Unterschiedliche Software-Module, Einzel-Lösungen und Web-Services Brückner verbindet Produktionssteuerung mit ERP-System

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Das Maschinenbau-Unternehmen Brückner hat eine Lösung zur Produktionsautomatisierung mit dem ERP-System integriert. Das Ergebnis ist eine Komplettlösung für die Folienindustrie.

Firmen zum Thema

Die Unternehmenszentrale von Brückner in Siegsdorf
Die Unternehmenszentrale von Brückner in Siegsdorf
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Geschäft von Brückner Maschinenbau hat sich erheblich verändert: Wurden anfangs ganz klassisch Maschinen für Folienhersteller auf der ganzen Welt gebaut, kamen die Entwicklung der verfahrens- und maschinentechnischen Prozesse zur Folienherstellung, ein umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot sowie eigene Software zum Portfolio hinzu. Mittlerweile ist mit der MMS-Suite (Manufacturing Messaging Specification) ein prozessnah operierendes Fertigungs-Managementsystem entstanden, das Produktionskontrolle und -steuerung in Echtzeit ermöglicht.

Für den Entwurf des Basis-Frameworks sowie die Modellierung von kundenspezifischen Anpassungen setzt Brückner auf Arcway Cockpit, ein Werkzeug zum integrierten Modellieren von Prozessen und Anforderungen. »In den Anfängen des Computer Integrated Manufacturing entwickelten unsere Kunden ihre Software noch selbst«, berichtet der Abteilungsleiter Automation bei Brückner, Werner Kröter. »Mittlerweile erwarten sie von uns eine schlüsselfertige Lösung.« Von den über 500 Mitarbeitern des weltweiten Marktführers für Folien-Reck-Anlagen gehören heute 17 der Abteilung Automation im oberbayerischen Siegsdorf an. Dort fiel 2006 die Entscheidung, ein auf die Folienindustrie zugeschnittenes Fertigungs-Managementsystem zu entwickeln, das die Maschinenautomatisierung mit ERP-Systemen verbinden sollte.

Bildergalerie

Puzzlespiel der Systeme

Bis dahin hatten Kunden von Brückner diese Kluft mit kleinen spezialisierten Lösungen oder einfach mit Excel überbrückt, damit aber nie die ganze Bandbreite an Funktionalitäten abdecken können. »Unser Vorteil ist, dass wir die Produktionsprozesse bis ins Detail kennen. So war schnell klar, was das Basis-Framework der MMS-Suite enthalten sollte«, sagt Kröter. Unter seiner Leitung schrieb man die unterschiedlichen Module fest, allen voran das RDH-Modul (Roll Data History), das Maschinendaten aufzeichnet und in Echtzeit auswertet. Dieses musste mit weiteren Software-Modulen in eine Komplettlösung für die Folienindustrie integriert werden. Dafür sollte die Automation-Abteilung einen Applikationsserver, den »Brückner Repository Server«, und Web-Services als Schnittstellen entwickeln.

Zur Spezifikation des Basis-Frameworks war ein professionelles Werkzeug für das Anforderungsmanagement gefragt. »In jedem Projekt kommt es bis zu seinem Abschluss zu Änderungen, so dass das ursprüngliche Lastenheft dann nicht mehr mit dem Ergebnis übereinstimmt. Dabei ist genau diese Transparenz nötig, um unsere Kunden mit schlagkräftigen Argumenten zu überzeugen«, erinnert sich der Abteilungsleiter. Für besonders vielversprechend hielt er die visuellen Ansätze für das Anforderungsmanagement: »Grafiken erschienen uns weniger komplex und daher wesentlich leichter zu pflegen als ausufernde Word-Pamphlete.«

Lesen Sie weiter, was den Ausschlag für Arcway gab.

(ID:2017116)