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#ITfightsCorona Cisco: Partner unterstützen, Laufzeiten verlängern

Autor: Sylvia Lösel

Die Collaboration-Plattform Webex ist der Einstieg, mit dem Partner im Moment viel Neugeschäft generieren. Cisco unterstützt mit zahlreichen Maßnahmen, damit all die neuen Projekte auch realisiert werden können.

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Jutta Gräfensteiner, Channel-Chefin Cisco Deutschland.
Jutta Gräfensteiner, Channel-Chefin Cisco Deutschland.
(Bild: Cisco)

Seit Beginn der Coronakrise hat Cisco rund 2.400 neue Kundenteststellungen in Deutschland über Partner initiiert, erläutert Jutta Gräfensteiner, Director Channel and Partner-Management bei Cisco Deutschland. Im Fokus stünden dabei im Moment Schulen, öffentliche Einrichtungen und der Healthcare-Sektor. „Wir haben in den letzten vier Wochen 25 Universitäten an Webex angebunden. Ein Partner will eine TU zum Semesterbeginn mit 35.000 Lizenzen versehen, um die Studenten virtuell auszubilden. Und viele Kunden fangen nun bereits vor Ende der Teststellung an, Lizenzen zu bestellen und zu kaufen", so die Managerin weiter. Denn wie viele andere bietet auch Cisco seine Webex-Plattform mit einer 90-Tage-Testversion an.

Ein paar Zahlen verdeutlichen, wie gut die Lösung im Moment angenommen wird. „Im Monatsvergleich von Februar auf März für Deutschland haben wir die Meetinganzahl auf unserer Webex-Plattform verdoppelt und die Teilnehmerzahl vervierfacht."

So unterstützt Cisco

Um all diese Projekte zu stemmen, steht für Cisco die bestmögliche Unterstützung für die Partner im Vordergrund. Um diesen Luft für aktuelle Projekte zu verschaffen, verlängert der Anbieter beispielsweise die Fristen für Partner-Rezertifizierungen um ein Jahr. Auch für bestehende individuelle Spezialisierungen einzelner Mitarbeiter bei Partnern gibt es eine Laufzeitverlängerung.

„Es gibt Partner, die haben 40 Education-Kunden mit Webex versorgt und schon eine Million an Zusatzgeschäft generiert. Ein anderer Partner hat in den letzten Wochen 250 Neukunden an Bord geholt, ein dritter, kleinerer 12 Neukunden. Primär geht das immer mit dem Einstieg über die Teststellung. Aber dann geht es darum den Kunden fortführend zu unterstützen." Aber Gräfensteiner betont auch, dass die Gefühlslage in der Partnerlandschaft ganz unterschiedlich ist und manche auch Servicearbeiter in Kurzarbeit schicken mussten.

In drei Phasen durch die Krise

Im Moment geht es darum, schnell Lösungen in den Markt zu bekommen, da die Nachfrage akut ist, beschreibt Oliver Tuszik, SVP Global Partner Organization bei Cisco, die Lage. Danach werde es wohl eine Abflachung bei der Nachfrage geben. Da sei es essenziell, dass Partner ihre Kunden bestens über Managed Services betreuen. Wer in diesem Segment schon unterwegs ist, spürt die Auswirkungen vielleicht weniger, als ein Partner, der vor Ort beim Kunden sein muss. Und in der dritten Phase, ist sich Tuszik sicher, kommt der Aufschwung. Denn viele Unternehmen müssten sich jetzt die Frage stellen: „Wie mache ich Vertrieb, wie interagiere ich mit meinen Kunden, in einer virtuellen Welt? Sprich: Wie sieht die Onlineversion meines Geschäfts aus?“ Und das werde der IT helfen. Denn IT sei dann ein Teil der Lösung.

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 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin