Unterschiedliche Software-Module, Einzel-Lösungen und Web-Services

Brückner verbindet Produktionssteuerung mit ERP-System

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Orientierungshilfe

Unter den im September 2006 von Kröter und seinen Mitarbeitern getesteten Tools befand sich Arcway Cockpit, ein Werkzeug zum integrierten Modellieren von Prozessen und Anforderungen, das auf einem anschaulichen Landkartenkonzept basiert. Es führt die unterschiedlichen Sichtweisen von Business und IT in allgemein verständlichen Landkarten zusammen, aus denen sich anschließend die Anforderungen ableiten, Abhängigkeiten erkennen und Lasten- und Pflichtenhefte erstellen lassen. Mit diesem pragmatischen Ansatz konnte Brückner rasch handfeste Ergebnisse erzielen: Nach einem zweitägigen Workshop war die Fachlandkarte, die als Grundlage für die Spezifikation der Softwarearchitektur in einer Anwendungslandkarte dient, so gut wie fertig. Eine Cockpit-Lizenz inklusive der Schulung, die von Arcway geleitet wurde, kam dabei auf rund 10.000 Euro.

Auch das Softwarehaus Quattro-Soft, das die technische Umsetzung des gesamten Frameworks übernehmen sollte, war zufrieden. »Die unterschiedlichen Teilnehmer konnten sich mit Cockpit erst einmal ganz auf die fachliche Sicht konzentrieren. Dadurch, dass sich in den Landkarten jeder wiedergefunden hat, ergab sich sehr rasch eine produktive Diskussion«, erinnert sich Kröter. »Keines der zuvor getesteten Werkzeuge war dermaßen intuitiv anwendbar.«

Damit war die Entscheidung für Cockpit gefallen. Bei der Modellierung der Framework-Architektur orientierten sich die IT-Experten am Standard S95 für die Integration von Fertigungs-Managementsystemen. Applikationsserver und Web-Services wurden als Model Driven Architecture entwickelt und in UML-Klassen abgebildet. Aus diesen hat ein Generator automatisch Web-Services erzeugt, die jetzt auf dem Repository-Server ablaufen. Dank der Cockpit-Landkarten behalten die Mitarbeiter jederzeit die Übersicht über die Module bis hinunter zu jedem einzelnen Web-Service und zu Schnittstellen. »Was man am Ende sieht, ist die Repräsentation eines Modells, das sich vom Allgemeinen zum Detaillierten entwickelt«, fasst Kröter zusammen. Nachträgliche Anforderungsänderungen aus der parallel laufenden Entwicklung des Frameworks sind dabei kontinuierlich in das Standardmodell eingeflossen, so dass im September 2007 nach nur einem Jahr Entwicklungszeit die Basisversion der MMS-Suite fertig gestellt werden konnte.

Entwickler und Kunden überzeugt

Kröter und sein Team zeigen sich ausgesprochen zufrieden: »Eigentlich hätte es kaum besser laufen können. Das einzige, wobei uns Cockpit anfangs noch nicht optimal unterstützt hat, war die direkte Aufnahme von Änderungswünschen während unserer Kundengespräche.« Von Arcway als Übergangslösung zunächst außerhalb des Werkzeugs realisiert, umfasst Cockpit inzwischen eine Offline-Version, mit der diese individuellen Kundenanpassungen direkt im Vertriebsgespräch erfasst werden können. Daraus lassen sich Änderungen am UML-Modell ableiten, anhand dessen der Generator dann automatisch die Software für den Kunden erstellt. Damit kann Brückner auch in Kundenprojekten schnell reagieren.

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