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KVM-over-IP-Switches von Avocent ermöglichen Fernwartung der IT-Infrastruktur

Capgemini teilt das Rechenzentrum

10.09.2007 | Redakteur: Andreas Bergler

Capgemini Systems schließt das Essener Rechenzentrum.
Capgemini Systems schließt das Essener Rechenzentrum.

Das Essener Rechenzentrum von Capgemini Systems und seine Administratoren gingen im Jahr 2006 getrennte Wege: Die IT-Infrastruktur zog komplett nach Frankfurt, die Manager nach Düsseldorf. Um die Hard- und Software auch aus der Ferne sicher steuern zu können, installierte Gapgemini Remote-Management-Technologien von Avocent.

Als »kleines Mammutprojekt«, bezeichnet Folke Polzer, verantwortlicher Projektleiter bei Capgeminis Outsourcing-Sparte Capgemini Systems, den Umzug des Rechenzentrums. »Im Laufe eines Jahres mussten wir unser komplettes Rechenzentrum mit über 240 Servern von Essen nach Frankfurt verlagern. In diesen Zeitraum fiel auch die Konzeption der Netzwerkstrukturen. Oberstes Ziel war es, den produktiven Betrieb nicht zu stören.« Die Mietverträge für das Bürogebäude in Essen, in dem auch das Rechenzentrum untergebracht war, liefen aus. In Frankfurt fand das Unternehmen bei dem Dienstleister IX Europe ideale Ersatzräume für die Technik.

Schon vor dem Umzug nach Frankfurt arbeitete Capgemini Systems mit Technologien für das Fernmanagement, darunter auch mit älteren Produkten von Avocent. Jedoch gab es keine webbasierte zentrale Managementoberfläche, und die Administratoren mussten sich an jedem KVM-Switch einzeln anmelden. Die Administratoren brauchten für jeden Switch ein eigenes Passwort. Das war nicht nur kompliziert in der Handhabung, sondern stellte auch die Benutzerverwaltung auf die Probe.

»Für die Auswahl einer geeigneten Lösung entwickelten wir eine Wertetabelle«, erklärt Polzer. Wichtig war den IT-Managern beispielsweise die integrierte Benutzeradministration, die regeln sollte, wer von ihnen was auf welchem System machen darf.« Capgemini Systems testete die KVM-Switches und die Managementsoftware von Avocent und einem weiteren Hersteller über einen Monat. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Performance, der Managementoberfläche, der Benutzeradministration und der Sicherheit der Lösung.

»Beide Hersteller hatten einen ausgezeichneten Service, was aber die Gesamtdarstellung des Produktes und die Qualität betraf, gab es doch eine eindeutige Tendenz zu Avocent mit DS View.« Ein weiteres Entscheidungskriterium war die neue Virtual-Media-Funktionalität, die nur die KVM-Switches von Avocent boten. Damit können die Administratoren von Capgemini Systems jetzt ein externes Speichermedium wie eine CD-ROM auf einen entfernten Server virtuell transferieren, um etwa ein neues Betriebssystem aufzuspielen.

Schrittweise Erweiterung

Mitte Mai 2006 bestellte das Unternehmen dann bei dem Technologielieferanten. »Wir einigten uns mit Avocent nicht auf eine konkrete, sondern auf eine ungefähre Menge. Diese riefen wir dann im Laufe der Monate ab und werden dies im nächsten Jahr noch fortführen.« Bis November 2006 belief sich das Investitionsvolumen auf etwa 320.000 Euro. Die bestellten Remote-Management-Komponenten wurden dann in Frankfurt final aufgebaut. »Stück für Stück haben wir sie mit den aus Essen ankommenden Servern verbunden«, so Polzer. Der IT-Dienstleister rechnet mit 300 bis 600 weiteren Servern, die im Jahr 2007 im Frankfurter Rechenzentrum dazu kommen. »Dem gegenüber werden dann entsprechende Remote-Management-Komponenten stehen«, sagt Polzer. Netsystem unterstützte das Unternehmen zudem bei der Installation der Remote-Management-Lösung in Frankfurt.

Als Hauptnutzen der Avocent-Lösung sieht Polzer, dass die Administratoren direkt an der Konsole eines Systems arbeiten können, so als ob sie direkt davor sitzen würden. »Wir holen uns den Monitor und die Tastatur des Servers auf den Monitor oder auf die Tastatur unseres Arbeitsplatzes. Damit haben wir ganz andere Administrationsmöglichkeiten, als wenn wir beispielsweise bei Unix mit Telnet-Sitzungen arbeiten würden. Bei Windows könnten wir über die Ferne gar nicht auf die Konsolenebene zugreifen, um beispielsweise im BIOS Grundeinstellungen vorzunehmen.« Daneben stellt die Remote-Management-Technologie eine zweite Zugriffsmöglichkeit auf die entfernte IT-Infrastruktur dar. »Zum einen beobachten wir unsere Systeme regulär mit Softwarelösungen über das Netz, zum anderen können wir sie jederzeit mit Hilfe des Out-of-Band-Pfades von Avocent überwachen. Gibt es Störungen im LAN, sind In-Band-Systemmanagementtools nämlich völlig wirkungslos.«

Aussichten

Derzeit arbeiten bei Capgemini Systems vierzig Administratoren mit DS View. Persönliche Produktschulungen sind geplant. »Dank der Technologie von Avocent konnten wir unsere Idee von einem Lights-Out-Rechenzentrum verwirklichen«, freut sich Folke Polzer. »Wenn niemand mehr direkt in den Technikräumen arbeiten muss, ist das nicht nur ein großer Gewinn für die Sicherheit, sondern auch für die Mitarbeiter. Gerne sagten die der hohen Lautstärke und der Klimatechnik im Rechenzentrum ade.«

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