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Covid-19 bedroht den Mittelstand

| Autor: Heidemarie Schuster

Kleine und mittlere Unternehmen in der DACH-Region kämpfen mit den wirtschaftlichen Folgen von Corona.
Kleine und mittlere Unternehmen in der DACH-Region kämpfen mit den wirtschaftlichen Folgen von Corona. (Bild: bluedesign - stock.adobe.com)

Die Coronakrise setzt dem Mittelstand in der DACH-Region extrem zu. Visable hat im April bei einer Blitzumfrage herausgefunden, dass sich jedes fünfte Unternehmen in naher Zukunft von einer Insolvenz bedroht sieht. Umsatzeinbußen und Kurzarbeit bestimmen den Arbeitsalltag der Befragten.

Nach einer ersten Blitz-Umfrage Anfang März hat Visable zwischen dem 1. und 26. April 2020 erneut eine Umfrage unter rund 300 Führungskräften aus mittelständischen Unternehmen aus der DACH-Region durchgeführt und zu den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 befragt. Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich: Die Situation hat sich dramatischer entwickelt als noch zu Beginn der Krise angenommen.

Mittelständische Unternehmen verzeichnen bereits Umsatzeinbußen

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Mittelständische Unternehmen verzeichnen bereits Umsatzeinbußen

25.03.20 - Die derzeitige Krise durch das Coronavirus stellt besonders kleine und mittelständische Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Eine Umfrage von Visable macht deutlich, dass bereits viele KMU unter Umsatzeinbußen leiden. lesen

So sieht jedes fünfte Unternehmen seine Existenz unmittelbar bedroht: Neun Prozent sagen, dass sie bei noch längerem Lockdown insolvent sind, weitere 13 Prozent wissen nicht, wie lange sie ihr Geschäft noch aufrecht erhalten können. Immerhin ein Viertel der Unternehmen (26 %) setzt auf staatliche Unterstützung und hofft die Existenz nur durch die Inanspruchnahme von staatlichen Hilfsmitteln sichern zu können. Dem stehen 40 Prozent der Betriebe gegenüber, die glauben, mit einem blauen Auge davon zu kommen und nach der Krise weiter bestehen zu können. Die schrittweise Aufhebung des Lockdown kommt also keine Minute zu früh.

Kurzarbeit, Produktionsstillstand und neuer Arbeitsalltag

Die Befragung macht auch deutlich, wie sehr sich die Situation für KMU in der DACH-Region seit Anfang März zugespitzt hat: Die Anzahl an Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, hat sich im Vergleich mehr als verdoppelt: 40 Prozent der Befragten gaben jetzt an, in deutlich reduzierter Form zu arbeiten. Anfang März waren es noch 19 Prozent. Mehr als jeder Vierte (27 %) ist außerdem von der kompletten Schließung des Betriebs aufgrund behördlicher Anordnungen betroffen. In rund 8 Prozent der befragten Unternehmen steht die Produktion still.

Eine weitere Folge sind enorme Umsatzeinbußen. Diese verzeichnen inzwischen zwei Drittel der Befragten. Im März waren es noch weniger als die Hälfte (45 %). In einigen Unternehmen herrscht trotz allem Arbeitsalltag: 22 Prozent der Unternehmen arbeiten mit Atemschutzmasken im Normalbetrieb. Vom Homeoffice aus arbeiten 27 Prozent – für viele eine völlig neue Erfahrung.

„Diese Zahlen zeigen einmal mehr, dass KMU jetzt handeln müssen, um ihre Existenzen zu sichern. Jetzt ist Flexibilität und Mut gefragt. Alte Strukturen müssen aufgebrochen, Lieferketten überprüft und neu aufgestellt werden“, kommentiert Peter F. Schmid, CEO bei Visable die Studienergebnisse. „36 Prozent der Befragten verzeichnen Lieferschwierigkeiten bei der Materialbeschaffung. Diese Engpässe stellen enorme Einschnitte in der Produktion dar.“

Krisenmanagement in Deutschland und Österreich bekommt Note 3+

Sowohl die deutschen als auch die österreichischen KMU beurteilen das Krisenmanagement ihrer jeweiligen Bundesregierung bei der Umfrage durchschnittlich mit einer 3+. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen sieht die Arbeit der Politik gut und vergibt ein sehr gut (12 %) oder eine Zwei (41 %). Mit einer Drei bewerten 27 Prozent der Befragten die Arbeit der deutschen Bundesregierung in den letzten Wochen. Gut 19 Prozent vergeben eine Vier oder schlechter.

In Österreich ist die Verteilung sehr ähnlich: 14 Prozent vergeben ein sehr gut, 40 Prozent eine Zwei. Eine Drei vergeben genau ein Fünftel (20 %), 25 Prozent eine vier oder schlechter. Insgesamt polarisiert die Politik in Österreich mehr. Denn fast 12 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der österreichischen Bundesregierung mit einer Sechs.

Eine Aussage zur Schweiz konnte aufgrund der geringen Antworten zu dieser Frage nicht getroffen werden.

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