Huawei-3Com macht Firmennetzwerk VoIP-ready Controlware sorgt für Durchblick für Brillenhersteller Rodenstock

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Eine logische Netzstruktur, schnellere Verbindungen, sichere Zugänge und die Möglichkeit, VoIP zu integrieren, forderte Rodenstock von seinem neuen lokalen Netz. Controlware realisierte dies mit Komponenten von Huawei-3Com Technologies.

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Im Werk Frankfurt produziert Rodenstock Gleitsichtgläser. Im Vordergrund das rotierende Diamantwerkzeug.
Im Werk Frankfurt produziert Rodenstock Gleitsichtgläser. Im Vordergrund das rotierende Diamantwerkzeug.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Kompetenz sowohl für Brillengläser als auch für Brillenfassungen macht Rodenstock zur einzigen Marke der Augenoptik, die dem Brillenträger das Gesamtsystem »Brille« aus einer Hand anbietet. Um diesen Anspruch halten zu können, sind kontinuierliche Investitionen unabdingbar. Das gilt auch für die IT-Infrastruktur.

Parallel zur Entscheidung, das Rechenzentrum zu erweitern und weltweit SAP einzusetzen, entschloss sich Rodenstock, ein komplett neues Netzwerk aufzubauen.

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Das Projekt startete am Hauptsitz in München, da hier das älteste Netz im Einsatz war. Eine durchgängige Netzgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde scheiterte an fehlenden Gigabit-Ethernet-Uplinks für die Edge-Switches. Zusätzlich sollte die IP-Segment-Struktur optimiert werden, um die Ausbreitung von Störungen im LAN zu begrenzen, den Support der Komponenten zu vereinfachen und den steigenden Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen.

Bei den zentralen Backbone-Switches sah die Situation ähnlich aus: Eine Erweiterung der eingesetzten Module mit aktuellen Komponenten hätte einem Komplettaustausch entsprochen. Im Zuge der Realisierung des neuen Netzes plante die IT-Abteilung einen ausfallsicheren Backbone und redundante Verkabelung. Eine ebenso große Rolle spielte die VoIP-Fähigkeit sämtlicher Komponenten: Rodenstock beabsichtigt, 2008 alle Telefone über Power over Ethernet in sein Netz einzubinden. Ziel ist es, die nationalen Call Center und die Telefonanlagen auf einem vorbereiteten Netz umzustellen.

Konzept

Gemeinsam mit der IT-Abteilung von Hubertus Schilling erarbeiteten die Spezialisten des Systemhauses Controlware Markus Nefzger, Friedrich Koob und Karlheinz Müller im Herbst 2005 zunächst eine logische Netzstruktur, die alle Forderungen abdeckte. Nach der Trennung von Server und Clients, der Einteilung aller Verteilerräume in eigene IP-Segmente und der Anbindung der Edge-Switches mit redundanter Wegeführung an beide Backbone-Switches musste nur noch entschieden werden, welche Netzkomponenten zum Einsatz kommen sollten.

Rodenstock wollte seine Investitionen durch die Wahl eines großen Herstellers sichern und eine zukunftssichere Technologie wählen. Unter diesen Vorgaben erarbeitete Controlware alternative Konzepte mit Produkten unterschiedlicher Hersteller. Relativ schnell kristallisierte sich Huawei-3Com Technologies (H3C) heraus.

Anhand umfangreicher Live-Tests im Labor zeigte Friedrich Koob, dass die Switches alle Anforderungen optimal erfüllten. Die Kosteneinsparung gegenüber vergleichbaren Produkten anderer Hersteller lag bei rund 25 Prozent.

Realisierung

Die Umsetzung des Projekts startete im März 2006. Zunächst erneuerte Rodenstock in München die gesamte optische Verkabelung, die die Grundvoraussetzung für den Aufbau eines zukunftsfähigen Netzes darstellt. Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde zu allen Clients sowie dedizierte Gigabit-Ethernet-Uplinks hätten sich ansonsten nicht realisieren lassen. Im nächsten Projektabschnitt erfolgte die eigentliche Umstellung des Netzes mit Parallelaufbau und sukzessiver Umstellung der Clients, die im September 2006 erfolgreich abgeschlossen wurde. Auch hierbei arbeitete Rodenstock eng mit Controlware zusammen. Der Systemintegrator führte Workshops durch und unterstützte Rodenstock bei der Konfiguration und Installation des Netzes.

Netzaufbau

Als zentrale Komponente nutzt Rodenstock den Backbone-Switch S6506 von Huawei-3Com, der direkt auf Layer 3 arbeitet. Das Chassis verfügt über sechs Slots für Linecards, die je nach Bedarf bestückt werden können. Neben der hohen Portdichte und der leistungsfähigen Switching-Technologie spielte für Rodenstock vor allem die Netzgeschwindigkeit von bis zu zehn Gigabit Ethernet eine Rolle. Auf Layer 2 betreibt Rodenstock auch Komponenten von Nortel und Dell. In einigen Rechenzentrums-Bereichen wurden diese Systeme durch H3C-Switches vom Typ S5100-24 abgelöst. Auch dieser Ethernet-Switch arbeitet mit Leitungsgeschwindigkeit und kann zusätzlich zu den Gigabit-Ethernet-Ports mit einem Zehn-Gigabit-Ethernet-Uplink zur Anbindung an den Backbone ausgerüstet werden. Als Netzwerk-Management-System nutzt Rodenstock für alle H3C-Komponenten die Quidview-Network-Management-Software von H3C sowie HP Open View.

Keine der eingesetzten Komponenten nutzt proprietäre Erweiterungen. Mit den standardisierten Funktionen lassen sich sowohl Altgeräte als auch neue Systeme problemlos in das Netzwerk integrieren. Dieser Aspekt spielte eine wichtige Rolle hinsichtlich der geplanten VoIP-Einführung im Jahr 2008.

Erfolg

Der schnelle und zuverlässige Support von Controlware und Huawei-3Com hat wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes beigetragen. Davon ist Kurt Holfelder, Head of Networks & Voice bei Rodenstock, überzeugt: »Die Controlware Techniker erbrachten Leistungen, die weit über die vereinbarten SLAs hinausgingen. Ihr Engagement beeindruckte uns ebenso wie die schnelle und zuverlässige Arbeit der Forschungsabteilung bei H3C.«

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