»Händler bekommen Unterstützung beim Absatz-Marketing« COS-Chef Michael Krings plädiert für neues Verhältnis zwischen Resellern und Distributoren

Redakteur: Harry Jacob

Die Comdays 2008 lockten so viele Reseller wie noch nie zum Fachhandelsevent von COS. Michael Krings, Chef des Lindener Unternehmens, plädierte anlässlich der Veranstaltung für ein neues Arrangement zwischen Händlern und Distributor. Mehr Loyalität gegenüber den Lieferanten soll mit besserer Unterstützung nicht nur beim Einkauf, sondern auch beim Abverkauf belohnt werden, so seine Überlegung.

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COS-Geschäftsführer Michael Krings war hochzufrieden mit dem Ansturm und dem Feedback der Besucher.
COS-Geschäftsführer Michael Krings war hochzufrieden mit dem Ansturm und dem Feedback der Besucher.
( Archiv: Vogel Business Media )

Rekordbesucherzahlen in der neuen Location – wenn das ein Vorzeichen für die weitere Entwicklung bei COS ist, dann brauchen sich Management und Eigner keine Sorgen um den Lindener Distributor zu machen. Die Hessen konnten nach eigenen Angaben 2.200 Reseller bei den Comdays 2008 begrüßen, die erstmals nicht in der Stadthalle Wetzlar, sondern in der Messehalle Gießen stattfanden. Dort war mit 2.400 Quadratmetern nicht nur mehr Platz für Assteller, Testzonen und Vortragsflächen. Auch das Ambiente insgesamt wirkte professioneller und damit ansprechender als zuvor.

Trotzdem kann COS-Geschäftsführer Michael Krings nicht ungetrübt nach vorne blicken. Das erste Quartal 2008 war planmäßig verlaufen, das zweite blieb unter den Erwartungen. Dank einer Kapitalerhöhung durch Arques kann COS trotz allem seine Pläne weiterhin ungebremst verfolgen. Die Prognose von Krings für das kommende Jahr: »Der Markt bleibt wie er ist, es wird nicht noch schlechter werden. Aber die Konsolidierung in der Distribution wird voranschreiten.«

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Dass COS beziehungsweise deren Muttergesellschaft Tiscon sich in den vergangenen 12 Monaten nicht wie angekündigt an dieser Konsolidierung durch weitere Zukäufe beteiligt haben, sei den zu optimistischen Zahlen von 2007 geschuldet. »Die Zeit war noch nicht reif, aber wir werden weitere Zukäufe prüfen«, bestätigte Krings auf den Comdays 2008.

Statt ganzer Firmen hatte COS einiges an Personal übernommen, zum einen von der abgewickelten Lion, zum anderen von der insolventen Maxdata. Letztere seien dabei, mit ihrem Know-how dem ehemaligen Sorgenkind Topedo wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. »Wir haben Topedo deutlich zurückgefahren und bauen nun das Händlergeschäft neu auf. Unserem Ziel, 50 bis 70 Prozent der Stückzahlen über Serienmodelle statt über reines BtO zu verkaufen, kommen wir schnell näher. Und wir gewinnen damit neue Händler als Kunden«, verdeutlichte Krings die Entwicklung der Hardwaresparte. Dazu beigetragen habe das Label »Made in Germany«, die Nähe zu den Partnern und die gute Qualität der Hardware. So biete Topedo einen der leistesten Desktop-PCs überhaupt an.

Lesen Sie auf der kommenden Seite, welches Konzept COS verfolgt und wie Händler davon profitieren sollen.

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