwendungen möglich werden. Die zunehmende Vernetzung habe einerseits zur Folge, dass mehr Hardware benötigt wird, aber auch mehr Beratung. Und hier spielten Fachhandel und Distribution auch künftig eine wichtige Rolle. Gleiches gelte auch bei Cloud Computing. Wer hybride Systeme aufbaut, braucht Beratung. „Und wir können Cloud“, freut sich Urbon und führt die gerade vor wenigen Monaten unter Dach und Fach gebrachte Partnerschaft mit Microsoft im Rahmen des Cloud-Solution-Provider-Programms an. Dass das Interesse an Microsoft in der Händlerschaft enorm ist, war auf der Veranstaltung auch zu spüren, denn die Workshops zu Services wie Microsoft 365, Dynamics 365 und Azure waren stark nachgefragt.

Megatrend Kreislaufwirtschaft

Steffen Ebner, Vertriebsvorstand bei Komsa
Steffen Ebner, Vertriebsvorstand bei Komsa
(Bild: ©Marty Anger )

Und zu all diesen Chancen kommen die Klimaziele von EU und der deutschen Regierung hinzu, die zu einem wichtigen Treiber beispielsweise hinsichtlich Refurbishment werden. „Wir sind erfahren darin, den Geräten ein zweites oder drittes Leben zu geben“, sagt Urbon. Dass hier noch viel zu holen ist, zeigt eine Komsa-Studie. Jeder zweite Mitarbeitende in Unternehmen habe ein Smartphone als Firmengerät und für 94 Prozent der Firmen sei Nachhaltigkeit wichtig bei der Anschaffung und dem Austausch mobiler Firmengeräte. Aber nur jedes vierte Unternehmen hat bereits Prozesse oder Konzepte dafür in der Tasche. Das Potenzial für den Fachhandel sind die 50 Prozent mittelständischer Unternehmer mit bis zu 500 Mitarbeiter, die in den nächsten beiden Jahren ein solches Konzept einführen wollen, so das Studienergebnis. Und Komsa ist als zertifizierter Reparaturbetrieb für alle großen Hersteller, von Apple über Samsung bis hin zu Xiaomi, und mit seinen 200 Technikern gut positioniert, um gemeinsam mit dem Handel die Kreislaufwirtschaft zu erschließen.

Wir sind in einer megacoolen Branche.

Steffen Ebner, CSO Komsa

Neue Online-Plattform für Aetka-Händler

Der Fachhandel ist stärker als je zuvor, ist auch die Botschaft, die die Aetka-Marketing-Vorständin Katja Förster und Roland Hennig, Vertriebsvorstand bei Aetka im Gepäck haben, als sie am zweiten Tag der Veranstaltung vor die Aetka-Händler treten. Viele Händler hätten aus der Pandemie Lehren gezogen, umgebaut, Öffnungszeiten verändert und Kundekontakte auf Telefon oder Teams verlagert. So habe sich die Notlage als Chance erwiesen – auch für Aetka. Mit rund 60 neuen Kooperationspartnern habe man den Marktanteil ausgebaut, freuen sich Förster und Hennig. Doch noch ist viel zu tun. Mitarbeiterausbildung und die PoS-Gestaltung sind zwei Dauerthemen. „Das Beziehungsmanagement zum Kunden, das auch eine Beratungseinwilligung in den Netzbetreiberportalen bedeutet,ist heute wichtiger denn je“, gibt Hennig den Partnern ebenfalls noch mit auf den Weg. Ein weiteres Element, mit dem Aetka die Händler ab sofort unterstützt, ist der Onlineshop, der seit wenigen Tagen live geschaltet ist. Über ihn können Endkunden online erreicht werden und Partner dann das darüber generierte Geschäft erfüllen.

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Die Zukunft hat man in Hartmannsdorf also fest im Blick und mit dem neuen Ortsschild „Smartmannsdorf“ deutlich sichtbar zementiert

Die vier Megatrends, die Komsa für die TK-Branche sieht:

- 5G-Technologie
- Cloud Computing
- Mobile Working
- Kreislaufwirtschaft

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