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Digital Transformation

Axians IT Solutions und Microsoft

Cloud ist kein Trend mehr, sondern fast Commodity

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Die Cloud-Ära ist da. Was nun?
Die Cloud-Ära ist da. Was nun? (Bild: Jemastock - stock.adobe.com)

Nils Gräf, Business Unit Manager Collaboration Infrastructure bei Axians IT Solutions, teilt seine Gedanken über die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung im Microsoft- und Cloud-Umfeld.

ITB: Bei Microsoft wurde auf der Ignite 2017 sowie dann auch auf der #DPK17 der Weg in eine Cloud-Ära beschrieben. Sie waren auf der Ignite und sind als Business Unit Manager Collaboration Infrastructure bei Axians IT Solutions auch in der praktischen Umsetzung. Wo führt die Reise hin?

Nils Gräf, Business Unit Manager Collaboration Infrastructure bei Axians IT Solutions
Nils Gräf, Business Unit Manager Collaboration Infrastructure bei Axians IT Solutions (Bild: Axians IT Solutions)

Gräf: Satya Nadella ist bereits im Jahre 2014 mit dem Schlachtruf „Cloud first, mobile first“ angetreten. Bisher war dieses Credo auf jeder Veranstaltung immer wieder zu hören. Nicht so auf der diesjährigen Ignite. Inzwischen sieht Microsoft sich nicht mehr nur als Wegbereiter für die Cloud, sondern hat klar gemacht, dass es nicht mehr um die Tools und Plattformen geht, sondern um die Befähigung von Menschen, ihre Ideen zu verwirklichen und miteinander zu kommunizieren. Dass dies laut Microsoft mit Cloud-Lösungen am besten gelingt, ist schon obligatorisch und damit weiterhin die strategische Marschrichtung. Die zentralen Announcements auf der Ignite waren daher klar auf Cloud ausgerichtet. Schon fast nur im Nebensatz wurden neue OnPremises-Varianten von Windows Server, SQL, Skype for Business, Exchange und SharePoint für das vierte Quartal 2018 angekündigt.

ITB: Was bedeutet das für Axians konkret?

Gräf: Schon seit einigen Jahren begleitet Axians Unternehmen bei ihrem Schritt in die Cloud. Dabei wünschen sich Kunden heute immer weniger eine reine Implementierungsleistung, sondern einen Berater an ihrer Seite. Change Management gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn eine der größten Herausforderungen ist das Nutzungsverhalten der Mitarbeiter im Umgang mit den neuen Lösungen. Dabei ist das Unternehmen, das die komplette IT in die Cloud verlegt kein Mythos, sondern Realität. Hybride Szenarien sind jedoch eher die Regel.

ITB: Als US-amerikanisches Unternehmen wird Microsoft mitunter kritisch beäugt, was das Thema Datenschutz angeht. Vor diesem Hintergrund wurde eine Kooperation mit der T-Systems als Datentreuhändler eingegangen. Wie würden Sie diese Zusammenarbeit beschreiben und bewerten?

Gräf: Mit der deutschen Cloud hat es Microsoft geschafft in die Cloud-Diskussion in Deutschland einzusteigen. Der Aufbau einer deutschen Cloud in Kooperation mit T-Systems hat sich letztendlich anders dargestellt als einige dachten. Der Preis spielte für viele Firmen dann doch eine größere Rolle, als der Speicherort der Daten in Deutschland. Zudem zeigten sich bei der deutschen Cloud wesentliche technische Einschränkungen. Wir selbst haben sehr wenige Kunden, die die Lösung dem herkömmlichen Office-365-Angebot vorgezogen haben. Zumal Microsoft gerade im Hinblick auf die EU-DSGVO, im englischen auch GDPR genannt, wesentlich nachgelegt hat. Mit den jüngsten Neuerungen wie Multi-Geolocations für OneDrive, Exchange und SharePoint können auch international agierende Unternehmen ohne große Umschweife auf länderspezifische Datenschutzgesetze reagieren. Im Trust Center bietet Microsoft eine große Anzahl an Informationsmaterial rund um den Aufbau einer der hiesigen datenschutzgesetzeskonformen Umgebungen. Ein Partner mit Security-Knowhow kann hier wesentlich unterstützen.

ITB: Microsoft, Collaboration und Cloud – wie bringt man bei Axians diese drei Begriffe in Form von Lösungen zusammen?

Gräf: Die Antwort darauf ist ganz klar Office 365. Die Cloud-Plattform von Microsoft ist mit seinen zahlreichen Tools eine Lösung, die nicht nur Menschen zusammenbringt, sondern sie auch effektiver macht. Unternehmen zu beraten, welche Lösungen für sie sinnvoll sind und wie sie diese danach auch effektiv einsetzen, um die Zusammenarbeit zu verbessern – das sehen wir bei Axians als unseren Auftrag an. Im Rahmen von Collaboration-Projekten sind auf Basis von Erfahrungswerten und Kundenanforderungen eigenentwickelte Lösungen entstanden, die eine Migration wesentlich beschleunigen und sicherer machen. Dritthersteller, wie Nintex, AvePoint oder dox42, komplettieren das Angebot an den Stellen, an denen Microsoft noch Nachholbedarf hat.

ITB: Wie bewerten Sie ganz allgemein den Trend hin zur Cloud?

Gräf: Cloud ist kein Trend mehr, sondern schon fast Commodity und inzwischen der Wegbereiter für effektive Zusammenarbeit in Unternehmen. Schon als Privatperson kann kaum noch jemand behaupten, dass er keine Cloud Services nutzt und das gilt ebenfalls für viele Unternehmen – auch wenn es bisher nur Microservices sind. Interessant ist hier, wie viel Schatten-IT bei genauerer Betrachtung zutage gefördert wird. Beim Einsatz von Cloud-Lösungen im Collaboration-Umfeld ist keine Frage mehr, ob der Schritt gewagt wird, sondern wann. Gerade die Flexibilität in der heutigen Zeit macht dieses Konstrukt so attraktiv für Unternehmen. Kaum ein IT-Leiter möchte für die Beschaffung von Office-Lizenzen einen Fünf-Jahres-Forecast der Mitarbeiterentwicklung abgeben müssen. Außerdem bietet die Cloud-Lösung einige Tools und Features, wie zum Beispiel Teams, die in einer OnPremises-Variante nicht verfügbar sind.

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